Très Click
01.08.2022 / Update: 08.08.2022 von Très Click

Der Trailer zum Marilyn-Monroe-Biopic „Blonde“ ist gerade raus & schon hagelt es Negativ-Kommentare!

Lange Zeit wurde gemunkelt, ob Netflix das skandalöse Biopic „Blonde“ über Legende Marilyn Monroe absichtlich so lange zurückhalten würde. Denn obwohl der Streifen mit Ana de Armas in der Rolle der Ikone schon 2019 abgedreht wurde, hörte man lange Zeit gar nichts mehr davon. Da kursierte schnell das Gemunkel, ob der Skandal-Film von Regisseur Andrew Dominik schlichtweg zu krass für den Streaming-Giganten wäre. Denn tatsächlich ist „Blonde“ der erste „Adults only“-Film von Netflix. Eine entschärfte Version erhielt bereits ein NC-17-Rating (entspricht bei uns FSK 18). Solche Filme hat(te) der Streaming-Riese zwar immer mal wieder im Repertoire, allerdings wurden die von anderen Studios produziert. Lag das lange Warten also daran? Oder hatte Netflix vielleicht auch einfach nur Schiss vor den Reaktionen? Denn wenn man sich anschaut, was da aktuell alleine nach dem ersten offiziellen Trailer so im Netz abgeht, kann man sich ausmalen, was dort erst ab dem 28. September 2022 (Start auf Netflix) los sein wird.

Anas Akzent? Für einige Fans schwierig!

Denn viele Stimmen im Netz machen schon jetzt deutlich, was sie von dem Biopic halten, nämlich gar nichts. Und das fängt für viele schon damit an, dass Marilyn Monroe – die wahrscheinlich berühmteste Blondine aller Zeiten – hier von einer brünetten Kubanerin mit Akzent verkörpert wird. Jep, darüber wird sich hier im Netz schon ordentlich aufgeregt. „Warum hat Ana de Armas immer noch ihren Akzent“, twitterte eine Userin direkt. Und von solchen Kommentaren findet man massig viele auf Twitter und Co.!

Wobei viele Fans der Schauspielerin, die übrigens ganze neun Monate vor den Dreharbeiten bereits mit Coaching und Übungen an ihrem Akzent arbeitete, auch schon unterstützend zur Seite springen. „Ich bin froh, dass wir ihren Akzent hören können. Das Publikum muss sich daran erinnern, dass dies, so unterhaltsam es auch sein mag, eine stilisierte, FIKTIONALISIERTE Nacherzählung ihres Lebens ist. Das ist weder Marilyn Monroe noch ihr Leben. Es ist fiktive Unterhaltung“, heißt es in einem weiteren Tweet.

Doch sie bekommt schon Support – unter anderem von Brad Pitt!

Zu dem (Streit-)Punkt der Fiktion kommen wir gleich noch mal ausführlich. Denn nicht nur einige User:innen sprechen sich aktuell schon für die Wahl von Ana als Marilyn aus, sondern Support kommt auch von ganz oberer Stelle, nämlich der offiziellen Nachlassverwaltung von Marilyn Monroe, dem Marilyn Monroe Estate. „Marilyn Monroe ist eine einzigartige Hollywood- und Popkultur-Ikone, die Generationen und die Geschichte überdauert. Jede Schauspielerin, die diese Rolle übernimmt, weiß, dass sie große Fußstapfen zu füllen hat“, so Marc Rosen, Präsident der Unterhaltungsabteilung der Authentic Brands Group (der das Estate gehört), im Interview mit Variety. Man halte Ana jedoch für eine „großartige Besetzungswahl, da sie Marilyns Glamour, Menschlichkeit und Verletzlichkeit“ perfekt einfangen würde – zumindest soweit man das nach dem Trailer beurteilen kann. „Wir können es kaum erwarten, den Film in seiner Gesamtheit zu sehen.“

