Ist „Breadcrumbing“ noch viel schlimmer als „Ghosting“?

Wenn die Person, die man datet, urplötzlich und ohne Vorwarnung verschwindet, dann kann das ganz schön weh tun. Wer es selbst noch nicht erleben musste (seid froh drum!), hat aber mit Sicherheit schon von diesem Mist gehört. Klar, die Rede ist von „Ghosting“. Vor ein paar Monaten schrieb wirklich jeder darüber, das Netz diskutierte und alle schüttelten mit dem Kopf. Aber damit war das letzte Wort in Sachen Beziehungswahnsinn noch lange nicht gesprochen (Tinder, du hast uns alle versaut!). Nach „Ghosting“ kam „Benching“, was so viel bedeutet, wie jemanden auf die Wartebank zu schieben. Jetzt reden alle vom „Breadcrumping“.

Und das ist wirklich richtig fies! Denn anstatt sich einfach aus dem Staub zu machen, was manchmal vielleicht sogar einfach besser ist, hinterlässt einem der Datingpartner beim „Breadcrumping“ immer mal wieder ein Lebenszeichen per Facebook oder WhatsApp, ignoriert einen aber ansonsten komplett. Das Urban Dictionary definiert „Breadcrumping“ so: “The act of sending out flirtatious, but non-committal text messages (ie „breadcrumbs“) in order to lure a sexual partner without expending much effort”. Ihr denkt gerade an „Hänsel und Gretel“? Glaubt uns, das Ganze ist deutlich weniger märchenhaft.

Breadcrumpers senden euch genau so viele Nachrichten, dass ihr nicht das Interesse an ihnen verliert, aber auch nicht genug, damit sich eure Beziehung weiterentwickeln könnte. Oder anders gesagt: Sie lassen immer wieder für ihr eigenes Ego die Hoffnung des Anderen aufflammen, um ihn dann wieder zu ignorieren. Das ist nicht nur hart masochistisch, sondern auch anstrengend – und zwar für beide Seiten. Denn mal ehrlich: Eine ausgefeilte Breadcrumping-Strategie braucht schon so einiges an Planung. Wär’s da nicht einfacher, wenn diese Leute den ganzen Aufwand einfach ins Dating an sich investieren? Vielleicht denken wir da aber auch zu simpel.

Denn irgendwie scheint unsere Generation eine Vorliebe für unkonventionelle Beziehungsmodelle zu haben. Spätestens seit Facebook können wir nicht mehr wählen, ob wir „Single“ oder „in einer Beziehung“ sind, sondern es auch offiziell ganz „kompliziert“ machen. Und das nervt!

Wir „ghosten“ lieber, als dass wir uns unserem Gegenüber stellen, „benchen“ jemanden, bevor wir ihm einfach den Laufpass geben, oder verteilen „Breadcrumbs“, anstatt uns zu entscheiden. Das ist doch gestört! Warum haben alle so panische Angst davor, sich zu binden? Es muss ja nicht immer gleich ein „für immer“ sein. Jede Beziehung kann immer noch normal und ehrlich beendet werden, wenn es am Ende vielleicht doch nicht passt – und das sogar auch nach den üblichen zwei Wochen Umtauschfrist. Klar macht euch euer gegenüber vermutlich mehr Vorwürfe, als der Verkäufer, dem ihr Kassenbon und Pullover auf die Ladentheke knallt, aber von einfach war hier auch nicht die Rede. Wir reden von Ehrlichkeit. Denn wer die große Liebe sucht, der sollte auch bereit sein, viel zu geben. Allen anderen empfehlen wir an der Stelle einfach einen klassischen One-Night-Stand ohne Drama und Frühstück.

Den (insgeheimen) Romantikern unter euch sei gesagt: Datet einfach. Ohne Social Media. Denn am Ende gehören immer – und nur – zwei dazu. Und natürlich ein bisschen Herz. Aber das ist es wert. Entweder fürs Happy End oder eben für die Lebenserfahrung…

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