Très Click
07.08.2017 von Très Click

#EmpireStateOfMind: Das sind die größten Unterschiede zwischen New York & Hamburg

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Wenn wir etwas entdecken, das wir wirklich unbedingt und am besten sofort haben wollen, dann kommt es meistens aus… richtig, New York! In der Metropole ergeben sich gefühlt im Sekunden-Takt neue Trends. Doch wenn die dann endlich bei uns in Deutschland ankommen, ist das Ganze in NYC schon längst wieder out. Um also immer up-to-date zu sein, ist es durchaus ratsam, sich einen guten Kontakt im Big Apple zuzulegen. Unsere New York-Korrespondentin Deborah Landshut hält uns künftig auf dem Laufenden. Zusammen mit ihrer französischen Bulldogge Barney Stinson erobert sie ab sofort New York. Wenn also jemand weiß, was angesagt ist, dann SIE. Nicht umsonst war Deborah bereits stellvertretende Chefredakteurin des TEASER Magazins und arbeitete schon als freie Autorin für Gala.de, Cover und Co. Ab sofort geht also kein Trend mehr an uns vorbei – und an euch natürlich auch nicht! Diesmal geht es um den Vergleich zwischen ihrer Heimat Hamburg und ihrer Wahlheimat New York.

New York ist großartig. Und groß, nicht unbedingt artig. Letzteres ist Hamburg aber. Ich liebe beide Städte auf spezielle Art und Weise: In Hamburg liegen meine bodenständigen Wurzeln, New York gehört mein flatteriges Herz. Umso schöner ist es, dass ich durch meinen Job und die Hin- und Her-Pendelei das Beste aus beiden Welten genießen kann. Das heißt aber auch, dass ich den ungefilterten Vergleich habe – und damit immer mal wieder einen Reality-Check.

NYC vs. Hamburg

Nachdem ich die ersten Monate des Jahres in New York verbrachte, für Très Click und Vogue auf Fashion Weeks war, den berühmtesten Tättowierer Bang Bang interviewte, die Hot Spots der Stadt ausgemacht habe, dabei das beste Essen in New Yorker In-Restaurants schnabulierte und mir die Nächte hinter den härtesten Türen der Stadt um die Ohren geschlagen habe, bin ich für einige Zeit wieder nach Hamburg. Pleite, aber glücklich – und auf Entzug. Entzug von New York.

Die Stadt, die niemals schläft, kann nämlich auch ganz schön anstrengend sein. Der rastlose Vibe der City überträgt sich auch auf seine Bewohner. Die wenigsten New Yorker sind „chill“ – bis auf die, die den ganzen Tag kiffen. Und ja, in New York riecht es nicht grundlos an jeder Straßenecke nach Gras. Ich habe mich dazu entschlossen mir meine Erholung lieber in Hamburg zu gönnen. Auch wenn meine Heimat eine Großstadt ist: Du weißt spätestens, dass du in Hamburg bist, wenn du an einem Sonntag ankommst und der Montag ein Feiertag ist. Und Supermärkte wie Restaurants geschlossen haben, alles um dich herum ist still – Welcome Back! Aber: Ist es nicht das, was ich an Hamburg so sehr liebe?

Hamburg hat viel, was New York nicht hat. Ruhige Straßen, Grünanlagen, die man tatsächlich auch betreten darf, die Supermarktkassiererin, die deinen Namen kennt und mit der du beim Zahlen noch ne Runde schnackst, und eben auch meine Freunde, die ich nicht jedes mal mit in meinen Koffer packen kann. Ich liebe es, mit meinem Hund Barney leinenlos durch Eppendorf zu laufen, ihn ohne Angst frei vorm Laden zu lassen, wenn ich mir das saftigste Franzbrötchen beim Hansebäcker hole, und es ist unbezahlbar mit meinen Freunden beim Stamm-Italiener, im Lentini, auf mehrere Rosés zu versacken, während Barney vor der Restaurantküche sitzt und vom Koch persönlich mit Schinken und Salami gefüttert wird. Das sind Momente, in denen du weißt, dass du Zuhause bist.

