Très Click
10.08.2022 von Très Click

Warum sind wir so obsessed mit Dating-Shows?

„Bachelor(ette)“, „Love Island“, „Too Hot To Handle“, „Are You The One“ (ist ja aktuell mal wieder zuuuu herrlich), „Love Is Blind“…  würden wir jetzt jede Dating-Show aufzählen, die in den letzten Jahren so über die Bildschirme flimmerte, würden wir wahrscheinlich noch bis heute Abend hier sitzen. Und es werden ja nicht weniger. Im Gegenteil: Jedes Jahr kommen eigentlich nur neue dazu. Die ganzen VIP-Formate mal ausgeklammert. Und man muss schon sagen: Die Macher:innen lassen sich auch immer wieder neue Sachen einfallen. Netflix‘ nächstes Projekt beispielsweise: „Dated and Related“. Noch nichts davon gehört? Bei dem Format geht’s quasi darum, dass man vor der Schwester oder dem Bruder nach der großen Liebe sucht aka sich vor den Blicken der Verwandtschaft von Bäumchen zu Bäumchen knutscht. 🤪 Jep, wir wittern Cringe-Potential. Aber das wird uns natürlich nicht davon abhalten, auch diese Dating-Show wieder einmal genüsslich zu konsumieren. Aber warum eigentlich? Was finden wir bitte so geil daran, wenn hotte Singles meist unter dem Einfluss von sehr viel Alkohol unter Palmen die große Liebe (höhö) suchen? Eine Liebe, die in den meisten Fällen spätestens nach Ausstrahlung der Sendung auch schon wieder vorbei ist? Ja, das soll uns doch mal jemand erklären! 😂 Denn allem Anschein nach geht’s ja nicht nur uns so. Nope, das Reality-Show-Game boomt. Gefühlt so sehr wie noch nie zuvor. Und klar, dazu haben sicher auch die letzten zwei Pandemie-Jahre mit etlichen Lockdowns und Co. beigetragen! Da waren solche Reality-TV-Shows eben die beste Unterhaltung… wenn man selbst schon nicht daten konnte. Aber wir kriegen ja immer noch nicht genug davon. Also nochmal die Frage: Warum sind wir bitte so obsessed damit?

Dating-Shows sind das Beste aus allem

Eine Frage, die sich nun auch Cosmopolitan gestellt hat. Mit ein paar sehr interessanten Antworten. Wobei ein Grund unserer dauerhaften Obsession sicherlich an der genialen Formel von Dating-Shows liegt. Denn irgendwie sind die doch das Beste aus allem, oder? „Sie sind teils Reality-TV, teils Seifenoper, teils Game-Show, was bedeutet, dass sie Elemente aus Fiction und Non-Fiction, (…) Beziehungen, Melodrama, Wettbewerb und Bestreben kombinieren, die zusammen sehr wirksam sind“, so Dr. Karen McNally (Dozentin für amerikanische Film-, Fernseh- und Kulturgeschichte an der London Metropolitan University) gegenüber Cosmo. Aber hallo, denn fängt man einmal an damit, kann man nicht mehr aufhören. Plötzlich fiebert man mit, stellt Wetten auf, wer hier wohl mit wem anbandelt und matcht, und lacht und heult, als würde man gerade die kitschigste Rom-Com auf Netflix anschauen. Und wenn Couples, die man von Anfang an geshippt hat, sich plötzlich trennen, fühlt sich das an, als würde es einem mit das Herz brechen. Oder bestes Beispiel gerade auch bei der letzten „Bachelorette“-Staffel: Als Lukas NICHT die Rose bekommen hat, mussten wir echt kurz mitheulen. 😭

Und solche Emotionen sind natürlich very special. Und dann noch diese Verbundenheit, die man dank Social Media quasi zu den Kandidat:innen hat (da kannste sie ja noch schön weiterstalken 🤓)… einmalig! Aber ja auch untereinander, wenn man sich nur mal die Stimmung auf Twitter anschaut. Da treffen sich ja richtig Trash-TV-Addicts parallel zur TV-Ausstrahlung und twittern zur Sendung. Da ist der ganze Dating-Show-Hype natürlich kein Wunder… und auch die Tatsache, dass dadurch immer mehr solcher Formate entstehen. Das meint auch „Married At First Sight“-Editor Lee McMurray: „Plötzlich fängt etwas Unerwartetes Feuer und wird ein Riesenerfolg. (…) Dann steigen alle irgendwie auf den Zug auf.

Ein Spiegel unserer Zeit

Und ein weiterer Punkt ist, dass Dating-Shows irgendwie halt auch perfekt in unsere abgefuckte (sorry) Dating-Kultur passen. „Die Ebbe und Flut der TV-Genres wird weitgehend von der Reaktion des Publikums bestimmt, aber hinter solchen Trends stehen oft kulturelle Veränderungen, die die zunehmende Attraktivität des Genres fördern, sagt auch Dr. McNally. Und we mean, „Love Island“ und Co. fühlt sich doch strenggenommen wie ein Swipen im „Real Life“ an, oder? Heute sind die Auswahlmöglichkeiten halt einfach riesig. Und jede:r will sich erst einmal ausprobieren, bevor man sich so richtig festlegt. Da kann man sich das Drama natürlich auch einfach direkt auf der Leinwand anschauen. 😅

Liebe

Und ihr gerade so: Okkkk, momeeeeeent, wie kommen die jetzt von abgefuckter Dating-Kultur zu Liebe? Haha, berechtigte Frage: Doch tatsächlich wurde auch dieser Gedanke im Cosmo-Artikel angesprochen. Der Gedanke, dass man trotz allem noch weiterhin an die Idee von Liebe glauben möchte. Und irgendwie ist auch das nicht abwegig, oder? Denn wie oben schon erwähnt: Es gibt so Formate, in denen man den Kandidat:innen die Gefühle halt auch echt abnimmt. Und bei denen man mit im siebten Himmel schwebt, wenn da am Ende echt die Liebe gewinnt, haha. 😆 So geht’s uns zumindest. „Ich denke, die Dating-Formate, die tendenziell am besten abschneiden, und die Jahr für Jahr wiederkommen, sind die Formate, die den Menschen Freude, Hoffnung und Optimismus bieten“, McMurray. „[Es gibt dir ein Gefühl von]: es kann dir passieren und es könnte diesen Leuten passieren.“ Und außerdem: „Nicht jeder mag Natursendungen, nicht jeder mag Kochshows, aber jeder weiß, wie es ist, Liebe finden zu wollen und ein romantisches Leben zu führen.“

Hachhhhh, und das ist doch schon wieder schööööön! Also, Peeps, auf viele weitere geile Dating-Shows mit ganz viel Liebe… oder zumindest ganz viel Fun, Fun, Fun.

Credits: Giphy, Instagram

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