Etliche Brautpaare stehen vor der herzzerreißenden Frage: Hochzeit absagen … oder nicht?

Es stecken Monate (wenn nicht sogar Jahre!!) der Planung dahinter, schließlich soll es doch der schönste Tag im Leben werden!! Und dann DAS. Die Corona-Pandemie legt nicht nur unser alltägliches Leben lahm, sondern macht aus jedem geplanten Ereignis des Jahres die reinste Zitterpartie.

Denn aktuell weiß wohl niemand so genau, was die nächsten Monate bringen werden. Auch (oder vor allem?) zukünftige Brautpaare leiden ziemlich unter dieser unsicheren Aussicht. Was tun mit all den geplanten Hochzeiten, mit all den nicht mehr ganz so schönen ’schönsten Tagen im Leben‘? Die Saison fängt gerade erst an … und muss vielleicht schon jetzt wieder ein jähes Ende finden.

Dabei ist das Probeessen doch schon gemacht, die Gäste sind geladen, all die Blumen bereits bestellt. Uns bricht schon beim Gedanken an all die traurigen Absagen ein wenig das Herz. Denn aktuell scheint die Sachlage klar: Wer jetzt sofort heiraten will, der darf das aller höchstens noch für sich alleine tun. Mit Ausnahme des anwesenden Standesbeamten und eines Fotografen vielleicht.

Wie das im April oder Mai aber aussieht? Das weiß (noch) niemand so genau. Was aus den Juni- und Juli-Hochzeiten wird? Bleibt ebenfalls spannend. Wenn wir in den letzten Tagen schließlich eines lernen durften, dann, dass wir uns in einer dynamischen Situation befinden … die sich nur schwer voraussagen lässt. (Um)planen dürfen und müssen wir aber natürlich trotzdem. Und genau aus diesem Grund kommen hier die vielleicht hilfreichsten Tipps für euch, um den zauberhaften Tag doch noch irgendwie umsetzen zu können. Oder ihn andernfalls wenigstens bestmöglich zu verschieben.

So kann die (Traum-)Hochzeit doch noch stattfinden

Party verkleinern

Auch wenn es weh tut. In einigen Städten sind Hochzeiten als Großveranstaltungen aktuell zwar noch nicht verboten (am besten beim jeweiligen Ordnungsamt informieren), Rücksicht sollten Brautpaare aber dennoch nehmen. Um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern, muss die Anzahl der Gäste also ebenfalls drastisch reduziert werden. Gerade Risikogruppen sollten lieber auch in den kommenden Monaten keine größeren Menschenmengen aufsuchen. Außerdem muss natürlich jeder, gerne einfach eigenverantwortlich, beim Auftreten von Symptomen zu Hause bleiben. Auch wenn es die beste Freundin ist, die heiratet.

Für die Gäste, die dennoch kommen, gilt: Liste mit all den notwendigen Kontaktdaten ausfüllen! Wird nach der Party ein Erkrankungsfall bekannt, kann so schnell und effektiv darüber informiert werden.

Abstand halten

Umarmungen zur Beglückwünschung müssen wohl leider ausfallen. Küsschen entsprechend ebenfalls. In der Location sollte außerdem für genügend Platz zwischen den Tischen und Stühlen gesorgt werden. So lässt sich das Risiko einer möglichen Ansteckung immerhin deutlich reduzieren.

Draußen feiern

Enge Räume sind ein wahres Träumchen für fiese Viren. An der frischen Luft dagegen können sie sich weniger gut verbreiten. Die minikleine Gartenzeremonie gewinnt damit wohl gerade ordentlich an Reiz. Wer sich zusätzlich an einen entsprechenden Mindestabstand untereinander hält, der dürfte das absolute Minimum an Vorkehrungen getroffen haben.

Livestream einrichten

Die Omi kann aufgrund ihrer Vorerkrankung nicht persönlich an eurer Hochzeit teilnehmen? Na dann schaltet sie doch einfach per Livestream zu. Im besten Fall wissen alle fehlenden Gäste bereits, wie Skype zu benutzen ist. Und in jedem anderen Fall kann es hoffentlich über den 2-Meter-Abstand hinweg vorab ausreichend erklärt werden.

Klingt vielleicht unromantisch, sorgt aber immerhin dafür, dass doch irgendwie alle zusammenkommen können. Denn ihr wisst ja (spätestens ab jetzt): Körperliche Distanz sollte niemals die emotionale Nähe verringern können.