» Ich liebe beide Städte auf spezielle Art und Weise: In Hamburg liegen meine bodenständigen Wurzeln, New York gehört mein flatteriges Herz. «

Manchmal tut so ein Detox von New York ganz gut. Im Hamburger Grün entgiften und Stille genießen. Das „Detox“ habe ich nach meiner Ankunft in Hamburg und vor meiner Rückkehr nach New York auch gleich wörtlich genommen und zwei Saftkuren gemacht. Die erste Juice Cleanse habe ich bei Kale & Me zu Beginn in Hamburg bestellt, die nächste Saftkur gab es kurz vor meiner Abreise zurück nach New York, diesmal von Frank Juice. Ich bin echt ein großer Fan von Saftkuren und habe auch beide gleich ganze fünf Tage durchgezogen: Man lebt in dieser Zeit zwar „nur“ von Saft zu Saft und kann auch am geselligen Leben kaum teilhaben, aber dafür habe ich immer ganz schön viel Energie (ungewöhnlich für mich), ich fühle mich viel wohler und ich merke dann vor allem immer, dass ich nicht so viel essen muss, wie ich es ständig tue. Und neuen Studien zufolge ist es gar nicht schlecht, ab und an, tage- oder stundenweise zu Fasten. In den kaltgepressten Säften sind wahnsinnig viele Vitamine und die Rationen sind so aufgebaut, dass man über den Tag verteilt genau die richtigen Nährstoffe zum richtigen Zeitpunkt bekommt. Die Kale & Me Kur gibt es wild gemixt und bei Frank Juice kann man sogar noch aus drei Schwierigkeitsgeraden wählen. Und natürlich habe ich mich für die grüne Profi-Variante entschieden – ich Vollprofi. Juice Cleanses sind auch immer ein ganz guter Start, wenn man seine Ernährungsroutine etwas ändern möchte – und wenn man, so wie ich, nächste Woche in New York auf eine riesen Hochzeit muss und das Abendkleid rocken will!

Was ist jetzt schöner? Hamburg oder New York?

Apropos, dann müssen natürlich noch ganz andere Beauty-Register gezogen werden. Vor allem, wenn man sich nicht nur auf eine Hochzeit, sondern gleich noch auf Fashion Week und Co. vorbereiten muss. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich in New York immer Schwierigkeiten habe, die richtigen Beautysalons zu finden. Die Guten sind alle richtig teuer und den Bezahlbaren mangelt es meistens an Hygiene. Ich kann euch nicht sagen, wie oft ich schon mit geschlossen Augen verzweifelt in irgendwelchen Nagelstudios saß und es nicht abwarten konnte, mir im nächsten Coffee Shop gefühlte drei Stunden die Hände zu waschen. Seit Jahren gehe ich ihn Hamburg zum Beispiel zu meiner Lieblings-Nageltante (ich darf sie so nennen), zu Alex Nagelstudio nach Hause. Sie ist die Einzige, die aus meinen Nägeln etwas Ansehnliches herausholen kann. Meine Wimpern mache ich neuerdings am allerliebsten bei Adam & Eve in Eppendorf – dort bin ich schon seit tausend Jahren meistens für die Shellac-Pediküre und schon früher gab es zu jedem Teenie-Geburtstag einen Gutschein. Der Salon ist zwar frisch renoviert, aber die Gesichter sind bekannt geblieben. Ich finde es immer schön, wenn man seine eigene „Beauty-Force“ hat. Dazu gehört bei mir seit Anfang des Jahres auch das neue Benefit Studio am Eppendorfer Baum – das sind die einzigen Mädels, die an meine Augenbrauen dürfen. Und kurz vor New York habe ich mir hier auch einen Spray-Tan abgeholt: auf den Hamburger Sommer ist einfach kein Verlass!

Und das ist wiederum das Schöne (nicht das Einzige, natürlich) an New York: Der Himmel ist eigentlich immer blau und ich werde auch nachts und an Feiertagen niemals verhungern. Und in lauter Vorfreude auf meine zweite Heimat habe ich an meinem Abschiedsabend mit meinen Mädels ganz traditionell amerikanische Hotdogs gegessen: Hook Dogs hat in Hamburg einen neuen Laden in der Max-Brauer-Allee eröffnet, der nicht nur besondere Hot Dogs und super vegetarische Varianten serviert (für mich!), sondern auch riesige, bunte Milkshakes, für die man bei Black Tap in SoHo drei Stunden in der Schlange stehen würde.

Ja, ein bisschen New York gibt’s auch in Hamburg – nur eben ohne Hype und unverhältnismäßige Wartezeiten. Und dennoch kann ich es kaum abwarten, wieder durch dreckige und von Müllbergen flankierte Straßen zu laufen, mir beim Food Truck an der Ecke einen Plane Cream Cheese Bagel zu holen, weil die Kohle für nichts anderes reicht und für Barney im Central Park das nächste Ticket zu kassieren, weil ich ihn nach den offiziellen Hundezeiten habe laufen lassen. New York, I’m coming for you!

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