Très Click
30.10.2017 / Update: 01.11.2017 von Très Click

Du bist 30 und nicht verlobt oder schwanger? No Problem!

Text von Deborah Landshut

Deborah Landshut hat uns ja als unsere offizielle NYC-Korrespondentin die allerallerneuesten Fashion-Week-Trends gezeigt, uns mit zu den leckersten Brunch-Spots genommen und mit dem coolsten Tätowierer gesprochen. Und das war noch lange nicht alles: Ab sofort wird sie uns mit einer monatlichen Kolumne über alles, was ihr so im Big Apple passiert, auf dem Laufenden halten. Von crazy Dating-Storys, über krasse Realitätscrashs bis zu den Backstreetboys ist alles dabei … Diesmal geht es um ihren 30. Geburtstag und wie sie ihn auch ohne Ring am Finger und Familienplanung überlebt hat …

#EmpireStateOfMind: Warum ich nicht älter werden will und wie man das Beste aus der 30 macht!

30 ist eine große Zahl. Und auf dem Papier bin ich jetzt auch groß, zumindest habe ich es mir immer so gedacht. Mit groß meine ich erwachsen: „Wenn ich groß bin, lebe ich mit fünf Hunden in einem Penthouse in New York, habe das Geld um dort meine Kinder groß zu ziehen und mein Leben und meine Karriere voll im Griff“ – so oder so ähnlich, habe ich mir meine Zukunft immer vorgestellt. Aber was ist, wenn meine Zukunft auf einmal da ist, im Kopf aber noch so weit weg?

Ich muss gestehen, dass mir mein 30. Geburtstag Angst gemacht hat und noch immer habe ich mich noch nicht ganz damit abgefunden. Nicht, weil ich das Älterwerden schlimm finde und mich vor knackigen Boys in der Bar ab jetzt sieben Jahre jünger schummeln will oder muss, aber weil ich mich noch nicht erwachsen fühle. Ich fühle mich noch nicht da, wo die Gesellschaft oder mein Opa mich gerne sehen würden. Und ich liebe mein Leben, wie es gerade ist, so sehr, dass ich einfach noch nichts davon aufgeben möchte. Nie war ich so glücklich und am liebsten würde ich die Zeit mal kurz einfrieren.

Während eine Freundin nach der nächsten momentan entweder einen Heiratsantrag bekommt, schwanger wird oder ein Kind auf die Welt bringt, verbringe ich mein Leben zwischen zwei Zeitzonen und meine Wochenenden brauche ich, um den Kater von gestern zu kurieren. Ich bin frei, ungebunden, kann mir mein Leben endlich so leisten, dass es Spaß bringt und ich will diese Tatsache noch so lange es geht herauszögern und genießen – bevor ich nämlich wirklich groß und erwachsen werde. Mit Kindern und so.

Meine Zukunft, beziehungsweise mein Alter, ist und war für mich immer ziemlich weit weg und jedes Mal bin ich wieder überrascht, wenn ich dann doch irgendeine Altersgrenze knacke. Ich würde sagen, dass ich im weitesten Sinne eine erwachsene Frau bin, die ihr Leben ganz gut meistert und zumindest einiges im Griff hat, manchmal kindisch ist, aber nicht kindlich. Und ich möchte mich jetzt eher um meine Karriere als um Kinder kümmern und mir auch lieber einen Glühwein als die Milch warm machen. Mich um mich kümmern. Ist doch ok, oder?

Ob NYC oder Hamburg: Deborah, weiß, wo es sich am besten shoppen & feiern lässt

Letztes Jahr hat mir das 29 werden schon leicht zugesetzt – das letzte Jahr in den Zwanzigern, nur ein Jahr vor der großen 30. Damals bin ich noch geflüchtet, habe mich an meinem Geburtstag in den nächsten Flieger nach New York gesetzt und nicht nur die Tatsache gefeiert, dass ich jetzt sechs Stunden länger Geburtstag habe, sondern auch, dass ich diese Dinge, wie mich in den Flieger setzen, einfach machen kann. Meine Schwester kam mit Champagner von der Arbeit, dann sind wir in die Dry Bar gefahren und haben uns einen ordentlichen Blowout verpassen lassen, um bei der Feierei entsprechend auszusehen: Dinner mit den Girls bei Megu im Meatpacking, Drinks im PHD, Tanzen im Tao.

