YES: Aldi setzt ein Zeichen und erhebt eine Gebühr auf Gemüsetüten

Embed from Getty Images

Es ist soweit! Der erste große Discounter zieht nach! Während in vielen Supermarkt-Ketten Papiertüten bereits die schnelllebige Plastikvariante abgelöst haben, sieht sich jetzt auch Aldi in der Verantwortung, Plastiktüten langfristig aus dem Verkehr zu ziehen. Und das sogar über die deutschen Grenzen hinaus.

Während der Konzern hierzulande bereits seit 2017 auf umweltfreundlichere Mehrweg-Alternativen setzt, sollen jetzt auch in den UK-Filialen Ersatzlösungen etabliert werden. Und zwar in Form von Papiertüten. Das berichtet Pretty52, mit dem Verweis auf eine Stellungnahme des Discount-Riesen.

Zusätzlich will der Konzern auch deutschlandweit eine Neuerung umsetzen: Für die dünnen Gemüsetüten aus Plastik wird in Zukunft eine symbolische Gebühr von einem Cent erhoben. Weil sich der Verbrauch des Kunden inzwischen zunehmend darauf umgelenkt hat (mehr dazu hier).

Ein kleiner, aber wichtiger Schritt. Denn so überlegt man sich vielleicht doch zweimal, ob die paar Bananen eine eigene Tüte brauchen – oder ob nicht doch auch die natürliche Verpackung (aka BananenSCHALE) für den Transport ausreicht. Und neben unserer eigenen Nase, an die wir uns natürlich zuerst fassen sollten, ist es eben auch die Verantwortung der Unternehmen, umweltfreundlichere Optionen anzubieten und Umweltschutz höher zu priorisieren. Klar, auch Einweg-Papiertüten und Cent-Beträge können dabei natürlich nicht dauerhaft die (einzige) Lösung sein. Vor allem im Hinblick auf den hohen Ressourcen-Verbrauch von Holz, der durch die Produktion entsteht. Begrüßenswert sind beide Neuerungen aber allemal.

Jeder Schritt zählt, ob groß oder klein

Immerhin wird der Kunde so bei jedem Einkauf daran erinnert, auch selbst aktiv zu werden. Um Plastik- und andere Einwegverpackungen in Zukunft vielleicht wirklich überflüssig werden zu lassen. Wie wäre es als erste Alternative zum Beispiel mit dem guten alten Jutebeutel, den wir einfach immer parat haben können? 😉 Und gleichzeitig, auf Seiten der Unternehmen, ein Schulung der Angestellten, damit eben nicht jede zweite Tüte in eine eigene Packung gesteckt wird? Denn ja, auch sowas passiert immer noch viel zu oft, selbst in Bio-Supermärkten.

Die Schrittchen mögen also witzig erscheinen, schaffen aber vor allem eines: Bewusstsein. Und wenn wir jetzt alle noch ein wenig aktiver werden, nerven und ansprechen, dann sind wir doch hoffentlich auf einem guten Weg. 🙏

Sei selbst der Wandel, den du in der Welt sehen möchtest

Das wird dich auch interessieren

tres-click-lidl-schwarzwald-gin
31. Juli 2017

Alle reden über den 10-Euro-Gin von Aldi, aber der von Lidl wurde auch ausgezeichnet

tres-click-aldi-tv-spot-02
9. September 2016

Deshalb sprechen ALLE über den ersten TV-Spot von Aldi

verbot-von-mikroplastik
23. Mai 2019

Wie mithilfe dieses Fotoprojekts Mikroplastik in Kosmetik verboten werden soll

myecochallenge2
5. März 2019

DAS ist mein Plastikmüll von zwei Wochen – und Leute: „Es ist zu viel!“

unterwaesche-aus-plastikflaschen
20. Dezember 2018
by Très Click

Bitte einmal Applaus: ASOS bringt eine Lingerie-Kollektion aus recycelten Plastikflaschen raus

strohhalm-alternativen-nachhaltig
19. September 2018

Plastik-Strohhalme?! Nein danke! Wir setzen lieber auf 3 wunderbar nachhaltige Alternativen

Nichts mehr verpassen mit dem Très Click Logo Newsletter.
Die heißesten Mode- und Beauty-Trends, die aktuellsten Promi-Storys und alles, was du deiner BFF erzählen willst, direkt in DEIN Postfach! Melde dich hier an!
X