Wer das Hintertürchen nehmen will, sollte DAS auf jeden Fall vorm Analsex beachten

Dass der Hang zum Verruchten und „Verbotenen“ dem klassischen – nennen wir es mal – Blümchensex so langsam den Rang abzupflücken scheint, dürfte spätestens seit der SM-Reihe „Fifty Shades of Grey“ niemanden mehr groß überraschen. Ja, nie waren die Leute neugieriger, experimentierfreudiger und haben ihre Sexualität kreativer ausgelebt als heute. Oder vielleicht wird auch einfach nur mehr darüber gesprochen. Wer weiß das schon…

Und doch gibt es da ein Türchen, um das die meisten scheinbar direkt wieder einen großen Bogen machen. Das irgendwie immer noch in die Ecke der schmutzigen Tabus gedrängt wird. Und das vielen Menschen schon beim bloßen Gedanken daran die Schamesröte ins Gesicht schießen lässt. Die Rede ist vom Analsex. Ja, ANALSEX. An alle, die gerade beim Lesen dieses Artikels trotzdem noch entspannt in der Bahn sitzen und ihrem Sitznachbarn, der schon ganz auffällig unauffällig rüberschielt, noch ganz direkt das Handy rüberstrecken: So. soll. es. sein.

Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert und wer Bock auf Analsex hat, der soll halt Analsex haben. SO! Tja, aber selbst wenn es so ist, ist da ja immer noch die Frage: Wie stellt man die ganze Sache dann am besten an? Loch ist eben doch nicht gleich Loch. Und sind wir auch mal ehrlich: Horror-Storys über Analsex hat wahrscheinlich jeder von uns schon irgendwie mal gehört. 😅

Aber keine Panik, ehe ihr das Hintertürchen jetzt direkt wieder für alle Ewigkeiten zuschlagt (was auch völlig okay wäre, just saying ☝️), kommt hier jetzt für euch die Step-by-step-Anleitung für hoffentlich total genussvolle, saubere (ganz wichtig😁) und natürlich komplett sichere Popoliebe. Jup, dafür sind wir doch da…

1. Reden nicht vergessen

Fangen wir mal ganz leicht an: Ihr WOLLT Analsex haben (mit Zwang und Krampf geht hier nämlich schon mal gar nichts), dann müsst ihr auch darüber reden. Ja, gilt für beide Parteien. Und nichts ist schlimmer, als ein Penis, der einfach so die falsche Abbiegung nimmt und im falschen Loch parkt! Nein, das geht gar nicht und will auch niemand haben. 

Heißt: Die Dinge müssen vorher klipp und klar geklärt werden. Sagt auch Amy Boyajian, CEO von Wild Flower Sex, im Interview mit Hello Giggles. Klopft also die Do’s und Dont’s ab. Genauso wie eure Vorlieben. Soll Spielzeug dabei sein oder nicht? Wenn ja, go for it. Wenn nein, auch gut. Doch redet darüber.       

2. (Solo-)Übung macht den Meister

Ja, allein die Vorstellung könnte den ein oder anderen an dieser Stelle vielleicht schon abschrecken. Am eigenen Po rumspielen?! WIE soll das denn aussehen? 🍑👈🏻⁉️😂 ABER, es ist eben genau DAS, was einen zu gutem Analsex verhelfen könnte. Genau wie zu „normalem“ Sex eigentlich auch. Wer sich und seinen Körper kennt, weiß nun mal eher, was er will und worauf er steht.

Wenn du dich nicht wohl dabei fühlst, dir einen Finger in deinen Hintern zu stecken oder ihn mit einem Spielzeug zu erkunden, bist du auch nicht bereit, in den Hintern einer anderen Person einzudringen und umgekehrt genauso wenig“, behauptet Sexualwissenschaftlerin Jessica O’Reilly gegenüber Hello Giggles. Yes, Boys, gilt auch für euch! Gleiches Recht für alle… wenn ihr also Analsex wollt, solltet ihr vorher auch mal selbst nachvollziehen können, wie es sich anfühlt, wenn jemand durch die Hintertür kommt (man beachte das grandiose Wortspiel 😆).

Und Fakt ist: Die Solo-Übungen steigern definitiv das eigene Selbstvertrauen. Man lernt seinen Apfelpo von einer völlig neuen Seite kennen (oh ja, definitiv) und kann das auch mit in den Analsex nehmen.

So, und für diejenigen, die mit dem Solo-Vergnügen nun schon loslegen wollen, kommt hier auch direkt eine kurze Anleitung von O’Reilly: „Du musst einfach üben, den äußeren Schließmuskel um deinen Finger zu pressen [den steuerst nämlich du; der innere Schließmuskel hingegen wird vom autonomen Nervensystem gesteuert] und ihn dann wieder loslassen (eben so, als würdest du etwas aus deinem Hintern drücken).“ Ok, alles klar…

3. Sauber machen nicht vergessen

Und apropos „etwas aus deinem Hintern drücken“. Jaaa, Leute, wir lassen hier nichts aus. Egal, aus welchem Loch es kommt… Und solltet ihr Angst vor irgendwelchen Kreuzungen haben, die definitiv nicht sein sollten, lasst euch eins gesagt sein (just FYI): Die 💩 wird weit entfernt im oberen Darm „gespeichert“, da kommt kein Penis hin… es sei denn natürlich, ihr habt kleine Überbleibsel hinterlassen.

