Auch Edeka setzt jetzt auf unverpackt und nachfüllbar – hier bei uns in Deutschland

Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Wir LIEBEN Schritte wie diesen. Auch wenn er noch so klein erscheinen mag. Erst Rossman, dann DM, anschließend Aldi und nun auch noch Edeka. Was diese Großhändler gemeinsam haben, soll ein kleiner Lichtblick inmitten der weltweiten Plastikflut sein.

Sie alle bieten inzwischen die ein oder andere Ware unverpackt an. Ob Reis, Nudeln, Shampoo oder Waschmittel – die Produkte sind meist aufwendig in Einwegplastik verpackt. Dabei könnte doch alles so viel einfacher sein: Wir schnappen uns eine einzige Verpackung, nehmen diese immer wieder zur Hand… und füllen unsere Einkäufe aus dafür vorgesehenen Stationen ab. So oft und so regelmäßig wir wollen.

Kaufen wir diese stattdessen nämlich weiter in den regulären X-Gramm-Packungen ein, kommt über die Jahre ganz schön viel Plastikmüll zusammen. Und dem wollen nun auch große Supermarktketten Schritt für Schritt etwas entgegensetzen. Mit Angeboten wie diesem von Edeka hier.

In einem (Probe-)Markt können sich Kund*innen nun das 2-in-1 Shampoo und Duschgel des Start-ups WITHOUTme selbst abfüllen. Einmalig ist lediglich der Kauf einer Mehrweg-Edelstahlflasche notwendig – danach kann’s direkt losgehen. Die Refill-Station aus Holz lädt dabei auf jeden Fall zum Ausprobieren ein. Und – anders als beim Pilotprojekt von Aldi – wird das Konzept von Edeka und WITHOUTme direkt bei uns in Deutschland ausprobiert. Menschen aus Heilbronn sind die glücklichen Versuchskaninchen und dürfen ab sofort das umweltfreundliche Kosmetikprodukt in ihre Badezimmer befördern.

Wobei „umweltfreundlich“ tatsächlich genau das richtige Schlagwort ist! Oftmals entfällt bei solchen Stationen nämlich nur das Plastik drumherum. Genauso entscheidend ist aber auch die Zusammensetzung innen drin. Und auch die scheint bei dem im Schwarzwald produzierten „Bioshampoo und Duschgel“ sehr vertretbar zu sein! Kein Mikroplastik, keine Tierversuche, Silikone oder Parabene. Yay! Das zumindest proklamieren die Hersteller*innen der Brand. Zudem erfüllt das Produkt, eigenen Angaben nach, alle Zertifizierungsauflagen des renommierten ‚Natrue‘-Siegels. 

Unser Vertrauen ist dadurch doch glatt nochmal ein wenig angestiegen! Da lässt sich sogar fast schon der stattliche Preis des Nachfüllprodukts verzeihen. Einmalig werden für die erste gefüllte Edelstahlflasche 35 Euro fällig. Anschließend kosten 340 Gramm des Produkts jeweils 13 Euro.

WITHOUTme bringt seine Nachfüllstation zu Edeka

Das Pilotprojekt ist also nicht unbedingt für alle Kund*innen gleichermaßen geeignet. Diejenigen, die (preistechnisch) bei Kosmetik sowieso bereits auf Inhalte und Verpackungsfreiheit setzen können, bietet die Station im Heilbronner Edeka aber sicherlich genau das richtige! Tolles Produkt, abgefüllt in stylische Flaschen, heimgebracht in plastikfreie Badezimmer. Ganz ohne dafür zehn verschiedene Läden abklappern zu müssen…

Das Refill-Geschäft für Supermärkte läuft an

Und genau darauf kommt es letztlich wohl an: Umweltverträglichkeit muss erreichbar sein. Muss zur Normalität werden und im Angebot steigen. Damit nicht nur eine kleine Bubble nachhaltiger leben kann. Sondern damit alle neugierig werden, ausprobieren wollen und einen Umstieg wagen.

Dafür braucht es Möglichkeiten wie diese. Und dafür braucht es große Player wie Edeka, die die Entwicklung vorantreiben und sich aus eigenem Engagement heraus mit Verbesserungsmöglichkeiten beschäftigen. Die Last der Klimakrise darf nicht allein auf den Schultern von Einzelpersonen liegen. Die Veränderung muss an ganz anderer Stelle verantwortet werden. Von all den Rossmanns, DMs, Aldis und Edekas dieser Welt. Für mehr Sichtbar- und Konkurrenzfähigkeit. Genau deshalb wünschen wir uns Nachfüllstationen auch so dringend im Mainstream – und in tausend weiteren Supermärkten.

Ab unter die Dusche damit!

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