Die 6 klassischsten No-Go-Fragen an Weihnachten … und wie ihr darauf reagieren könnt

Die Feiertage stehen vor der Tür. Könnt ihr euch das schon so richtig vorstellen?! Es ist soweit! Das Jahr raste an uns vorbei und schon sitzen wir wieder hier. Am Essenstisch mit Mutter, Vater, Tante, Onkel, den Cousinen und dem Schwippschwager dritten Grades. Keine Frage, Weihnachten kann unheimlich besinnlich sein und die Familie auf eine gute Art und Weise zusammenbringen … doch leider ist das nicht immer, und auch nicht bei allen, der Fall. Oftmals graust es uns stattdessen schon Tage vorher, wenn wir nur daran denken, uns beim Familiendinner wieder mit Eierlikör bei Laune halten zu müssen.

Denn wenn sich eines um Weihnachten herum kaum vermeiden lässt, dann sind es bohrende Fragen. Von der Familie, den alten Klassenkameraden, den neugierigen Nachbarn. Die meisten davon sind gar nicht böse gemeint. Und doch können sie weh tun, uns vielleicht sogar kurz mal sprachlos machen. Weil nicht selten Vorwurf oder Anspruch mitschwingt – in diesen allumfassenden, bedeutungsschwangeren Fragestellungen. Die oftmals beinahe unverfänglich, mit einem Schulterklopfer etwa, in den Raum geworfen werden. Und wir? Wir sitzen dann da. Schwitzend und stotternd.

Doch wir können euch beruhigen: Ihr seid damit immerhin nicht allein. Uns allen geht es so und wir alle können vermutlich von der ein oder anderen No-Go-Frage ein Liedchen singen. Weshalb doch eigentlich nichts näher liegt, als die nervigsten Trigger für euch zusammenzufassen … und mit der passenden Antwort zu versehen.

6 Fragen an Weihnachten, die jeder kennt … und niemand hören will

„Naaa, wann ist es bei euch endlich so weit?“

Mit Kindern, der Hochzeit, dem EIGENHEIM?! Ihr kennt die Leier. Und ganz egal, aus welchem Grund ihr nicht darüber sprechen wollt, ob nun, weil ihr euch als Paar noch nicht einig seid, gar kein Interesse daran besteht oder es sich als schwierig gestaltet, der Nervfaktor bleibt ähnlich hoch.

„Kommst du schon wieder allein?“

Hier bin ich, all on my own. Ist diese Frage also wirklich notwendig? Schon klar. Insgeheim impliziert sie natürlich ein klares, vorwurfsvolles „WARUM„? Warum kommst du alleine? Warum stellst du uns nie jemanden vor? Warum kriegst du niemanden ab?! So oder so ähnlich kommt diese unnötige Ausformulierung jedenfalls in unserem Kopf an.

„Was macht eigentlich [dein Ex-Freund von vor 3 Jahren]?“

Diese Frage kann zwei Dinge bedeuten. Entweder er war der Liebling aller Schwiegereltern in spe – und eben jene wollen ihn jetzt gerne für euch zurück. Oder aber sie wissen bereits, wie sein Leben heute aussieht. Vorzugsweise genau SO, wie sie es sich für EUCH insgeheim wünschen würden. Im klassischsten Fall: Haus, Hund, Kinder. Wenn da also mal kein versteckter Hinweis mitschwingt …

„Willst du nicht den [Namen vom Sohn des Kollegen] mal kennenlernen?“

Wohooo. Jetzt aber mal halblang hier. Eindeutiger kann ein Kuppelversuch wohl kaum formuliert sein. Da soll jemand schnell unter die Haube gebracht werden. Oder zumindest in eine vorzeigbare Partnerschaft. Ist notiert. Der bärtige Philosophie-Student neben euch passt offenbar also nicht ganz so gut ins Bild.