Und wir gehen eigentlich davon aus, dass wir das gar nicht erst sagen müssen, doch trotzdem nochmal in aller Klarheit: Sorgt einfach dafür, dass da hinten alles frisch ist. Bremsspuren im Schlüpper gehen GAR NICHT. 😄 Und auch beim Analsex will niemand in dreckige Gefilde abtauchen. Mal abgesehen davon, dass man sich SO auch ganz sicher nicht sexy fühlt.

Kleiner Tipp: Duschen soll bekanntlich helfen. Und schaut auch einfach, dass ihr vielleicht nicht direkt vor’m Analsex noch das große Geschäft erledigen müsst. Ach, und wer wirklich ganz sicher gehen will, kann natürlich auch direkt zum Einlauf greifen… obwohl uns DAS doch etwas viel Aufwand erscheint für, naja, ein bisschen Popo-Sex. 😅 Obwohl ungewollte Sauereien dann natürlich definitiv ausgeschlossen wären…

Aber gut, genug über Scheiße geredet…

4. Es muss flutschen

An dieser Stelle braucht es eigentlich gar nicht vieler Worte. Habt immer nur folgende Checkliste vor dem Analsex im Kopf:

  1. Kauft Gleitgel
  2. Kauft noch mehr Gleitgel
  3. Denkt immer an Punkt 1 und 2

Ist selbsterklärend, oder? Und wie fasst es unsere erste Spezialistin Boyajian so schön zusammen: Im Gegensatz zur Vagina ist der Anus nicht selbstschmierend.“ Ergo: Es muss nachgeholfen werden!

5. Erst Orgasmus, dann Analsex

Ha, als wäre das immer so leicht! 🙄 Doch ein kleiner Höhepunkt, bevor neue Türen geöffnet werden, soll tatsächlich nützlich sein. „Lass dich mit den Techniken scharf machen, mit denen es sonst auch immer klappt. Und besser noch… hab zuerst einen Orgasmus. Dein Körper reagiert am besten auf Vergnügen und ist auf Erregung vorbereitet, wenn deine Endorphin- und Oxytocinwerte nach dem Orgasmus erhöht sind“, so O’Reilly.

6. Vorspiel ist alles

Das gilt auch für Analsex. Und es gibt tatsächlich ein paar Punkte, die ihr vorab zur Einstimmung machen könnt.

1. Rimming

Wer trèsCLICK regelmäßig verfolgt, weiß natürlich genau, was sich hinter dem neuen Blowjob 2.0 verbirgt. Für alle anderen in der Kurzversion: Es geht schlicht und einfach ums Arschlecken. 🍑👅 Die perfekte Vorstufe für Analsex also. Die Schließmuskeln entspannen sich (so zumindest der Plan 😅), man wird lockerer… eben sowas.

Es ist erstaunlich, was eine kleine Zungenaktion bewirken kann“, sagt auch Dr. Goldstein im Interview mit Hello Giggles. Und wie „richtig“ geleckt wird, lest ihr hier

2. Mit Spielzeug oder dem Finger üben

Ja, wer Lust auf Analsex hat, muss wohl oder übel einsehen, dass es vielleicht nicht von heute auf morgen funktioniert und toll sein wird. Immerhin ist das Loch dahinten genau genommen nicht dafür gemacht, etwas REINzulassen. Ergo: langsames Rantasten ist erwünscht! Und dabei könnt ihr eurer Fantasie eigentlich freien Lauf lassen. Ob nun mit Finger oder Sextoy (die Auswahl ist riesig) – it’s your choice!

Aber dabei immer beachten: Nichts überstürzen und nur das machen, was euch auch wirklich gefällt. Fangt klein und langsam an (jaaa, Dr. Goldstein rät sogar dazu, die Größe des Sextoys langsam zu steigern) und ganz wichtig: Niemals Punkt 4 vergessen! ☝️

Und wenn eben gerade kein Spielzeug in Sicht ist, geht natürlich auch die gute alte Finger-Methode. Das könnt ihr alleine machen (Stichwort: den Körper selbst erkunden) oder eben auch der Partner.

7. Schutz nicht vergessen

☝️☝️☝️ Und das gilt für jede Art von Sex!

8. Niemals von einem Loch ins andere wandern

Wir sagen nur BAKTERIEN! 😳 Bakterien im Rektum, die ihr nicht in eurer Vagina haben wollt. Und die natürlich übertragen werden können, wenn der Kerl (oder Dildo) direkt das Loch wechselt. Also: Nicht machen! (Boys, das geht vor allem auch an euch.) Denn ’ne Harnwegsinfektion will ja wohl niemand haben. 

Die Lösung (und ja, es kann manchmal auch wirklich easy sein): Einfach das Kondom wechseln. Und schon kann’s weitergehen.

9. Und die Goldene Regel zum Schluss

„Analsex sollte angenehm sein. Es sollte niemals weh tun“, so O’Reilly. Und wenn es das tut, sofort aufhören! Tja, und DANN steht dem Vergnügen eigentlich auch schon nichts mehr im Wege! 😏 

In diesem Sinne: Große Popoliebe für alle!! 🍑❤️

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