„Body Shape Dressing“ ist ein fataler Styling-Mythos und Folgendes sollten wir stattdessen tun

Schwarz macht schlank, Weiß steht nur sehr großen und dünnen Menschen, Streifen lassen dich ab Größe 38 wie das Michelin Männchen aussehen und Menschen mit einer Apfelfigur sollten ihren Bauch unbedingt mit dunkleren Farben kaschieren!?!?!? Wer schon jemals ein Modemagazin aufgeschlagen oder sich einen Ratschlag in Sachen Fashion angehört hat, ist sicherlich auch schon mal auf ein paar solcher „Body Shape Dressing“-Regeln gestoßen. Und auch im Netz finden sich unzählige Artikel, YouTube-Videos und Reels, gefüllt mit Dos and Don’ts des Styling-Know-hows, die uns vorgeben wollen, wie wir uns basierend auf unseren Körperformen kleiden sollten, um optisch bestmöglich auszusehen.

Doch mit diesem veralteten Styling-Mythos ist jetzt bitte Schluss!

Der Körperform-Mythos

Denn mal ehrlich: Unsere Körper durch Früchte, Buchstaben oder irgendwelche anderen Formen, die uns im Laufe der Jahre so beim „Body Shape Dressing“ begegnet sind, zu beschreiben, ist ja wohl einfach nur mehr als überholt. Erstens, weil es doch etwas sehr einfach gedacht ist, dass wirklich jede Person auf dieser Welt in eine dieser spezifischen Kategorien passt. Und zweitens, weil uns der Ansatz, dass jede Form auch noch seine eigenen Regeln befolgen muss, doch sehr ausgrenzend erscheint.

So sollten Birnen zum Beispiel lediglich hoch taillierte Jeans tragen, Sanduhren sollten ihre Kurven in der Taille zeigen. Menschen mit Apfelformen (🧐) sollten keine Oberteile tragen, die zu viel Aufmerksamkeit auf den Bauch lenken. Und kleine Menschen sollten keine Maxikleider tragen und so weiter und so fort.

Aber was tun, wenn uns Kleidung oder auch Modetrends, die wir aufgrund unserer Körperform tragen „sollten“ nicht gefallen? Wir genau das wollen, was von der „Body Shape Dressing“-Polizei verboten wurde? Oder wenn unsere Shape mit keiner der bereitgestellten Schubladen übereinstimmt?

Ganz einfach: Die Regeln brechen und über Bord werfen!!! Weil „Body Shape Dressing“ am Ende nichts anderes ist als ein fataler Mythos, der uns einschränkt. Und noch wichtiger: Es hält uns davon ab, unseren eigenen Ausdruck der Persönlichkeit durch Mode zu finden.

Lakyn Carlton, eine US-amerikanische Stylistin ist genau aus diesen Gründen auch überhaupt nicht mit solchen strengen Formregeln einverstanden! Sie lehnt prinzipiell alle Regeln und Einschränkungen bewusst ab, wenn es um Mode geht, da diese uns nur davon ablenken, herauszufinden, wie wir uns wirklich kleiden wollen. Heißt: Shoppen wir ausschließlich nach Regeln, lassen wir unsere Wünsche und wirklichen Gefühle schnell außen vor. Und das darf ja wohl nicht passieren!

Das sieht Dawnn Karen, Modepsychologin und Autorin des Buches „Dress Your Best Life“, genauso. Sie ist ebenfalls gegen das Styling nach der „Body Schape Dressing“-Theorie. „Ich bin eine Verfechterin von Menschen, die sich für ihre Psyche kleiden, nicht für ihren Körper“, sagt sie. Dawnn Karen glaubt, dass wir unsere Gefühle und Stimmung nicht berücksichtigen, wenn wir uns ausschließlich danach kleiden, was an unseren Körpern (nach aktueller Meinung) gut aussehen würde. Das kann zu Selbst-Negativität führen und unser Selbstwertgefühl schädigen, besonders wenn wir aufgefordert werden, etwas anzuziehen, das wir eigentlich vielleicht sogar hassen.

