Jetzt mal Tacheles: Kann man sich in Trash-TV-Shows wie „Der Bachelor“ wirklich verlieben?

Na, ihr Lieben… wisst ihr denn auch, was morgen Abend ist? Natürlich wisst ihr das! 😁 Um 20:15 Uhr startet endlich die neue „Bachelor“-Staffel 2020 auf RTL! 🌹😍 YES, unser Leben hat wieder einen Sinn. Zwei sinnlose Wochen ohne Trash-TV sind überstanden, das dramatische Finale von „Bachelor in Paradise“ ist überwunden und wir haben wieder reichlich Platz und Geduld für Nachschub geschaufelt.

Wie gut also, dass sich der diesjährige Rosenkavalier Sebastian Preuss ab dieser Woche finally auf die Reise seines Lebens begibt, um unter den 22 liebeshungrigen Kandidatinnen seine Mrs. Right zu finden. Denn darum geht’s schließlich: die einzig wahre Liebe, das große Ganze eben. ❤️ Höhö… 😆Sorry, haben uns kurz verschluckt.

Denn jetzt mal Butter bei die Fische: Dieser ganze Seifenoper-Kram ist am Ende ja wohl mehr Schein als Sein. 22 Ladys buhlen in nicht mal drei Monaten um das Herz eines Mannes… vor ganz Fernsehdeutschland und mit Kameras an jeder Ecke… quetschen sich fein zurechtgemacht aus Limousinen, mit dem einzigen Hintergedanken, am Ende mit dem Bachelor in den Sonnenuntergang zu reiten, zehn Kinder zu kriegen und „Sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende…“ zu spielen…

Ne, is‘ klar! 😄 Sorry, unser dezenter Pessimismus an dieser Stelle, aber die Vergangenheit hat nun mal ziemlich deutlich gezeigt, dass es bei Trash-TV-Shows à la „Bachelor“ und Co. dann doch viel mehr um wachsende Follower-Zahlen auf Insta und neue Fitvia-Kooperationen geht, als um die große Liebe. Und dass die meisten Bätschi-Liaisons schon Geschichte sind, ehe sie überhaupt richtig angefangen haben.

Side note: Andrej und Jenny? (Bachelor-Paar 2019 und das letzte existierende…): Ihr seid unsere letzte Hoffnung! 😅 (Die „Bachelor in Paradise“-Couples jetzt mal ausgeschlossen… das ist noch zu frisch) Ihr seid unsere letzte Hoffnung darauf, dass Datingshow-Liebe existieren und vor allem auch halten kann.

Sollten wir unseren Zynismus also vielleicht alle mal wieder runterschlucken?

Kann man sich beim Bachelor wirklich ernsthaft verlieben? Zeit für eine Expertise

Und der nahmen sich passenderweise kürzlich auch schon die Kollegen von Bustle an. In Amerika stehen Dating-Shows wie „Der Bachelor“ und Co. schließlich auch Hoch im Kurs und enden im besten Fall sogar mit einer Verlobung. 💍 Also: Ist es wahre Liebe… (Uhuhuhuhhh) … die nie mehr vergeht? (Uhuhhh) 😆😆😆

Ähhhhm, jein! Laut Dr. Jenn Mann, Therapeutin und Autorin von The Relationship Fix, ist es viel mehr ein Verliebtsein in die „Verliebtheit“. Keine Sorge, das klingt jetzt verrückter als es eigentlich ist. In der Übersetzung heißt es nämlich so viel wie: Ja, Kuppelshow-Kandidaten und -Kandidatinnen können in diesen paar Wochen tatsächlich starke Gefühle füreinander entwickeln, jedoch haben diese in den meisten Fällen wenig Bestand. Und das hat unterschiedliche Gründe:

1. Eine „gesunde Liebe“ braucht Zeit

Und die haben die Bätschis nicht. Ein paar Wochen reichen vielleicht aus, um sich zu verknallen, aber nicht, um daraus eine echte Basis zu schaffenNach Ansicht von Mann dauert es sogar über ein Jahr, um die sogenannte „Honeymoon-Phase“ zu beenden und herauszufinden, ob man als Paar langfristig funktioniert. Und zu diesem Punkt kommen die meisten Teilnehmer/innen ja nicht mal. Warum, wird in Punkt 3 deutlicher.

