Die Biene wurde offiziell zum wichtigsten Lebewesen des Planeten erklärt

Wenn über Bienen gesprochen wird, schießt den meisten vermutlich zunächst „Honig“ in den Kopf. Oder auch, von ihnen gestochen zu werden. Einfache Zusammenhänge, die bisher in ihrer Schublade ganz hervorragend funktioniert haben (Achtung: Ironie). Ganz so einfach ist das mit den pelzigen Insekten nämlich längst nicht.

Denn sie sind nicht nur maßgeblich an der Erhaltung unserer Natur beteiligt – sondern auch an unserer Existenz. Immer mehr Menschen entwickeln auch dafür ein Bewusstsein. Dennoch sorgen wir mit Pestiziden, gerodeten Wäldern, weniger Grünflächen und Monokulturen dafür, dass in den letzten Jahren bereits 90 % der Bienenbestände schlichtweg verschwunden sind.

Eine ernstzunehmende Entwicklung. Weshalb die Biene in einer Sitzung der Gelehrtengesellschaft „Royal Geographical Society“ jetzt offiziell zum wichtigsten Lebewesen auf dem Planeten erklärt wurde, wie „The Science Times“ bestätigt. Ein Ranking, das durch die internationale Umweltorganisation „Earthwatch Institute“ initiiert wurde – und die Bedeutung der Tiere präsent werden lassen soll.

Bienen sind nämlich nicht nur wichtig – sondern zunehmend auch gefährdet. Wildtierschützer und Wissenschaftler sind sich einig: Einige Arten der Bestäuber haben sich bereits in die lange Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten eingereiht.

Vielleicht ist gerade deshalb ein Label auch so notwendig. „Wichtigstes Lebewesen der Welt“. Klar klingt das dramatisch, es sorgt aber hoffentlich endlich dafür, unseren Umgang mit Tieren und der Natur stückweise zu überdenken. Denn die Einschätzung kommt nicht von ungefähr…

Ein kleines Wesen mit großer Wirkung

70 % der weltweiten Landwirtschaft ist auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Das geht aus einem ausführlichen Bericht von Greenpeace hervor. Ohne sie können sich Pflanzen und Blüten nur schwer vermehren. Und ohne neue Pflanzen und Blüten gibt es auch kein Gemüse, kein Obst, keine Nüsse oder Samen – und damit auch weniger Nahrung für uns… und all die Nutztiere. Lebensmittelknappheit wäre damit wohl nur eine der zahlreichen, gravierenden Folgen die mit dem Aussterben einhergehen würden.

Die Bedeutung der Bienen auf die Ökosysteme lässt sich weder ignorieren – noch kleinreden. Ohne den wechselwirkenden Kreislauf der Bestäubung würden Fortpflanzung und Wachstum all dieser natürlichen Güter zum Erliegen kommen. Ein schnelles Handeln ist also Grundvorraussetzung – und nicht verhandelbar. Dafür muss anerkannt werden, wie essenziell die Tiere als Fundament unserer Natur tatsächlich sind. Und genau aus diesem Grund tragen sie jetzt auch den Stempel als „wichtigstes Lebewesen“.

Wir brauchen Veränderung – und zwar schnell

Für den bestmöglichen Schutz müssen vor allem Änderungen in unserem Konsumverhalten her. Schneller, größer, öfter… ist eben nicht automatisch besser. Stattdessen müssen wir zurückkehren zu mehr Wertschätzung und Bewusstsein. Umweltschutzorganisationen fordern als ersten Schritt den kompletten Verzicht auf giftige Pestizide in der Landwirtschaft. Um wieder natürlicher zu werden, regionaler und saisongebunden. Zudem müssen Lebensräume von Bienen effektiver erhalten – und strenger kontrolliert werden. Heißt: Weniger gerodete Wälder, weniger neu angelegte Straßen, mehr Grünflächen und Naturschutzgebiete.

Denn wir tun das letztlich vor allem für uns selbst. Wir haben die Bienen-Populationen durch unser Handeln bereits an den Rande des Aussterbens gebracht. Jetzt geht es vor allem um Schadensbegrenzung. Und um Fehlerbehebung. Das ist eigentlich schon wieder ein ziemlich egoistischer Gedanke – schließlich retten wir die Biene nicht um ihrer selbst Willen. Aber eben auch ein ziemlich wirkungsvoller. Denken wir also an uns selbst, müssen wir in Zukunft automatisch auch an die Bienen denken. Eigentlich. Jetzt müssen wir es nur noch auch wirklich TUN.

Und so einfach lässt sich die Problematik erklären:

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