„Fleabagging“ ist der Dating-Trend, für den wir uns ALLE schuldig sprechen können

Bei euch klingelt nichts, wenn von „Fleabag“ die Rede ist? Dann heißt es jetzt: Setzen, 6! Und Nachhilfestunden nehmen. Fleabag (zu Deutsch: der Sack Flöhe) trendet nämlich längst nicht nur als Dating-Phänomen. Umgekehrt wird stattdessen ein Schuh daraus.

Das Phänomen verdankt seinen Namen einer britischen Dramedy-Serie, die aktuell in aller Munde ist. Streamen könnt ihr die auf Amazon Prime, gefasst machen müsst ihr euch auf britischen Humor, quälende Ehrlichkeit und mehr als einen Moment der unangenehmen Stille … die aber nicht selten nach wenigen Sekunden in schallendes Gelächter übergeht.

Gespielt wird die Hauptfigur aus Fleabag, eine Cafè-Besitzerin in ihren frühen 30ern, von Phoebe Waller-Bridge (34). Und ihrem Serien-Charakter ist jetzt wohl genau dieser neue Dating-Trend zu verdanken. Der eigentlich weder neu ist, noch ein Trend. Sondern uns vielmehr bereits auf unserem Weg begleitet, seit wir Menschen … eben Menschen sind.

Nichtsdestotrotz. Fleabag hat uns die Problematik einmal mehr ins Gesicht geklatscht. Und mit einem neuen Namen bekommen wir jetzt also die einmalige Gelegenheit, uns so richtig darüber auszulassen. Über das Phänomen des „immer an die Falschen geraten“ nämlich. Die Hauptfigur kennt es – und wir ganz sicher auch: Wie in einem ewig toxischen Kreislauf suchen wir uns konsequent genau diejenigen aus, die uns ganz sicher nicht gut tun. Niemals. Auch beim nächsten Mal nicht. Das aber dafür mit Gewissheit.

Glatte Punktlandung also – nur eben ins falsche Feld. Es sind die Personen, die nicht zu uns passen wollen. Die uns klein halten oder schlecht behandeln. Doch egal wie sehr wir uns auch anstrengen – wir landen immer wieder beim selben Typ Mensch. Neutral zusammengefasst bedeutet Fleabagging also, konsequent die schlechtesten Beziehungsentscheidungen für sich selbst zu treffen.

Immer wieder machen wir die selben Fehler.

Wir ihr euch vorstellen könnt, kann dieser spezielle Dating-Trend im Einzelnen ganz verschiedene Formen annehmen. Und doch sind für die jeweilige Person, wenn wir mal ehrlich sind, die Warnsignale doch oft deutlich zu sehen. WIE? Der erfolgreiche Typ, der beim Date nur von sich redet, enpuppt sich schon wieder als Narzisst? SAG BLOß? Der verschlossene Denker, den wir ‚retten‘ wollen, hat noch immer Probleme damit, Gefühle zuzulassen?!

Ihr seht schon. Nicht immer liegt die Schuld also beim Gegenüber. Wer sich im Fleabagging verliert, sucht meist einfach konsequent diejenigen aus, die zur eigenen Person gar nicht passen. Und mit konsequent meinen wir:

Again … and again …

Dating-Expertin Hayley Quinn gibt „Hellogiggles“ einige wichtige Hilfestellungen mit an die Hand, um aus diesem Teufelskreis endlich ausbrechen zu können: „Fangt damit an, die eigene Rolle zu verstehen, die ihr beim Treffen von romantischen Entscheidungen immer habt. Wer anfängt, sich einzugestehen, ‚dass es Grenzen gibt, die einzuhalten sind‘ und ‚Warnsignale ernst genommen werden müssen‘, der empowert sich selbst damit, in Zukunft bewusstere Entscheidungen zu treffen. Wer wirklich davon überzeugt bist, nur passiv immer an die Falschen zu ‚geraten‘, der bleibt auch weiterhin in diesem Kreislauf stecken.“

Und wie wir gerade so eindrücklich gelernt haben? Wollen wir genau DAS natürlich nicht! Fleabagging ist der Endgegner. Weil wir, anders als beim Ghosten oder Frizzing, nicht nur temporär davon betroffen sind.

… and again and again and again and AGAIN …

Um euch jetzt, so kurz vor der Resignation, aber doch noch ein wenig von der Last zu nehmen: Wir alle waren irgendwie schon an einem ähnlichen Punkt. Und nur wir selbst sind an dieser Misere tatsächlich auch gar nicht (immer) Schuld.

Unrealistische Vorstellungen von Liebe und Beziehungen, geprägt durch Filme und Bücher, lassen unsere Ansprüche ins Unermessliche steigern. Nein, niemand ist in einer Partnerschaft nach dem ersten Kuss für immer dauer-happy. Nein, aus einer toxischen Abhängigkeit wird nicht irgendwann das harmonische Liebesglück.

Wir pauschalisieren an dieser Stelle ganz bewusst – und nur all zu gerne. Andersherum tun das Rom-Coms dieser Welt schließlich auch. Und immerhin kommen wir so letztlich doch noch zu einer kleinen Einsicht. Wir geraten nicht immer aus Versehen an die Flaschen. Wir wollen die Falschen, weil wir ihnen etwas zuschreiben, das sie nicht erfüllen können.

Tut weh – ist aber so. Was lernen wir also daraus? Warnsignale ernst nehmen! Und diejenigen wertschätzen, die uns wertschätzen. Lasst uns nach denen streben, die sich Zeit nehmen und Mühe geben. Die uns zeigen, wie toll wir sind. Und dann? Dann heißt es ganz vielleicht schon bald …

Bye, bye, Fleabagging! Auf (hoffentlich) Nimmerwiedersehen.

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