Très Click
17.09.2020 / Update: 14.01.2022 von Très Click

Eine neue Studie zeigt, dass Cannabis offenbar wirklich vor einer Corona-Infektion schützen kann

Mit Cannabis gegen die Coronakrise?! Klingt fast… zu schön 😇… um wahr zu sein! Aber jetzt mal Spaß (und persönliche Präferenzen) beiseite: Jede Meldung, die eine Unterstützung im Kampf gegen das Virus verspricht, ist von uns allen wohl mehr als gerne gesehen.

Schließlich forderte die Pandemie bereits viel zu viele Menschenleben – und wir alle wollen nach diesen zwei Jahren (!!) nur noch raus aus dieser furchtbaren Situation. Könnte uns tatsächlich Cannabis dabei helfen? Tatsächlich gab es bereits 2020 erste Thesen, die besagten, dass Cannabis gegen Corona helfen könne. Damals berichtete die Tageszeitung „The Stage“ unter anderem von einer Studie der University of North Carolina.

Ausgegangen wurde dabei von der These, dass die schmerzlindernde und entspannende Wirkung von THC Patient*innen mit akuten Lungensymptomen bei der Genesung unterstützen könnte. Eine Vermutung, die sich damals bereits zu bestätigen schien.

In der Durchführung der Studie wurde Mäusen zunächst ein Gift injiziert, das ein Covid-19-ähnliches Lungenversagen stimulieren sollte (über die Ethik dahinter lässt sich durchaus an anderer Stelle diskutieren! 😖). Denn genau dieses Symptom tritt besonders häufig als Komplikation bei besonders schweren Corona-Verläufen mit Todesfolge auf. Anschließend bekamen die vergifteten Mäuse THC verabreicht… woraufhin tatsächlich alle von ihnen überlebten und genesen konnten.

Hilft THC bei schweren Corona-Verläufen?

Klingt vielversprechend. Weshalb das Forschungsteam in einem nächsten Schritt nun prüfen will, ob diese Ergebnisse auch auf Menschen übertragbar sind. Gut möglich wäre es. Das berauschende Cannabinoid wirkt nämlich zum einen einem generellen Organversagen entgegen, steigert zum anderen aber auch die Anzahl der gesunden Lungenbakterien im Körper. Alles Faktoren, die gerade im Falle einer schweren Corona-Erkrankung über Leben und Tod entscheiden können.

THC und CBD im Kampf gegen Corona

THC ist dabei aber längst nicht der einzige Kandidat, der sich laut Forscher:innen als Hilfsmittel gegen Corona anbietet. Auch CBD steckt voller Wirkstoffe, die uns darüber hinaus vielleicht sogar vor einer Neuinfektion schützen würden. Eine umfangreiche Studie aus Kanada fand bereits vor einiger Zeit heraus, dass das nicht-psychoaktive Cannabinoid schon die Aufnahme der Viren in unser System verhindern kann. Durch das CBD werden nämlich genau die Rezeptoren gehemmt, an die der Erreger normalerweise andocken würde.

Eine neue Studie von 2022 gibt weiter Hoffnung

Und nun zeigt eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Oregon State University ganz ähnliche Ergebnisse. Dort wurde nämlich ebenfalls herausgefunden, dass bestimmte Cannabinoide – also Cannabis-Bestandteile – den Eintritt des Coronavirus in die Zellen blockieren und so vor einer Ansteckung schützen können. Im Detail geht es dabei um die zwei Säuren Cannabigerolsäure (CBGA) und Cannabidiolinsäure (CBDA) – die sich an das Spike-Protein von Sars-CoV-2 binden und so den Eintritt in die Zellen verhindern. „Diese Cannabinoidsäuren sind in Hanf und in vielen Hanfextrakten reichlich vorhanden“, teilte der leitende Forscher Richard van Breemen in einer Pressemitteilung der Universität mit.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass CBGA und CBDA nicht psychoaktiv sind – anders als der Wirkstoff THC also, der beim Kiffen für den bekannten Rausch sorgt. Des Weiteren ist ein Pluspunkt, dass die untersuchten Cannabinoide leicht verfügbar sein sollen und oral eingenommen werden können. Aber nur, um das nochmal klarzumachen: Das heißt jetzt nicht, dass wir alle freudig loskiffen dürfen/sollen, denn die Cannabinoidsäuren sind offenbar super hitzeempfindlich. Rauchen fällt also für eine „antivirale Wirkung“ aus. Und ein alleiniges Allheilmittel gegen das Coronavirus sind die Säuren ebenfalls nicht. Ihr Nutzen sei nur in Kombi mit einer Impfung sinnvoll.

Bisher wurden in der Studie nur die Alpha- und Beta-Variante des Coronavirus untersucht, wogegen die Cannabiniode wirksam sein sollen. 🙏🏼 Man hofft nun darauf, dass es so auch bei weiteren Mutationen aussieht.

Also fingers crossed, ihr Lieben!

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