Dieses Jahr habe ich mich der 30 in meiner Heimat Hamburg gestellt – und zwar mit allem, was ich hatte. Und ich habe alles, aber auch wirklich alles daran gesetzt, sie mir so schmackhaft wie möglich zu machen. Da ich kein Geld für Kinder ausgeben muss, kann ich mein hart erarbeitetes und erspartes Geld in Chanel investieren. Ich bin ein Modemädchen, was soll ich sagen – und ich habe mir schon immer gedacht, dass ich mir vor 30 (oder eben zum 30. Geburtstag) selbst eine Chanel-Tasche kaufen werde. Die Geschenke, die man sich selbst macht, sind eh die schönsten und nachdem ich mich beim Lesen dieses Artikels auf Très Click auch noch vergewissert habe, dass sich meine gewünschte Handtasche mit den Jahren im Wert steigert, hatte ich die beste Rechtfertigung vor mir selbst und kann nun auch allen kritischen Blicken von Familie und Freunden lächelnd trotzen.

» Während eine Freundin nach der nächsten momentan entweder einen Heiratsantrag bekommt, schwanger wird oder ein Kind auf die Welt bringt, verbringe ich mein Leben zwischen zwei Zeitzonen und meine Wochenenden brauche ich, um den Kater von gestern zu kurieren. «

Mein Geburtstagsmotto lautete also „Gönn dir, solange du es noch kannst“. Und wisst ihr, was ich auch kann? Mich verwöhnen lassen, denn dazu habe ich im Gegensatz zu vielen anderen auch noch die Zeit. Mein liebster Beautysalon Adam & Eve hat mir diesmal in der Filiale am Mühlenkamp noch last minute einen Termin klarmachen können und mit neuen Wimpern, Augenbrauen und Nägeln konnte ich mir die 30 jetzt erst recht krallen – und dabei noch extrem gut aussehen. In #AllBlack und in Chanel und haben wir in meinem Lieblingsrestaurant in Hamburg, dem Izakaya im Sir Nikolai Hotel, reingefeiert. Das Iazakaya hat ein so schönes internationales Flair, eine supercoole Einrichtung, die japanisch-südamerikanische Fusionsküche kann locker mit den Top-Restaurants in New York mithalten – die Preise allerdings auch. Aber wie gesagt, 30 wird man nur einmal und wir wollten uns doch gönnen.

Das soll es aber noch nicht gewesen sein. Da meine Schwester dieses Jahr 35 geworden ist (JA, die ist sogar noch älter als ich und im ähnlichen State Of Mind) haben wir beschlossen, unseren Geburtstag gemeinsam zu feiern. Wir sind Kinder der Achtziger, ich bin zudem ein riesiger 80ies-Fan und feiere die Musik unfassbar, also haben wir uns eine Achtziger-Party geschenkt – da ich in naher Zukunft keine Hochzeit feiern werde, kann ich mich schließlich an meinem 30. richtig feiern lassen: Unter dem Motto „Glamorous 80ies“ haben wir all unsere Freunde und Familie ins Island in der Banksstraße (eine super Event-Location, falls ihr selbst mal etwas zu feiern habt!) eingeladen und dort zu Madonna, Soft Cell und Alphaville bis sechs Uhr morgens durchgetanzt. Unser Lieblingsgetränk Tonka Gin, der übrigens am besten mit Fever Tree Tonic schmeckt, hat uns sehr dabei geholfen – und mir auch über die Tatsache hinweg, dass ich jetzt wirklich 30 bin.

Älter, aber offensichtlich kein Stück weiser, habe ich am Tag nach meinem Geburtstag wie in alten Zeiten die Kloschüssel ganz fest umarmt und mich über das Älterwerden ausgekotzt. Der Kater wird mit den Jahren nämlich auch nicht besser. Aber was soll man machen, es ist wie es ist – 30. #FirstWorldProblems und es gibt Schlimmeres. Zum Beispiel 40 werden.

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