Und das sieht Brad Pitt ganz genau so! Ja, Brad Pitt! Der „Bullet Train“-Star war nämlich als Produzent an dem Biopic beteiligt. Und er bezeichnet Ana als „phänomenal“ in ihrer Rolle als Marilyn – wohlwissend, dass seine Schauspielkollegin hier nicht gerade in kleine Fußstapfen tritt. Oder um es in seinen Worten zu sagen: „Das ist ein schwer zu füllendes Kleid.“

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„[Der Film] war zehn Jahre in Arbeit. Erst als wir Ana fanden, konnten wir ihn über die Ziellinie bringen“, so der 58-Jährige weiter im Gespräch mit ET. Na, und Lob von einer Hollywood-Legende wie Brad Pitt persönlich… das will schon was heißen, oder?

Und außerdem sollte man Ana doch auch definitiv die Chance geben, als Schauspielerin zu wachsen. Das wünscht sie sich selbst nämlich auch, wie sie kürzlich in einem Interview mit Elle andeutete: „Ich spiele gerne eine Latina, aber ich möchte mir nicht jedes Mal einen Obstkorb auf den Kopf stellen. Das ist meine Hoffnung, dass ich zeigen kann, dass wir alles machen können, wenn man uns die Zeit gibt, uns vorzubereiten und wenn man uns nur die Chance dazu gibt“. Fair enough.

„Diese Frau wird niemals in Frieden ruhen.“

Doch nicht nur Ana als Besetzung und ihr Akzent werden aktuell kritisiert, sondern auch der Film, der ja Fiktion (!) ist, an sich. Wir betonen das hier so, weil eben genau dieser Punkt gerade hitzig im Netz diskutiert wird. „Blonde“ beruht nämlich auf dem gleichnamigen Roman von Joyce Carol Oates. Es ist also eine fiktive Interpretation des Lebens der ikonischen Filmlegende und keine „sachlich“ genaue Darstellung von Fakten. Klar, viele Dinge sind sicherlich so passiert, aber Fans haben dennoch Sorge, dass Zuschauer:innen vergessen könnten, dass es sich hier eben nur um eine fiktive Neuinterpretation von Marilyns Lebens handelt.

„Ich denke, eine gewalttätige NC-17-Fantasie über Marilyn Monroe, die sich als Biografie präsentiert – egal, ob im Voraus gesagt wurde, dass es Fantasie ist – ist ziemlich entsetzlich“, so Autorin Grace Randolph via Twitter. Und andere User:innen sehen das ganz ähnlich. „‚Blonde‘ basiert auf einem FIKTIONALEN Buch über Marilyn Monroe, das die Öffentlichkeit mit weiteren Lügen über sie füttern wird. Das ist KEIN Biopic!„… „Diese Frau wird niemals wirklich in Frieden ruhen. Es ist nicht einmal ein Biopic, es ist eine fiktive Geschichte, die auf einem (sehr schlechten!) ekelhaften fiktiven Buch über Marilyn basiert“

Ziemlich harsche Worte, wenn auch nachvollziehbar. Denn die Figur „Marilyn Monroe“ wird eigentlich bis heute nicht in Ruhe gelassen, völlig auseinandergepflückt und so oft es geht für Profit-Zwecke genutzt. Man denke nur all all die Schlagzeilen und Filme (auch noch weit nach ihrem Tod) oder gerade erst an den riesigen Skandal um ihr legendäres „Happy Birthday, Mr. President“-Dress, das Kim Kardashian zu der Met Gala in diesem Jahr trug (und ganz offensichtlich beschädigte). Aber dieses Fass wollen wir hier nicht wieder aufmachen.

Ob man „Blonde“ auf Netflix nun anschauen wird oder nicht, muss jede:r für sich selbst entscheiden. Allerdings darf man eben nicht vergessen, dass uns dort garantiert kein Bild der Marilyn Monroe gezeigt wird, das es eins zu eins so gegeben hat. Diesen „REMINDER ‼️“, wie eine Twitter-Userin auch schrieb, nehmt bitte mit.

Hier kommt der „Blonde“-Trailer!

Deutsche Version:

 

Original-Version:

Mehr über: Netflix, Blonde, Biopic

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