Miriam Schell
29.08.2019 / Update: 04.09.2019 von Miriam Schell

Ja, der neue Hundefilm „Enzo“ ist rührend, aber diese eine Sache hat ihn für mich trotzdem ruiniert

Als ich vor einer Weile das erste Mal den Trailer zum neuen Hunde-Film „Enzo und die wundersame Welt der Menschen“ sah, dachte ich eigentlich nur eins: Okay, ein Film mit Milo Ventimiglia, Amanda Seyfried und einem ultra knuffigen Golden Retriever (und ja, die Reihenfolge dieser Aufzählung sagt durchaus aus, worüber ich mich am meisten gefreut habe… 😜 ), den muss ich sehen. 

Wer nicht weiß, was ich meine, schaut sich bitte nur nochmal kurz das Bild da oben an. Jetzt verstehen wir uns, oder? 😁 So saß ich also vor ein paar Tagen pünktlich zur Preview im Kino und hab mir den neuen Hundefilm des Jahres reingezogen. 

Und ich sag’s mal so: Dieser Streifen hatte von beidem etwas: Echte Wow-Momente, die mir hier und da sogar fast ein paar Tränchen entlockt hätten, und dann aber leider auch ein paar einprägende Autsch-Momente, die sich, rückblickend betrachtet, eher wie ein nasser Hundekuss anfühlten. Nett gemeint und trotzdem irgendwie unangenehm. 

Ein Hund und Milo Ventimiglia? Unschlagbare Kombi!

Aber dazu gleich mehr. Kommen wir erstmal fix zur Story und den guten Sachen. Und eine/ bzw. einen hab ich ja bereits erwähnt: Milo Ventimiglia. Und ja, ich gebe es zu. Ich schaue mir den 42-Jährigen einfach gerne an. Erstens, weil er ziemlich hot ist und ich ihn seit „This Is Us“ verehre, und zweitens, weil er mich auf der Leinwand immer wieder berührt

Und nun nennt mich voreingenommen, doch genau das hat er mit seiner Rolle in „Enzo“ wieder geschafft. Dort spielt Milo nämlich Denny, einen Rennfahrer, der groß rauskommen will. Ein unglaublich charmanter, toller Typ, der eines Tages auf die brillante Idee kommt, sich einen kleinen Hundewelpen anzuschaffen: Enzo (und ja, er wurde nach Enzo Ferarri benannt). 

Ab diesem Moment wird der kleine Vierbeiner zu Dennys Wegbegleiter, zu seinem schwanzwedelnden Kumpanen, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet.

Enzo ist da, wenn Denny seine rasanten Rennen fährt… wenn Denny sich verliebt (hier kommt übrigens Amanda Seyfried ins Spiel, die als Eve neben Milo wirklich wie DAS perfekte Gegenstück wirkt – ein Lob für die Schauspielerauswahl also 🙌🏻). Enzo ist da, wenn Denny das erste Mal Vater wird und wenn Denny durch die wahrscheinlich schlimmste Zeit seines Lebens gehen muss. Ich will an dieser ganzen Stelle gar nicht zu viel verraten, doch letzteres hat definitiv zu einigen dieser „Reiß dich zusammen, sonst klebt deine Wimperntusche gleich überall, nur nicht da, wo sie hingehört“-Momente geführt. 😢

Eben die Wow-Momente, die wirklich ans Herz gegangen sind. Enzo und Denny, gemeinsam gegen den Rest der Welt. Man muss es einfach lieben… als Hundeliebhaber erst recht. „Ob es nun Schicksal war oder Glück… ich wusste nur, es war mir vorbestimmt, sein Hund zu sein“, sagt der Vierbeiner direkt zu Beginn des Films. Und genau an dieser Stelle kommen wir eigentlich auch schon zu dem absoluten Autsch-Ding, das sich leider durch den ganzen Film zieht. 

„Dieser Hund tut so, als wäre er menschlich“

Denn nein, nicht Denny erzählt uns von all diesen schönen und traurigen Momenten, sondern Enzo. Ein Hund (!!)… der plötzlich reden kann (zumindest hören wir die ganze Zeit seine Stimme im Hintergrund) und der sich so verhält, als würde er die Menschen besser verstehen als sie sich selbst. Und noch viel schlimmer: Er benimmt sich auch so. Ja, dieser Hund tut so, als wäre er menschlich. Er ist eifersüchtig, wenn plötzlich ein neues Weibchen (aka Eve) ins Rudel kommt (und nein, Kommentare wie Anscheinend war Denny fasziniert von ihrer Fellpflege“ kann ich einfach nicht ernst nehmen) und er schaut begeisterter Fernsehen, als ich es jemals getan habe. 

Doch Fakt ist: Hunde, Katzen und Vierbeiner im Allgemeinen machen so etwas einfach nicht. Hunde scheißen (sorry, die Ausdrucksweise) auch nicht absichtlich auf den Teppich, nur weil sie gerade einfach mal jemanden ärgern wollen. 😅 Nein… und irgendwie hat dieser ganze Zirkus den Film für mich kaputt gemacht. Klar, ich wusste schon vorher, was ansatzweise auf mich zukommen würde (hab schließlich den Trailer geschaut) und ich wusste eigentlich auch, dass ich solche „Hunde erzählen dir vom Leben“-Filme nicht mag (mit Bailey bin ich nämlich auch nie warm geworden), doch irgendwie konnte ich zu Milo eben trotzdem nicht nein sagen.

Und ja, ER hat den Film (zusammen mit Amanda und Enzo als Hund, ohne Stimme und Gedanken 😄) auch tatsächlich irgendwie „gerettet“. Denn wie gesagt, ergreifende Gänsehaut-Momente hat „Enzo“ allemal… nur werden die eben viel zu oft von schrägen Hunde-Gedanken im Hintergrund wieder völlig ruiniert. Ja, meine Stimmung hat während des Films quasi Ping Pong gespielt. In der einen Sekunde hab ich gedacht Okay, das war jetzt wirklich süß und in der nächsten Sekunde wäre ich am liebsten schreiend davongelaufen, wenn plötzlich das Spielzeug-Zebra (dank Enzos kurzweiliger Halluzinationen) zum Leben erweckt wird und wie ein Plüschtier-Ninja das Kinderzimmer auseinandernimmt. DAS ist dann halt nur noch unangenehm…

… eben wie ein kalter Hundekuss. Jetzt müsst ihr nur noch entscheiden, ob ihr das in Kauf nehmen wollt oder nicht.

Also last but not least: Der Trailer zu „Enzo und die wundersame Welt der Menschen“:

 

„Enzo“ ist ab dem 3. Oktober 2019 im Kino zu sehen.

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