„Was macht das Studium/ der Job/ die Beförderung?“

Hinter den bohrenden Liebesfragen sicherlich das begehrteste Thema unterm Weihnachtsbaum. Hello again, Leistungsdruck! Und selbst wenn ihr darauf eine zufriedenstellende Antwort geben könnt, ist das Thema meist noch längst nicht gegessen: „Und was machst du dann damit?!“, „Hat das denn überhaupt Zukunft?“, „Wie soll es damit weitergehen …?“ Ihr kennt das „Spiel“.

„Hast du zugenommen?“

… Oder aber auch: Abgenommen, die Haare immer so komisch, noch ein anderes Oberteil dabei, „zu wenig Schlaf abbekommen“?! Ernsthaft jetzt. Solche Fragen können kaum noch ‚fürsorglich‘ gemeint sein. Meist verletzen sie einfach nur. Sonst gar nichts. Sie helfen nicht weiter und bringen niemanden voran. Gestellt werden sie trotzdem. Darauf kann man sich verlassen. Danke also, für nichts …

Darauf erstmal kurz ’ne Runde Durchatmen. Und vielleicht ein kleines Eierlikörchen kippen (drink responsible!). Was jetzt gerade, aus der sicheren Entfernung, vielleicht sogar für Belustigung sorgt, wird für viele von uns schon bald bitterer Ernst. Und für diesen Fall? Brauchen wir eine Strategie – die funktioniert. Vermutlich weiß jeder schon ganz persönlich für sich, welche der Fragen am ehesten auftauchen könnte. Konzentrieren wir uns also individuell darauf … und erarbeiten gemeinsam einen Escape-Plan. Ohne Gegenvorwurf (auch wenn wir so gerne würden), ohne die Party zu sprengen (obwohl das am lustigsten wäre), dafür aber mit jeder Menge eigenem Seelenwohl.

So kannst du die lästigen Fragen einfach übergehen

Beziehungsexperte Dr. Seth Meyers rät gegenüber Bustle: „Eine gute Grundregel ist es, sich daran zu erinnern, dass die Ursache der Angst oft darin besteht, unvorbereitet getroffen zu werden. Daher ist es entscheidend, sich mentale Strategien zurechtzulegen und auf potentiell unangenehme Interaktionen vorbereitet zu sein.“

Klingt banal und so gar nicht life-changing? Ist aber tatsächlich der wichtigste Schritt, um unangenehme Fragestellungen in Zukunft souverän zu parieren. Wer vorbereitet ist, kann zwar immer noch getroffen werden – aber immerhin besser ausweichen. Dabei hilft es, die entsprechenden Antworten bereits vorab im Kopf zu haben. Das können Sätze sein wie: „Aktuell ist das der Stand der Dinge, aber ich werde dich wissen lassen, wenn sich daran etwas ändert“ oder „Ja, so sieht es momentan aus. Aber an Festen sollte es spaßig zugehen, also lass uns doch lieber über etwas Leichteres sprechen.“

Routinierte Satzstrukturen helfen dabei, Themen schnell zu beenden und sich emotional abzugrenzen. Viele schwören auch darauf, den Fragen selbstironisch („Ach, das kann bei mir dauern“) zu begegnen, um den Fokus wieder abzulenken. Wichtig ist dabei nur, sich durchgehend seinen eigenen Wert vorzuhalten. Wie ein Mantra sollte es in unseren Köpfen also schallen: „Du bist toll, so wie du bist!“

Denn das sind wir, definitiv! Ganz egal, was uns die Fragen auch glauben lassen wollen. Ganz egal, welchen Ansprüchen wir vordergründig nicht gerecht werden können. Wer mit diesen kleinen, mentalen Strategien an all die künftigen Familienfeiern herangeht, wird hoffentlich nicht mehr ganz so hart von ihnen überrollt. Das macht vielleicht nichts gut, aber immerhin alles irgendwie besser.

In diesem Sinne: Frohe (entspannte) Feiertage, Friends!

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