Julia Kiener
31.05.2017 von Julia Kiener

Wie ist es eigentlich, wenn man als unsportlichste Person der Welt bei einer Fitness Challenge mitmacht?

Es ist Februar 2017, ich liege in Australien am Strand (juchuuu, Urlaub!) und stelle fest: Mit 20 saß die 38 auch irgendwie noch lockerer. Sechs Jahre später merkt man eben, dass sich jahrelanger Fastfood-Genuss ohne adäquaten Sportausgleich schon in etwas Wabbel verwandelt hat (an dieser Stelle ein kleines Dankeschön an meinen Stoffwechsel, der eine drastische Gewichtszuname verhindert hat 😉). Der Entschluss stand fest: Es muss sich was tun. Und als hätte mich irgendeine höhere Macht erhört, kam Foodspring um die Ecke und fragte mich, ob ich nicht bei ihrer #MyBodyMyBuddy-Challenge mitmachen wollte.

Man würde meinen, dass Menschen, die seit Jahren quasi ZERO Sport gemacht haben und deren Ernährung jedem Arzt Angst machen würde, sich kurz überlegen würden, bei einer Body- und Fitness-Challenge mitzumachen. Aber nicht ich, ich habe ohne zu zögern „ja, klar“ gesagt (Notiz an mich selbst: Denk doch bitte ein einziges Mal nach, bevor du sprichst). Kaum hatte ich es ausgesprochen, saßen auch schon Deborah und Julian von Foodspring bei uns im Büro und erklärten mir meine Dos und Don’ts für die nächsten 30 Tage. Dabei wusste ich gar nicht so recht, wer von beiden mir mehr Angst bereitete.

Deborah erklärte mir, dass ich ab jetzt doch bitte auf meine heiß geliebte Pasta, Zucker und Co. verzichten und mir doch morgens zum Frühstück bitte keine Nutella-Stulle mehr schmieren sollte. Julian hingegen erschreckte mich etwas mit seinem 4-Mal-die-Woche-Fitness-Training. Mit meinem Starterpaket von Foodspring und dem Fitnessplan von Julian Reinhold (der übrigens ein superkrasser Crossfitter ist) startete ich mehr als motiviert in meine 30-Tage-Challenge.

Kleiner Spoiler: Ich habe gerade ziemlichen Muskelkater. Nicht von der Challenge, die ist nämlich schon eine Weile vorbei, sondern von meinem ersten offiziellen Lauf für einen guten Zweck. Nein, kein Marathon oder Halbmarathon, aber für mich, die bis vor einiger Zeit nicht einmal 50 Meter ohne Schnappatmung hätte laufen können, sind auch knappe 7,5 Kilometer eine Leistung. Für den nächsten 7,5-Kilometer-Lauf im September bin ich auch schon angemeldet. Man könnte sagen, dass ich etwas Wettkampfblut geleckt habe …

Aller Anfang … war gar nicht so schwer

Entgegen meiner Erwartung, war die Ernährungsumstellung das geringere Problem. Klar hat mir die Tafel Schokolade (leider keine Übertreibung) am Nachmittag gefehlt, aber dafür war ja ein supersättigender Schoko-Protein-Riegel drin, der wiederum so schokoladig war, dass einem im Grunde schon ein halber Riegel gereicht hat. Auch das Nutella-Brot am Morgen oder die Pasta mit Pesto am Abend haben wenig gefehlt. Es wurde sogar so verrückt, dass ich angefangen habe für den nächsten Tag vorzukochen, was mir sogar Spaß gemacht hat.

Und auch die Fitness-Übungen machten Spaß, besonders das Laufen hat es mir schnell angetan. Glaubt mir, ich selbst war die Letzte, die damit gerechnet hat, morgens um 06:00 Uhr aufzustehen, um erst einmal 30-40 Minuten joggen zu gehen. Hallo? Wer bin ich und was hast du mit meinem alten Ich gemacht?!

Auch die Crossfit-Übungen, die ich von Julian bekommen habe, haben Spaß gemacht. Man konnte sie zu Hause erledigen (sorry, Nachbarn, mein Trainer hat gesagt, ich muss Burpees, Squats und Jumping Jacks machen!) und in kürzester Zeit lag man wie ein Karpfen außerhalb des Teichs mit Schnappatmung auf dem Boden.

