Jetzt äußert sich Michele Morrone zu den „365 DNI“-Kritikern: „Ich verstehe die Kontroverse“

Wenn ein Film in den letzten Wochen und Monaten für das größte Aufsehen seit langem gesorgt hat, dann ist es ganz klar der polnische Erotik-Thriller „365 DNI“ auf Netflix. Noch nie wurde unter unseren Postings SO wild diskutiert, noch nie haben sich die Meinungen so krass in zwei Lager gespalten und naja, dass Twitter vor lauter „365 DNI“-Tweets und halbnackten Michele-Morrone-Fotos keinen kurzweiligen Systemzusammensturz hatte, wundert uns wirklich sehr. 😅

Ja, der Streifen polarisiert. Die einen lieben ihn (natürlich vor allem auch wegen der heißßßeeeen Sexszenen 🔥), die anderen verteufeln ihn zum Himmel. Der Vorwurf: „365 DNI“ würde toxische Verhaltensmuster, Entführungen und das Stockholm-Syndrom romantisieren und verharmlosen. Ganze Petitionen wurden ins Leben gerufen, um den Film zu verbannen, und sogar Duffy (selbst Vergewaltigungsopfer) äußerte sich kürzlich zu dem ganzen Hype und stufte den Film als äußerst „leichtsinnig, unsensibel und gefährlich“ ein. Und klar, die Story ist definitiv mehr als fragwürdig. Kurz zur Erinnerung: Ein Mafiaboss entführt eine junge Frau, um ihr dann ein Jahr Zeit zu geben, sich in ihn zu verlieben… was sie letztlich auch tut. Müssen wir nicht mehr zu sagen, oder? Doch Fakt ist eben auch: Wir sprechen hier immer noch von Fiktion. Ein Punkt, den nun auch Michele Morrone (der durch den Film übrigens so viel Fame eingeheimst hat, dass er auf Insta bald die 10-Millionen-Follower-Marke knackt 😳) im Interview mit E! News ansprach. Denn logisch, der ganze Gegenwind ist natürlich auch an dem 29-jährigen Hottie nicht vorbeigegangen.

Michele Morrone: „Ich möchte nicht, dass die Leute denken, dass dieses Verhalten in Ordnung ist“

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„Ich denke, es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass dieser Film auf einer Fiktion basiert. ‚365 DNI‘ war in Polen ein sehr erfolgreiches Buch, bevor es zu einem Film gemacht wurde. Ich denke, wenn ein Publikum einen Film anschaut, weiß es, dass das, was es dort sieht, nicht immer real ist. Mein Job als Schauspieler ist es, dass es sich real anfühlt…“, so der Schauspieler gegenüber dem Online-Portal.

Jup, das ist sowohl ihm als auch seiner Schauspielkollegin Anna-Maria Sieklucka bestens gelungen. Gerade was die Sexszenen angeht. Die haben verdammt REAL ausgesehen. So real, dass lange sogar gemunkelt wurde, ob sie nicht tatsächlich echt seien… sind sie übrigens laut Micheles eigener Aussage nicht, ganz by the way. 😬  Alles nur gespielt. Alles Fiktion. Wir der Rest auch. Doch die restlichen Topics des Films können bei einigen Leuten eben trotzdem ungute Gefühle auslösen. Wie bei Duffy, um nur ein Beispiel zu nennen.

Doch auch auf diese Vorwürfe reagierte Michele: „Ich verstehe die Kontroverse und bin froh, dass wir darüber sprechen. Ich denke aber, wir müssen vorsichtig sein, um die Entstehung von Kunst nicht einzuschränken. Und ich würde auch nicht sagen, dass wir einem solchen fiktiven Film verbieten dürfen zu existieren, denn was ist dann mit Filmen, die sich mit Krieg, Verbrechen, Mord befassen und mit gefeierten Mafia-Movies?“

„Dieser Film ist nicht dazu da, um die Realität von sexueller Gewalt in der Welt zu minimieren. Ich möchte nicht, dass die Leute denken, dass dieses Verhalten in Ordnung ist. Ist es nicht. Ich finde es gut, dass der Film die Leute dazu bringt, über diese Themen zu sprechen, damit wir in unserer Gesellschaft mehr Bewusstsein für sie schaffen können“, stellte er an dieser Stelle weiter klar. Er hoffe alles in allem jedoch auch, dass die Zuschauer sich bewusst machen, dass das, was sie sehen, eben nur Fiktion ist.

„365 DNI“-Autorin Blanka Lipińska hat bei dem ganzen Thema übrigens eine deutlichere Meinung: „Alle Leute, die den Film analysieren und Theorien über das Stockholm-Syndrom entwickeln, scheinen zu vergessen, dass es in der Popkultur seit Jahren eine ganz ähnliche Geschichte gibt. Denken sie nur an ‚Die Schöne und das Biest‘. Ich kann nur bedauern, dass ich mit nichts Innovativerem um die Ecke gekommen bin. Aber ich bereue nichts, mein Buch und der Film sind für Erwachsene, die für sich selbst denken und das wirkliche Leben von der Fantasie auf den Bildschirmen unterscheiden können.“

Alles klar, wir können wohl abschließend festhalten, dass „365 DNI“ einfach ein Movie ist, der polarisiert und die Geister scheidet. Und das wird sicher auch nach dem zweiten Teil (der laut Morrone wohl nächstes Jahr gedreht wird) so weitergehen…

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