So emotional geht Demi Lovato gegen das Bodyshaming einer Instagram-Werbung vor

Warum es immer noch nicht zum absoluten Selbstverständnis gehört, dass jeder Körper als schön wahrgenommen wird? Tja… vielleicht wegen so manch einer unterschwelligen Message, die Werbungen, Kampagnen und Social Media auch heute noch tagtäglich mit sich bringen.

Auch Demi Lovato (26) ist eine solche Diskriminierung jetzt bei einer Werbung auf Instagram aufgefallen. Doch anstatt das untrügliche Bodyshaming einfach weg zu scrollen, prangerte sie den Anzeigenschalter und Instagram öffentlich dafür an…

Ein gesponsertes Posting für das Online-Spiel „Game of Sultans“ war ihr im Feed ausgespielt worden. Spieler dürfen dabei zwischen verschiedenen Figuren wählen und diese weiterentwickeln. Wobei in der Anzeige ganz klar „hübsch“ als das Gegenstück zu „übergewichtig“ angesehen wird.

Demi Lovato klagt da berechtigterweise an: „Warum ist dieser Fat-Shaming-Bullshit überhaupt in meinem Feed? So viele Dinge sind falsch an dieser Anzeige.“

Demi Lovato prangert das Spiel und Instagram an

Denn unterbewusst wird so auch weiterhin das Bild vermittelt: schlank sein ist das erklärte Ziel, das zu erreichende Ideal. Um dieses „Ziel“ zu erreichen, bietet das Spiel die Option an, die Nahrung der übergewichtigen Figur zu „kontrollieren“ und einzuschränken.

Eine gefährliche Verharmlosung eines viel größeren, gesellschaftlichen Problems, das Demi Lovato in ihrer Insta-Story zusammenfasst:

„Das ist absolut schädlich für jeden, der leicht durch diesen gesellschaftlichen Druck beeinflusst wird, der von der herrschenden Diätkultur ausgeht. Gerade in einer Welt, in der wir lernen, unseren Wert über unser Aussehen zu definieren. Vor allem ist es schädlich für jeden, der versucht, sich von einer Essstörung zu erholen.“

In ihrer Story wehrt sie sich gegen das generelle Bodyshaming:

Auch Instagram kommt dabei nicht ungeschoren davon. Denn ganz klar, mit den Werten des Portals sollte diese Werbung absolut nichts zu tun haben. Alles andere wäre nicht vertretbar:

„Also bitte Instagram, haltet diesen Bullshit von mir und den Leuten fern, die leicht durch diese widerliche Werbung beeinflusst werden können. Mit dem Hintergrund, dass Menschen gerade ein Bewusstsein für psychische Gesundheit und Erkrankungen entwickeln, erwarte ich von euch, dass ihr es eigentlich besser wissen solltet, als so eine Werbung zuzulassen. Und Schande über dieses Spiel. 

Demi Lovato selbst litt lange unter einer Essstörung und hatte mit psychischen Erkrankungen und Drogenproblemen zu kämpfen. Im Juli landete sie sogar mit einer Überdosis im Krankenhaus. Und gerade auch vermeintliche Kleinigkeiten, wie das Schönheitsverständnis dieses Spiels, können unglaublich viel in einem Menschen beeinflussen, hervorrufen oder auslösen.

„Du kannst schön sein, egal wie viel du wiegst.“

Instagram selbst entschuldigte sich inzwischen in einem Statement gegenüber TMZ. Das Ausspielen der Werbung sei ein Versehen gewesen, man hätte sich die Inhalte erneut angeschaut und nicht für vereinbar mit den Werten der App befunden. Entsprechend wurde die Anzeige als logische Konsequenz wieder von der Plattform genommen.

Ein wichtiger Schritt. Dennoch zeigen Fat-Shaming-Aktionen wie diese, dass das Umdenken in den Köpfen noch längst nicht genug stattgefunden hat. Und dass wir es immer noch als viel zu normal hinnehmen, wenn bestimmte Menschen für ihr Aussehen fertiggemacht werden. Lasst uns also in Zukunft ein bisschen mehr wie Demi sein – und Angriffe, die leicht zu übersehen sind, nicht mehr einfach so davonkommen. 💪

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