Lieferungen im Blick behalten

Ja, auch die Lieferketten sind aktuell häufig beeinträchtigt oder zumindest mal stark beansprucht. Ruft also am besten vorab bei euren Dienstleistern an, klärt ab, ob ihr verzögerte Zustellungen persönlich abholen könnt oder arrangiert mit den Zuständigen einen Übergabeort. Es sorgt schließlich nur für zusätzlich gedrückte Stimmung, wenn am Ende die Brautjungfern-Kleider nicht rechtzeitig bei ihren Trägerinnen sind.

Menü statt Buffet

Ja, das Essen ist bereits bestellt. Ja, es wurde sich schon ausgiebig über die Futter-Orgie gefreut. Doch das Getümmel vor den Lebensmitteln, die Benutzung des selben Bestecks – das kann einfach nicht förderlich sein. Außer vielleicht bei der Verbreitung des Virus.

Ruft also am besten auch hier rechtzeitig bei eurem Catering-Service an und besprecht die Alternativen. Gemeinsam lässt sich bestimmt eine Lösung finden. Auch euer Gegenüber hat schließlich den dringlichen Wunsch, nicht noch einen Auftrag mehr zu verlieren. Da wird aus den Buffet-Speisen dann vielleicht ganz unkompliziert ein angepasstes 3-Gänge-Menü. Denn ihr wisst ja: Wir sitzen hier alle im selben Boot. Und können nur gemeinsam versuchen, das Beste daraus zu machen.

Lösungen finden

Klar geht der erste Gedanke oft automatisch in Richtung Stornierung. Doch das kostet je nach Vertag und zeitlichem Rahmen gerne mal ordentlich Geld. Stattdessen lohnt es sich also, alternativ eher über die Verschiebung der Hochzeit nachzudenken.

Viele kleine Betriebe und Händler sind gerade jetzt besonders kulant mit ihren Angeboten. Schließlich liegt es ja nicht an euch. Und auch sie selbst machen gerade vermutlich eine schwere Zeit durch. Vielleicht lassen sich also tatsächlich Lösungen finden … die beide Seiten glücklich machen?

Wie wäre es zum Beispiel mit der Umbuchung auf einen freien Sonntag im Herbst? Einige Hochzeitsplaner*innen bieten die Umorganisierung aktuell bereits schon von sich aus an. Weil oftmals auch die anderen Verträge entsprechend angepasst werden können. Dienstleister haben keinen Verdienstausfall, ihr selbst müsst keine Stornogebühren zahlen. Das ist doch immerhin schon mal was!

Reden, reden, reden

Eines sollte momentan aber wohl an erster Stelle stehen. Und zwar die gegenseitige Solidarität! Fragt eure Gäste, womit sie sich am wohlsten fühlen würden. Sprecht mit den Dienstleistern und steckt gemeinsam die Optionen ab. Niemand will euch etwas Böses, das hier ist schließlich keine leichtfertige Last-Minute-Umstellung. Werdet kreativ. Bleibt in Kontakt. Helft einander aus und gönnt euch zwischendurch ein wenig Ruhe. Ihr bekommt euren schönsten Tag. Ob nun im kleinen Kreise oder zu einer anderen Jahreszeit – ihr bekommt ihn. Ganz bestimmt. 💞

Das wird dich auch interessieren

ehemann-jahrestag-coronavirus
18. März 2020

Dieser Ehemann gratuliert seiner Frau über die Corona-Isolation hinweg zum Hochzeitstag

angst-coronavirus-tipps
18. März 2020

Ja, das Coronavirus belastet unsere Psyche … hier kommen Tipps für den Umgang damit

coronavirusthumb
18. März 2020

Lasst uns die Chance nutzen und durch das Coronavirus gemeinsam Geschichte schreiben

ashley-tisdale-vanessa-hudgens-hsm
17. März 2020
by Très Click

Diese fantastische „High School Musical“-Reunion sorgt für Zuversicht – und Nostalgie pur

klares-wasser-venedig
18. März 2020

„Positiver“ Nebeneffekt von Corona? Die Kanäle in Venedig sind wieder kristallklar

single-corona
16. März 2020

Single sein in Corona-Zeiten? Noch beschissener und schwieriger als vorher

Nichts mehr verpassen mit dem Très Click Logo Newsletter.
Die heißesten Mode- und Beauty-Trends, die aktuellsten Promi-Storys und alles, was du deiner BFF erzählen willst, direkt in DEIN Postfach! Melde dich hier an!
X