Extrovertiert, introvertiert …? Vielleicht bist du AMBIvertiert!

Wäre Introvertierheit ein Musik-Instrument, es wäre vielleicht eine Triangel – leise, bedächtig aus der letzten Reihe gespielt, kaum wahrnehmbar. Die Extrovertiertheit braucht da schon so etwas wie eine Trommel – sie schlägt laut, um gehört zu werden, sie sucht das Spotlight, um gesehen zu werden.

Und vielleicht sind dir gerade beim Lesen schon ein paar Leute eingefallen, die deiner Meinung nach in die überspitzte Beschreibung des Einen oder des Anderen fallen.

Extrovertiert zu sein heißt, gerade aus der sozialen Interaktion viel für sich zu ziehen, die Gesellschaft zu suchen, das Innere nach Außen zu kehren.

Wer introvertiert ist, der braucht auch mal ’ne Pause von seinen Mitmenschen, der analysiert mehr, der ist vielleicht ein bisschen verkopfter.

Weil wir nun aber von zwei entgegengesetzten Polen sprechen, und dazwischen noch jede Menge Luft für Begrifflichkeiten ist, kommen Psychologen seit Längerem mit einem weiteren Schlagwort um die Ecke.

Das sagen Psychologen über Ambivertiertheit

Wir können auch ambivertiert sein! Ambi … was? Zur Erklärung: Das Präfix Ambi- stammt vom Lateinischen ambō und heißt wörtlich übersetzt „beide“. Was bedeutet, wir können auch beide charakterlichen Phänomene in uns tragen. Je nach Situation und abhängig von den Menschen, die uns umgeben, tritt eher der eine Persönlichkeitszug stärker hervor als der andere.

„Grundsätzlich handelt es sich dabei um jemanden, der sein Verhalten in die Richtung von Introvertierheit oder Extrovertiertheit korrigiert und anpasst, abhängig von seiner Umwelt oder vorliegenden Tätigkeit“, weiß Ian J. Davidson, Doktorand der Psychologie, gegenüber dem US-Magazin Bustle einzuordnen.

Davidson hat seine Expertise unter anderem im Zuge seiner Arbeit „A History of Ambiversion in 2017“ erworben. Er stellt auch klar, dass das Konzept der Ambivertiertheit unter Psychologen schon vor Jahren dazu diente, überhaupt einen Mittelpunkt zwischen den beiden Polen Introvertiertheit und Extrovertierheit auszumachen. Heute ist man bei der Einordnung viel weiter und geht davon aus, dass zwei Drittel aller Menschen sich selbst weder in das eine Extrem, noch in das andere einordnen würden. Bei ihnen kann man davon ausgehen, dass sie ambivertiert sind.

» Ambivertierte Menschen verfügen über eine große Bandbreite an Verhaltensmustern. «
Psychologe Adam Grant

Der Business Insider zitiert außerdem aus einer Studie von Adam Grant – Psychologe an der Uni von Pennsylvania – , der festgestellt hat: Weil sich ambivertierte Menschen besser auf ihr Gegenüber einstellen können und, je nach Situation, mehr ins Extrovertierte oder Introvertierte schwenken können, sind sie sogar die besseren Verkäufer.

„Ambivertierte Menschen verfügen über eine große Bandbreite an Verhaltensmustern im Umgang mit anderen. Sie schaffen es, genügend Bestimmtheit und Enthusiasmus zu zeigen, um einen Verkauf zum Abschluss zu bringen. Gleichzeitig neigen sie dazu, den Interessen ihrer Kunden ausreichend Aufmerksamkeit zu schenken und nicht zu übermotiviert oder zu selbstsicher aufzutreten.“

Falls ihr also gerade mental einen Haken hinter diese Beschreibungen gesetzt habt und euch wiedergefunden habt, dann wisst ihr euer Verhalten nun ein bisschen besser einzuordnen. Natürlich ist das nur ein winziges Puzzleteil im komplizierten Spektrum menschlichen Denkens und Handelns.

Das Zusammenspiel ist entscheidend

Eines ist für uns sowieso klar. Ob Extro, Intro, Ambi … oder andere lateinische Präfixe: Die Musik klingt dann am schönsten, wenn jeder anders und alle zusammen spielen!

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