Bananenbrot und Bootcamps – unser Recap zur 3. und wohl langweiligsten Folge „Bachelorette“ ever

Hach Kinder, was soll ich sagen, insgesamt dreimal haben meine Kollegin und ich versucht, uns die 3. Folge „Bachelorette“ vorab reinzuziehen, insgesamt dreimal sind beide von uns mittendrin eingeschlafen. Was sagt uns das?

Antwortmöglichkeit a) – als Redakteurin leidet man unter permanentem Schlafmangel

Antwortmöglichkeit b) – die Bachelorette 2020 ist gähnend langweilig

Überraschung: Beides ist richtig! Beim 4. Anlauf hab ich’s dann aber doch geschafft, ich kann die Lästergemeinde ja schließlich nicht hängen lassen. Hab mich durchgekämpft wie Leander durch das Backen seines Bananenbrots (von wegen ohne Rezept, wen wollt ihr hier verarschen, RTL?) und die Jungs durch ihr Bootcamp. In diesem Sinne: Herzlich willkommen zum Recap von Folge 3! 🥱

Los geht der Fremdscham beim 1. Gruppendate

„Ich möchte diese Woche nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern möchte mehr von den Männern kennenlernen“verkündet Melissa Damilia im Einspieler, während sie in Zeitlupe einen Esel tätschelt. Diese Symbolik, herrlich! Zum ersten Gruppendate eingeladen werden Leander, Saverio, Ioannis und Angelo. Hier wurde ganz klar sortiert nach Originalität der Vornamen. Auf der Agenda: ein kulinarisches Verwöhn-Programm, aka Melissa sitzt am gedeckten Tisch, während die Jungs ihr einer nach dem anderen einen Gang kochen, servieren und beim Essen dann die Möglichkeit haben mit ihr zu sprechen. Klassische Geschlechterrollen mal auf den Kopf gestellt, so lob ich mir das.

Das Bild ist genau so scharf wie die Auswahl der Männer

Grieche Ioannis hat mit seiner Vorspeise – griechischer Salat – den Heimvorteil. So viel Selbstbewusstsein wie er gegenüber seinen „Kochkünsten“ hätt ich auch gerne mal in irgendeinem Bereich meines Lebens. Klasse, Junge, du hast Tomaten, Gurken und Feta in grobe Stücke geschnitten, wa-wa-woom. Ich glaub ja eh, der ist ein falscher Fünfziger. Wir werden sehen. Angelo serviert Antipasti. Der Dialog am Tisch verläuft wie folgt: Was haschn du da auf die Feigen getan?“ – „Senf.“ – „Schmeckt des?“ – „Ja.“ – „Woher weisch du des?“ Melissa, pack das Schwäbisch ein! Ist doch auch scheiß egal, woher er das weiß, denn es schmeckt NICHT. Also Angelo, pack du deine Senffeigen ein! Feigensenf is a thing, ja, das heißt aber nicht, dass du zwischen zwei Feigenhälfte zweifingerbreit Senf schmieren sollst. Als dann Saverio Spaghetti serviert und Melissa diese kleinschneidet, kriegt garantiert jeder Italiener zuhause vor der Mattscheibe einen Herzinfarkt. Zu guter Letzt wird mit Leanders angeblich ersten und improvisierten Bananenbrot das Dessert aufgetischt. Ich hab’s ja oben schon gesagt, das hat der never ever selbst ausgeklügelt. Der König des Bananenbrots bleibt sowieso unangefochten Jonas Vonier aus der Staffel von Gerda Lewis.

Ich nehm das mit den Geschlechterrollen wieder zurück

An Klischees kaum zu übertreffen versammelt sich der Rest vom Fest bis auf ein paar Ausnahmen bei Gruppendate 2 zu einem Bootcamp. Die Bätschi in Shorts, cropped College Shirt, Tennissocken und Sneaker, ausgestattet mit einem Megafon, begrüßt die Männer, die allesamt aussehen wie ein schlechter Neuzeit-Abklatsch von „Vikings“. Kriegsbemalung im Gesicht darf natürlich auch nicht fehlen. Eins gegen eins müssen die Muskelpakete einen Parkour bestreiten und dabei XXL-Reifen hieven, über Hindernisse springen und sich durch Matsch wühlen. Ich fühle mich zurückversetzt in meine Zeit als junger Teenager, als ich nach Mitternacht heimlich den kleinen TV in meinem Zimmer angeschaltet und „Sexy Sportclips“ auf DSF geschaut habe. Aber gut, es ist als Frau natürlich schon wichtig zu wissen, wie gut ein Mann sich auf dem Boden entlang robben kann, schließlich kann man ihn dann später im Haushalt gleich noch als Wischmopp einsetzen.