Der Dämpfer und der Motivator

Und dann kam er, der Dämpfer: Ich hab mir meinen Fuß verknackst, im Job wurde es stressig – Dienstreisen standen an und ausreichend geschlafen hab ich in Woche 3 auch nicht wirklich. Ich hinkte also mit meinen Übungen hinterher, schmachtete immer öfter Mal nach etwas Süßem und war irgendwie demotiviert. Da konnte nur ein Telefonat mit Julian aka dem Motivator helfen.

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Nicht nur, dass er mir schon im ersten Treffen eine Phrase ins Gehirn brannte, quasi mein Mantra, sondern auch noch seine Nummer mitgab: „Wann auch immer du einen Hänger hast, melde dich.“

Ich hatte einen Hänger, und was für einen. Mein Mantra „Wer 50 Prozent gibt, sollte keine 100 Prozent erwarten“ schwirrte zwar noch immer in meinem Kopf herum, aber manchmal braucht man ja auch auf der Strecke ein paar Motivationszurufe. Und mein Trainer hielt, was er versprach und motivierte mich, machte mich kurz rund, dass Dienstreisen und Co. einfach keine Ausrede wären und man schließlich überall Sport machen könne und immer etwas zu essen finde. Ja, er hatte ja recht.

Und so fand ich mich ein paar Tage später um 06:30 Uhr morgens in London nach ein paar Stunden Schlaf bei Burpees auf dem Hotelzimmerboden wieder. Mein einziger Gedanke, während ich schwitzend das dritte Set der Übungen machte, war „DAS glaubt mir keiner, der mich halbwegs gut kennt“.

Das Fazit

Wer jetzt denkt, dass ich mittlerweile einen Sixpack habe, vollkommen kohlenhydratfrei lebe und vier Mal die Woche Sport mache, den muss ich leider enttäuschen (sorry Julian!!!). Als die 30 Tage rum waren, war nicht nur die Challenge fertig, sondern auch ich. Ja, ich habe mich gequält, ab der Mitte sogar ziemlich. Ich bin ganz offensichtlich nicht so der Fitness-Challenge-Typ, das weiß ich jetzt.

Mein innerer Schweinehund hat durchaus noch immer eine gewisse Macht über mich. Ich trinke abends eben einfach zu gerne Wein mit meinen Freunden, während wir eine Antipasti-Platte futtern, bestelle gern mal eine Pizza oder ein Schnitzel und brauche hin und wieder einfach auch mal Schokolade. Das ist Fakt, denn sobald ich das Gefühl bekomme, mir etwas zu verbieten, bekomme ich schlechte Laune. Und DAS will ich wirklich niemandem zumuten.

ABER: Ich habe das Laufen wieder für mich entdeckt, koche viel lieber, frischer und viel gesünder als vorher, auch wenn ich nur für mich selbst in der Küche stehe, und achte mehr auf die Lebensmittelinhaltsstoffe. Ich esse viel weniger Fastfood und Süßigkeiten, noch dazu habe ich meinen exzessiven Tortellini-Konsum auf Null heruntergeschraubt.

Ich habe sogar neue Lieblingsrezepte entdeckt, so wie die leckere Low-Carb-Pizza, die mit dem Backprotein von Foodspring in null Komma nichts gezaubert ist. Und zum Frühstück gibt es seit der Challenge überdurchschnittlich häufig Protein-Pfannkuchen mit frischen Früchten und leckerem Quark.

Ich kann, auch wenn ich nicht zur absoluten Sporty Spice mutiert bin, sagen, dass ich mich fitter und vitaler fühle, ja, mich haben sogar Freunde gefragt, ob ich abgespeckt habe. Langsam aber sicher komme ich dem 20-jährigen, weniger wabbeligen Ich wieder etwas näher. Und das ist ja wohl ein positives Fazit, oder?

Mehr über: Sport, Fitness, Body-Challenge, Fitness-Challenge, #MyBodyMyBuddy, Foodspring
Credits: Kapturing, Borkeberlin Photography, Instagram.com/foodspring, Instagram.com/tresclick
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