Très Click
20.04.2017 von Très Click

Eine Mental Health Organisation hält „13 Reasons Why“ für gefährlich

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Über „13 Reasons Why“ („Tote Mädchen lügen nicht“) redet momentan gefühlt die halbe Welt. Kein Wunder: Kaum eine Serie hat in letzter Zeit mit solch ernst zu nehmenden Themen wie Depressionen und Suizid so für Furore gesorgt wie die Netflix Original-Serie.

Darin geht es um ein HighSchool-Mädchen namens Hannah Baker, das sich das Leben nimmt. Nach ihrem Tod lässt Hannah ihren Mitschülern Kassetten zukommen, auf denen sie 13 Gründe aufzählt, die zu ihrem Suizid führten.

Ein Plot, der beim Publikum offensichtlich sehr gut ankommt – das zeigen nicht nur die fast durchweg positiven Bewertungen auf Netflix selbst, sondern auch die Reaktionen im Netz. Über keine andere Serie des Streaming-Diensts wurden so viele Tweets abgesetzt wie über „Tote Mädchen lügen nicht“. Und doch: Es gibt auch Contra-Stimmen, die laut werden.

Die australische Mental Health Organisation „Headspace“ warnt jetzt vor dem „gefährlichen“ und „riskanten“ Inhalt in der Serie.

Achtung, Spoiler! In der letzten Folge der Staffel wird detailliert gezeigt, wie sich Hannah das Leben nimmt. Um das Verstörende an den Szenen deutlich zu machen, waren am Anfang der letzten Episoden, Warnungen zu lesen. Trotz der deutlichen Hinweise hält „Headspace“ die Szenen für unverantwortlich. Wie der Chef, Dr. Steven Leicester, gegenüber The Huffington Post erklärt: „Die Produzenten sind dafür verantwortlich, was sie zeigen und welche Auswirkungen das womöglich auf ihr Publikum haben kann. Besonders auf junge Zuschauer.“

Managerin Kristen Douglas fügte noch hinzu: „Solche Darstellungen von Suizid, könnten zu einer Verbreitung führen. Es ist nicht wie ein Autounfall oder Krebs. Unverantwortliches Zeigen von Suizid kann zu weiteren Todesfällen führen. Wir müssen mehr über Selbstmord bei Jugendlichen reden, aber es gibt einen Weg das zu tun und einen Weg diese (Suizid-)Gedanken zu verstärken (…).“

Brian Yorkey wiederum, der Schöpfer der Serie, verteidigt die Szenen und antwortet auf die Frage, warum diese so detailliert gezeigt wurden, gegenüber Entertainment Weekly: „(…) Wir wollten, dass es schmerzvoll ist, zuzugucken. Weil wir wollten, dass klar wird, dass nichts an Suizid, in irgendeiner Weise lohnenswert ist.“

Falls ihr oder jemand, den ihr kennt, Hilfe benötigt, wendet euch bitte an diese Nummer: 0800 111 0 111.

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