Nun wissen wir also schon mal, dass Kleidung, die nur nach Körpertypen ausgesucht wird, nicht der Weg zur Mode-Euphorie ist. Aber was bedeutet das nun für uns? Wie sollten wir uns kleiden? Einfach wild drauf los? Glücklicherweise haben die zwei Styling-Girls dem Magazin Byrdie drei hilfreiche Tipps aus ihrem daily Worklife verraten, mit denen wir eine Menge anfangen können! Also, gut aufpassen, ihr Lieben! 🥺🙂

1. Eigene Modeinspirationen finden!

Der erste Schritt, um den eigenen Stil zu finden, liegt darin, herauszufinden, was einem gefällt. Das klingt vielleicht erst einmal einfach, kann aber schnell zur Überforderung werden. Deshalb sollten wir zum Beispiel damit anfangen, Pinterest- oder ganz klassisch ausgeschnittene Mood-Boards zu erstellen, mit allem, was uns gefällt. Vielleicht entdecken wir dabei eine bestimmte Farbpalette, neue Material-Kombinationen oder direkt eine bestimmte Stilrichtung, die uns gut gefällt. Der nächste Schritt besteht darin, mit diesen Looks zu spielen, zu experimentieren und herauszufinden, ob wir sie in unserer schon vorhandenen Garderobe durch neue Pieces integrieren können. Lakyn Carlton unterstreicht, sich bloß keine Gedanken über die Körpertypen der Models oder Influencer:innen zu machen, die unseren bevorzugten Stil tragen! Sondern ganz auf unser eigenes Gefühl zu achten und mit den Looks vor dem Spiegel zu spielen. So finden wir raus, was WIR tragen möchten und worin WIR uns wohl fühlen (darauf kommt es am Ende ja an).

2. Nach Lust und Laune kleiden

In ihrem Buch „Dress Your Best Life“ beschreibt Dawnn Karen den Benefit einer Morgengymnastik-Routine für unser Modebewusstsein! Ja, Leute, Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen und hilft uns dabei, unsere Stimmung wahrzunehmen, bevor wir in den Kleiderschrank greifen. Durch die Körperwahrnehmung können wir klarer bestimmen, was wir an diesem Tag ausdrücken möchten. Das bekräftigt auch Lakyn Carlton! Für sie ist Kleidung ebenfalls ein Werkzeug, um sich selbst auszudrücken. „Ich sage immer, Mode ist unsere erste Kommunikationslinie“!

3. Auswählen, was wir lieben

Trotz des Geredes über Stimmungen und Gefühle lassen wir unseren Körper natürlich nicht völlig außen vor. Aber anstatt sich zu stylen, um eventuell bestimmte Körperzonen zu verstecken oder zu verkleiden (und sich nur darüber Gedanken zu machen), sollten wir die Sache genau andersrum angehen. Denn was ist es, das wir gerne zeigen? Lakyn Carlton sagt ihren Styling-Kund:innen deswegen immer: „Für alles, was aus dem Fokus raus soll, muss etwas Anderes hervorheben werden.“ Das heißt: Auf das Schöne fokussieren. Schauen wir also in den Spiegel und heben durch Farben, Accessoires und Kleidungsschnitte hervor, was wir an unsrem Körper wirklich lieben. ❤️

Byeeeeee „Body Shape Dressing“

Fassen wir also zusammen: Das Anziehen nach einem vorgegebenen Body-Shape-Typ ist ein verallgemeinertes Regelwerk, das einfach nicht die grundlegendste Sache berücksichtigt;: nämlich, dass alle Menschen und Körperformen unterschiedlich sind. Es gibt keine Wunderformel, nur Individualismus.😎 Und zum Abschluss möchten wir nur noch eine Weisheit mit euch teilen: Im Zweifel ist Mode wie ein teurer Wein: Er schmeckt oder er schmeckt nicht! Also tragt das, was euch ein gutes Gefühl gibt – von innen und außen! 😘😉

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