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Ist „Date Stacking“ wirklich ein effizienter Weg, das Match fürs Leben zu finden?

Ich bin in meinem Leben bisher nur ein einziges Mal „zweigleisig“ gefahren, wenn es ums Daten geht. Und das auch nur etwa so für zwei, drei harmlose Dinner- oder Spazierengehen-Dates (an unterschiedlichen Tagen), bis mir eben klar war, dass definitiv nur einer der beiden Herren Potential für mehr haben könnte. Und glaubt mir, Leute: Alleine das war purer Stress für mich. 😄 Denn ihr müsst wissen: Ich bin normalerweise schon schlecht darin, mit mehreren Matches auf Bumble und Co. parallel hin- und herzuschreiben. Ja, nennt mich altmodisch, aber irgendwie mag ich es, sich komplett nur auf eine Person zu konzentrieren und eben zu schauen, wo das Ganze hinführen kann. Ich glaube also nicht, dass „Date Stacking“, was gerade überall wieder als „Trend“ aufzuploppen scheint, etwas für mich wäre. Denn dabei geht es darum, sich zu mehreren Dates nacheinander an einem Tag zu verabreden. Die Rede ist meistens von drei Treffen. Und der Sinn dahinter besteht eigentlich darin, dass man seine Zeit – von der man neben all seinen anderen beruflichen und sozialen Verpflichtungen ja eh immer schon zu wenig hat – einfach effizient nutzt. Wir alle wissen schließlich, wie aaaaanstrengend Dating oft sein kann, vor allem online. Denn ehe man sich überhaupt trifft, muss man sich ja erst einmal durch all die Profile swipen, ein bisschen schreiben, Interessen abchecken usw.! Und ja, das alleine raubt natürlich schon Zeit… und gerne auch mal einige Nerven.

Den Zeitfaktor bei der Sache verstehe ich also. Aber ich bezweifle irgendwie trotzdem, dass „Date Stacking“ wirklich der Weg zum Ziel ist. Denkt zum Beispiel nur an die SATC-Folge, in der Charlotte mal all ihre Prinzipien über Bord wirft und sich an einem Tag mit mehreren Männern trifft. Das Ganze endet damit, dass sie wegen ihrer kleinen Notlügen zwischendurch am Ende des Tages von Date 1 beim Knutschen mit Date 2 vor ihrem Haus erwischt wird. 😅

„Date Stacking“ – Kann das funktionieren?

Was lernen wir daraus? Lügen geht beim „Date Stacking“ schon mal nicht gut (und ist generell natürlich nie die richtige Art, in eine eventuell neue Beziehung zu starten). Man sollte also direkt mit offenen Karten spielen. Das heißt natürlich nicht, dass man offen sagen muss, dass man an diesem Tag noch zwei weitere Dates trifft. Stattdessen kann man vielleicht einfach von Beginn an klarstellen, dass man nur so zwei bis drei Stunden Zeit hat, weil man später noch andere Verpflichtungen hat… was mich auch direkt zum nächsten Punkt bringt. Denn damit der ganze Tag nicht das reinste Stress-Chaos wird, sollte man die Sache natürlich gut durchplanen. Zum Beispiel mit einem Date zum Mittag, einem Picknick-Date nachmittags und einem Date später abends zum Essen – und genügend Zeit dazwischen. Aber was macht man zum Beispiel, wenn einem das Treffen mit Date 1 schon so gut gefällt, dass man eigentlich viel länger bleiben möchte? Kurzfristig bei Date 2 absagen ist irgendwie unhöflich. Spaziert man also trotzdem total halbherzig dahin? Wie ich mich kenne, würde mein Gegenüber mir sicherlich anmerken, dass ich mit meinen Gedanken nur so halb da bin.

Und außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, dass man ein Date so richtig genießen kann, wenn man weiß, dass da später noch welche folgen. Fühlt sich das dann am Ende nicht wie ein Bewerbungsgespräch-Marathon an, während im Kopf die Stoppuhr läuft? Können da wirklich echte, tiefe Gespräche entstehen, bei denen man diesen Menschen kennenlernen kann? Ich kann’s mir nicht vorstellen. Und wenn ich da rückblickend an meine Online-Speed-Dating-Erfahrung (mit 15 Dates hintereinander) denke, löst alleine der Gedanke von drei Dates an einem Tag schon wieder Stress bei mir aus. 😅

Der einzige wirklich positive Nebeneffekt beim „Date Stacking“, der mir so spontan einfällt, ist halt wirklich, dass man einen direkten Vergleich hat und sich vielleicht schneller für eine Person entscheidet, von der man denkt, dass sie nach dem ersten Eindruck gut zu einem passt. Obwohl ja selbst der täuschen kann. Ach, Leute… ich sag’s, wie’s ist: Dating ist eine Herausforderung. Und ich bin gerade sehr froh, dass ich eine Person an meiner Seite habe, dir mir das alles erspart. 😄 An alle Singles: Ausprobieren könnt ihr das Ganze aber natürlich trotzdem. Bleibt nur ehrlich und fair bei der Sache (Charlotte ist der beste Beweis, dass kleine Lügen direkt bestraft werden). Und wer weiß, vielleicht findet ihr ja so vielleicht wirklich ganz effizient euer Match fürs Leben. Und wenn nicht, lernt ihr mit Sicherheit wieder etwas über euch selbst und euer Dating-Verhalten.

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