Können Pflanzen tatsächlich Therapiestunden ersetzen?

„Wir sollten mehr in die Natur“, na klar. Raus an die frische Luft, uns mit Pflanzen umgeben, die Ruhe genießen. Weiß doch jeder, dass das dem Gemüt guttun soll und für Entspannung sorgt.

Was bisher allerdings sogar noch unterschätzt wurde, ist der tatsächlich Einfluss auf unsere psychische Gesundheit. Auch Forschungsberichte, wie etwa aus dem Wissenschaftsmagazin „Frontiers in Psychology“, untermauern inzwischen, dass jegliche Form der „Ecotherapy“ tatsächlich anschlägt – und von behandelnden Ärzten zur Behandlung von psychischen Krankheiten eingesetzt werden sollte.

Ob Wandern, Campen, Gärtnern oder Kakteenpflanzen – die Interaktion mit der Natur unterstützt unsere Gesundheit und kann sich sogar positiv auf die Lebensdauer auswirken. In vielen Ländern gibt es daher bereits „heilende Gärten“, die als Therapieform selbst starke und akute Depressionen lindern sollen. Aimee Gee, Verantwortliche der Wohltätigkeitsorganisation für psychische Gesundheit „Mind“, erklärt gegenüber „The Guardian“:

„Ecotherapy kann einen enormen Vorteil für das Wohlbefinden bedeuten und ist bei der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen sowie Angstzuständen ähnlich wirksam wie ein Antidepressivum.“

Manchmal reicht ein bisschen Natur bereits aus

Grund dafür ist die ganzheitliche Auseinandersetzung mit den natürlichen Prozessen unserer Erde. Der Kopf wird abgelenkt, wenn wir beispielsweise Gemüse anpflanzen und kommt zur Ruhe. Zudem hilft der Aspekt der körperlichen Bewegung und der sozialen Interaktion bei jeder Form der Genesung. Ganz naheliegende Dinge also, die dennoch viel zu häufig zu kurz kommen.

Breath in – breath out

Längst nicht nur im Falle einer akuten psychischen Erkrankung übrigens. Auch präventiv wird geraten, sich möglichst viel in der Natur aufzuhalten. Unser „Urban Jungle“ zu Hause ist also garantiert schon mal ein guter Anfang. 😉

Ecotherapy ergänzt wirkungsvoll andere Behandlungsmethoden

„Sich auf das Pflegen von Pflanzen zu konzentrieren, bietet die Befriedigung, wichtige Aufgaben zu erledigen. Zudem hilft die bewusste Auszeit aus dem modernen Leben dabei, routinierte und schlecht angewöhnte Verhaltensmuster aufzubrechen“, fügt Psychologe Oliver James im Gespräch mit „The Guardian“ hinzu.

Eine drastische Veränderung benötigt eben doch manchmal gar nicht so drastische Maßnahmen. Sondern vielmehr solche, die naheliegen und auf die wir uns zurückbesinnen können. Pflänzchen eintopfen und durch den Wald spazieren – klingt schließlich gar nicht mal so schlecht. Wir müssen es nur wirklich tun! Ja, auch im stressigen Alltag oder als Ergänzung zu anderen Therapieformen. Zur Not auch gerne mal verschrieben vom Arzt. Oder impulsiv, einfach aus dem Bauch heraus: Hintern hoch, raus ins Grüne, Ruhe genießen und Energie tanken. Das ermöglicht die Natur nämlich von ganz alleine. Mit oder ohne Therapieansatz. 💚

Eure Pflänzchen können so viel mehr, als nur gut aussehen

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