Wegen Mordes zu 51 Jahren Gefängnis verurteilte Cyntoia Brown ist frei!

Es war ein Rechtsfall, der für ein riesiges Medienecho gesorgt hatte, der viele Menschen weltweit bewegt hatte – darunter auch prominente wie Kim Kardashian, Rihanna und Cara Delevingne. Viele von ihnen hatten sich unter dem Hashtag #FreeCyntoiaBrown formiert. 

Cyntoia Brown (31), ursprünglich zu 51 Jahren Gefängnis wegen Mordes verurteilt, ist nun aus der Haft entlassen worden. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Tennessee, Bill Haslam, hatte Brown vor einem halben Jahr begnadigt und ihre Strafe in Bewährung umwandeln lassen.

Zweite Chance für Cyntoia Brown

Wie unter anderem die Washington Post berichtet, sah der Gouverneur die vor 13 Jahren verhängte Haftstrafe als „zu streng“ an. Der Fall sei „tragisch und komplex“. Damit reagierte Haslam auf das Drängen von Menschenrechtlern und Demokraten, ihren Fall neu zu prüfen.

Cyntoia Brown kam am Mittwochmorgen auf freien Fuß – nach 15 Jahren, die sie bis zu diesem Zeitpunkt von ihrer Strafe abgesessen hatte.

In einem Statement, aus dem die Washington Post zitiert, bedankte sich die heute 31-Jährige beim Governor für seinen „Akt der Gnade, [ihr] eine zweite Chance zu geben.“

Für ihre Bewährungszeit von 10 Jahren ist Cyntoia Brown angehalten, weiterhin an Beratungsgesprächen teilzunehmen und regelmäßig gemeinnützige Arbeit zu verrichten.

Auch die Frauenrechts-Organisation NWLC meldete sich inzwischen via Twitter zu Browns Freilassung zu Wort:

„Wir sind froh, dass Cyntoia endlich freigekommen ist – aber wir dürfen nicht vergessen, dass sie schon gar nicht ins Gefängnis hätte kommen sollen. Wir müssen weiter für Gerechtigkeit kämpfen, wenn es um Überlebende wie sie geht.“

Was war passiert?

Die damals 16-Jährige war von zu Hause ausgerissen und an einen Zuhälter namens „Cut Throat“ geraten, der sie missbraucht und gewürgt haben soll.

In der Nacht des 6. August 2004 schickte er Cyntoia auf die Straße, um anschaffen zu gehen. Hier begegnete sie Johnny Mitchell Allen, einem 43-jährigen Immobilienmakler. 150 Dollar wollte er ihr für Sex bezahlen, nahm sie mit zu sich nach Hause. Nachdem Allen der 16-Jährigen seine Waffensammlung gezeigt haben soll, kam es zu dem Zwischenfall, der alles verändern sollte und der von der Jury während des Gerichtsprozesses als Mord eingestuft wurde.

Weil Allen sich in einer abrupten Bewegung auf dem Bett zur Seite rollte, war Cyntoia davon überzeugt, dass sie getötet werden würde. Sie erschoss ihren Freier und wurde daraufhin wegen Mordes und Prostitution zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Cyntoias Fall erlangte 2017, im Zuge einer Dokumentation größere Aufmerksamkeit. Daraufhin sahen es immer mehr Menschen als erwiesen an, dass die damals 16-Jährige selbst Opfer ihrer Lebensumstände war – als Kind einer Alkoholikerin und Kinderprostituierte.

Für andere Opfer

Cyntoia Brown, die im Gefängnis ihren Schulabschluss machte und sich auf ihren College-Abschluss vorbereitete, möchte sich künftig für andere Mädchen und Frauen einsetzen, die sexuell missbraucht und ausgebeutet wurden (hier nachzulesen). 

Credits: Twitter/nwlc

Das wird dich auch interessieren

thumbgro
18. Februar 2020

Wie es ist, mit 30 einen Herzinfarkt zu bekommen

butter
20. Februar 2020
by Très Click

Peanut Butter mit Snickers oder M&Ms? Ok, unser Leben macht doch Sinn!

duftkerze-dont-text-him
18. Februar 2020
by Très Click

Für alle, die diesen freundlichen Reminder brauchen: Die „Don’t text him“-Duftkerze!

nowater
21. Februar 2020
by Très Click

EXTREM fragwürdiger Insta-Trend #NoWater – Influencerinnen verzichten auf Wasser

mcdonalds-duftkerzen
24. Februar 2020

Kein Witz: Mecces verkauft Duftkerzen, die nach Burger riechen

burger-king-french-fry-sandwich-1207366
21. Februar 2020

Ähm, bei Burger King gibt’s jetzt echt einen Pommes-Burger

Nichts mehr verpassen mit dem Très Click Logo Newsletter.
Die heißesten Mode- und Beauty-Trends, die aktuellsten Promi-Storys und alles, was du deiner BFF erzählen willst, direkt in DEIN Postfach! Melde dich hier an!
X