Wie Disney+ mit diesem Pixar-Kurzfilm beim Coming-out helfen kann

Lasst uns mal kurz ein kleines Gedankenspiel starten. Wie ist es euch ergangen, in der Kindheit, als ihr plötzlich mit all den vorgegeben Schubladen konfrontiert wurdet? Als Mädchen so sein sollten, und Jungs doch bitte so (nur eben anders SO). Als „Mutter, Vater, Kind“ dem einzig legitimen Familienmodell gleichkam. Und als euch erklärt wurde, dass Jungs sich halt in Mädchen verlieben … und Mädchen sich in Jungs.

Seid ihr darin aufgegangen? Habt ihr dem Ideal nachgeeifert? Oder euch stattdessen in dieser Welt mit ihren vorgefertigten Strukturen immer mehr verloren gefühlt? Ausgeschlossen, unverstanden, anders?

Genau so geht es leider noch immer viel zu vielen Kindern und Jugendlichen. Ebenso wie zahlreichen Erwachsenen. Weil unsere Gesellschaft nun mal von einem heteronormativen Stereotypen geprägt wird. Ob in Büchern, Erzählungen, Filmen oder im Unterricht – Geschlechter entsprechen darin oft festen Rollen … mit denen sich niemals alle Menschen identifizieren können.

Was es in unserer Welt also vermehrt braucht, sind unterschiedliche Vorbilder. In eben genau diesen Büchern, Erzählungen, Filmen oder dem Unterricht. Damit sich kein Kind mehr ‚falsch‘ fühlen muss … oder sogar verändern will.

Pixars neuer Kurzfilm „Out“ könnte ein solches Vorbild sein

Disney will genau diese Entwicklung nun mit einem weiteren Projekt unterstützen. Bereits am 22.05. startete ein 9-minütiger Kurzfilm auf der Streaming-Plattform „Disney+“, der ein Thema in den Mittelpunkt rückt, das bisher noch viel zu selten im Mainstream Aufmerksamkeit fand. Es geht dabei um das Outing eines jungen Mannes.

In einem kurzen Teaser-Ausschnitt ist zu sehen, wie seine Eltern den Protagonisten, Greg (btw. die erste LGBTQI+-Hauptfigur von Disney), besuchen kommen – und wie er offenbar plant, ihnen von seiner Sexualität zu erzählen. Gerade, als er sich die richtigen Worte zurecht legen will („Mama, Papa, ich bin …“), klingelt es auch schon an der Tür. Als die beiden das Haus betreten wollen, macht Greg zunächst einen Rückzieher. Panisch versteckt er das Bild eines sich umschlingenden Pärchens unter einem Stapel Zeitschriften.

Ob er seinen Eltern letztlich von seiner Liebe erzählt? Und wie die beiden darauf reagieren werden? Das könnt ihr ab sofort direkt selbst herausfinden. Handlich verpackt, liebevoll aufbereitet – und auch für Kinder geeignet. Für a l l e Kinder geeignet! Ob groß oder klein, queer oder hetero.

Disney schafft Identifikationsmöglichkeiten

Filme wie „Out“ verdienen gerade deshalb noch immer ganz besonders viel Aufmerksamkeit. Damit Menschen in ähnlichen Situationen sehen, dass sie nicht alleine sind. Und damit Nicht-Betroffene verstehen, wie schwer es sein kann, einer Gesellschaft anzugehören, in der die eigene Identität nicht der „Norm“ entspricht. Also lasst uns gemeinsam den „Pixar’s SparkShorts“-Film zum Mainstream machen. Und die verschiedenen Facetten der Liebe doch bitte gleich mit.

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