Und dann – dödöm – der obligatorische Krankenwageneinsatz, wie auch schon in der Folge zuvor. Daniel M. (siehe Bild oben) stürzt! Trotzdem macht er weiter, so wie das von einem Mann eben erwartet wird, ein Indianer weint nicht, los, weiter da! Aber sein Fuß ist gebrochen, er hat sichtlich Schmerzen. Mein Herz weint, doch nicht ausgerechnet Daniel M.!! Also, das ist jetzt ausnahmsweise keine Ironie… wirklich, wirklich nicht! Den mag ich nämlich irgendwie. Vielleicht nur deshalb, weil er groß ist (wie meine Kollegin sagt: „Ab 2 Meter ist das Gesicht egal“), aber ich mag den echt. Wenn er auch ganz dringend mal ein wenig Bart lassen müsste.

Was wäre ein Einzeldate ohne Whirlpool?

… Richtüüüg, in RTL-Kreisen nix! Daher wird Moritz, der mit den Ohrringen, der sich selbst auch gern als „mittelcrazy“ bezeichnet, zum Wellness-Einzeldate eingeladen. Melissa empfängt ihn im Bademantel und ich stelle fest, dass die 1,56 Meter kleine Stuttgarterin darin versinkt wie ich in meiner Herbstdepression. Das Date besteht in seinem weiteren Verlauf schließlich zu 50% aus Sekt Saufen und zu 50% aus – ratet mal – ha ha ha he he he hi hi hi von Melissa. Heute Morgen hab ich mich noch gefragt, warum ich die letzten Tage solche Albträume hatte, jetzt wird mir klar: Diese Lache verfolgt mich einfach im Schlaf. Eine ihrer Followerinnen auf Instagram geht’s wohl genauso:

Meanwhile geht es in der Männervilla an diesem Abend sehr spirituell zu. Ja, ich hab mir hier 1:1 die Line des Sprechers geklaut, lasst mich. Palo-SantoS-Daniel B. lädt die Truppe zu einer kleinen Meditationsrunde ein, und dieser Anblick ist einfach nur HERRLICH. Zahlreiche Männer, zuvor noch nie was gehört von Spiritualität, die im Kreis auf dem Rücken liegen und sich auf die Suche nach ihrem Selbst begeben. Was sie da wohl finden werden? Ich weiß es: viel Scham darüber, bei so einer Show mitzumachen. Und grade dann, als ich denke, ach, ist doch eigentlich ganz süß, dass sie offen sind für so ein Experiment, fängt Daniel B. an auf eine Bongo zu trommeln und schreit dabei in se wörst Tschörmän Inglisch: „Let it go! No more talking! No more bullshit! Just breathing! Just feeling! Ich will jetzt nochmal maximalen Einsatz sehen! BREATHE IN!“ Ok, das reicht, DANIEL B., SCHREI DOCH BITTE NICHT SO!

Und dann finally die Nacht der Rosen

„Finally“ deshalb, damit wir hier endlich mal zum Ende kommen und mein Gähnen ein Ende hat. Die Nacht der Rosen war (ebenso wie der Rest der Folge) so langweilig, dass das RTL-Pressezentrum hierzu noch nichtmal Bildmaterial zur Verfügung stellt.

Es ist halt auch irgendwie nichts Nennenswertes passiert. Ah doch, das horrende Gespräch zwischen Melissa und Halb-Haarknödel-Halb-Mensch-Alex-Gérard. So ’ne unangenehme Scheiße hab ich mir selten angeschaut. „Hast du Geschwister?“fragt er sie mit gestellt rauer, tiefer Stimme – „Ja, zwei Schwestern.“ – „Vermissen die dich jetzt?“ – „Kann ich dir nicht sagen, ich hab ja grade keinen Kontakt zu denen. Bin genau so ohne Handy wie ihr.“ – Du hast schöne Augen.“ – „Hörst du mir eigentlich zu, wenn ich spreche?“. Help, CRINGE. Alex Gérard, die geheimnisvolle, dunkle Christian Grey Nummer üben wir nochmal. Oder auch nicht, weil du völlig zurecht ohne Rose nach Hause gehst.

Genau so wie Mamacita-Manuel, Fliegerbrillen-Maurice und Spaghetti-Saverio. Die nehmen’s aber allesamt mit Fassung, das rechne ich ihnen an. Echt! Hab ja auch genug gepöbelt jetzt. Zumindest bis zur nächsten Folge.

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