2. Das Knappheitsprinzip

Jaaa, jetzt wird’s ganz interessant. Also aufgepasst: „Wenn diese Männer und Frauen von der ganzen Welt abgeschottet werden, können sie nichts machen, als dazusitzen und von dieser einen Person besessen zu werden“, so die Expertin weiter. Klingt heavy, ist aber eigentlich ziemlich logisch. Der Grund dafür ist das aus der Psychologie bekannte Knappheitsprinzip, nach dem man Dinge (oder eben auch Menschen), die nur begrenzt verfügbar sind, mehr will als sonst. Jaaa, wir sprechen hier quasi von der letzten fleischlichen Cola in der Wüste (aktuell also Bachelor Sebastian Preuss), um die/den direkt 22 Menschen buhlen. 😄

Mann: Wenn du jemanden hast, der hungrig ist, und du ihm ein Buffet mit wunderbarem Essen in der perfekten Beleuchtung hinstellst, ist das sehr anregend.“ So anregend, dass du glaubst, nichts anderes mehr zu wollen. Und hinzu kommt auch noch:

3. Die Kuppelshow-Bubble

Ja, dieser Punkt ist sicherlich besonders wichtig. Denn denkt doch nur mal darüber nach: All diese Menschen sind wochenlang von der Außenwelt isoliert: kein Handy, keine Ablenkung, nur der Bachelor und die Kuppel-Konkurrenz stehen plötzlich im Fokus deines Daseins. Und dann erlebt man auch noch all diese unfassbar aufregenden und magischen Momente, springt gemeinsam aus Flugzeugen, entdeckt Orte, die einen nur in Grund und Boden flashen können, und hat alles in allem Dates, die man im „Real Life“ so wahrscheinlich nie gehabt hätte.

Das verbindet, schweißt zusammen und kitzelt Gefühle heraus, die man sonst vielleicht nicht entwickelt hätte. Und genau das ist auch der Grund, warum viele Beziehungen nach der Show wahrscheinlich zerbrechen.

Plötzlich zerplatzt diese Blase aus Spaß, Abenteuer und dem Ungewissen. Dann ist da auf einmal nur noch Alltag. Ohne Villa, Beach-Life und schicke Abendkleider. Dr. Goali Saedi Bocci, Psychologin und langjährige Bachelor-Verfechterin (😜), sagte gegenüber Bustle dazu Folgendes:Am Ende des Tages sind alle nur gewöhnliche Menschen. Sie sind keine Milliardäre und nicht in der Lage, dieses extravagante Leben weiterzuführen. Daher verlieben sich viele Menschen einfach nur in die Idee dieses Lebensstils, die in der Realität aber direkt wieder verschluckt wird.“

Tja, so ist das nun mal… und selbst wenn diese Gefühle in der Show wirklich mal da waren, passiert ihnen doch dasselbe wie uns im echten Leben während einer Kennlernphase auch: Sie romantisieren ihr Liebesopfer und verlieben sich in das Bild, das man sich im Kopf selbst zusammenschustert. Bei diesen Shows passiert das nur noch schneller. Die Flitterwochenphase ist noch intensiver“, so Mann. Blöd nur, dass vieles von dem, was dort geschieht, dann ja doch irgendwie geskriptet ist. Immerhin denkt sich die Produktion aus, auf welche Dates der Bachelor geht und nicht der Bachelor selbst. Es wird also schwieriger, den Menschen und seine Vorlieben im echten Leben richtig zu durchschauen. 

Soooo, ihr merkt schon, die Experten sind irgendwie nicht ganz so optimistisch, was die Bätschi-Liebe angeht. Surprise. 😄 Aber wir wollen an dieser Stelle trotzdem noch sagen, dass es natürlich dennoch möglich sein kann. Amors Pfeil kann in den überraschendsten Momenten einschlagen… also auch in Kuppelshows. Trash-Liebe kann echt sein… und auch im wirklichen Leben Bestand haben.

Passiert das allerdings wirklich, ist es mehr Zufall als Regel. Darüber sind sich auch Mann und Bocci einig. Und wie hat Bustle es am Ende so schön formuliert? Wirf genug Zündholz in eine Benzingrube, zünde ein Streichholz an und irgendetwas wird bestimmt funken.“ 💥

In diesem Sinne, lieber Sebastian: Wir wünschen dir dann mal viel Glück bei Suche nach Mrs. Right! 🌹🌹🌹😜

Credits: TVNOW, Instagram/ bachelor.rtl

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