Ist mit diesem Flugzeug Fliegen tatsächlich bald weniger umweltschädlich?

Flugscham. Ein aus Skandinavien geprägtes Wort, dass sich nicht ganz zu Unrecht immer mehr auch in unseren Wortschatz schleicht. Denn Fliegen ist, gerade was den ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck betrifft, eine der größten Katastrophen für die Umwelt überhaupt. Ein Flug von Düsseldorf nach Mallorca und zurück kostet uns pro Kopf beispielsweise bereits 680 Kilogramm an Abgasen.

Das ist ordentlich. Und wird zu Recht immer öfter kritisch gesehen und in Frage gestellt. Aber was können und müssen wir als Konsequenzen daraus ziehen? Klar, gar nicht mehr zu fliegen ist und bleibt vorerst die beste Lösung. Was aber tun, wenn der ganz individuelle Drang danach, die Welt zu entdecken, gleichbleibend groß ist? Oder wenn Familie, Freunde, liebe Menschen am anderen Ende der Welt leben?

Im Moment bleiben da nur wenige Möglichkeiten. Wir können bei kürzeren Strecken auf andere Verkehrsmittel wie den Zug oder Fernbus umsteigen. Wir können Wochenendtrips mit einem Strandurlaub verbinden – und so immerhin nicht mehr für den kurzen Aufenthalt von zwei Tagen Emissionen verursachen. Und wir können jeden einzelnen Flug kompensieren, den wir dann doch mal machen. Zum Beispiel mit Angeboten wie Atmosfair oder MyClimate. Dabei wird die jeweilige Co2-Emission festgestellt und in einen geringen Betrag umgerechnet. Wer diese Kompensation zusätzlich zahlt, unterstützt Projekte, die ausschließlich in den Klimaschutz investieren.

Langfristig gesehen? Nimmt uns das aber nicht aus der eigenen Verantwortung. Und es macht die entstandenen Abgase auch nicht rückgängig. Es ist also zusätzlich notwendig, umweltfreundlichere Technologien zu entwickeln, um Flugreisen wirklich vertretbar machen zu können. Und einige findige Studenten und Experten (danke, danke dafür!!) sind glücklicherweise schon mit den ersten vielversprechenden Ideen am Start. 🎉

Dürfen wir vorstellen – das Flying-V-Flugzeug

Ja, das hat tatsächlich die Form eines „V“s, mit praktisch geteiltem Rumpf und mittig platzierten Triebwerken. Genau wegen dieser aerodynamischen Bauweise und des zusätzlich reduzierten Gesamtgewichts soll dieser futuristische Flugzeugtyp bis zu 20 % weniger Treibstoff verbrauchen.

Einen ersten Entwurf gestaltete der Student Justus Benad von der TU Berlin. Inzwischen wird das zukunftsorientierte Projekt von der Technischen Universität Delft betreut und vorangetrieben. Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM beteiligt sich an der Erforschung des neuen Prototyps. Mit Erfolg: Ab 2040 könnten tatsächlich die ersten Modelle für den Personenverkehr in Betrieb genommen werden.

Bis dahin wird es erste Testflüge geben, es wird weiterhin getüftelt und verbessert. Und wir? Könnten kaum glücklicher sein. Über innovative Ideen, umweltorientierte Lösungen und vor allem Menschen, die die Welt ein Stückchen besser machen wollen.

Ob 20 % weniger Emissionen ausreichen? Vermutlich nicht. Wenn wir uns zusätzlich aber alle noch ein wenig an die eigene Nase packen, Flugreisen eingrenzen, wo wir nur können und diese Art zu reisen wieder mehr als den Luxus wahrnehmen, der sie tatsächlich sind… dann kommen wir einer weniger verschmutzten Atmosphäre hoffentlich bald schon ein gutes Stückchen näher. 💪

Wir bleiben gespannt (und hoffnungsvoll)!

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