Très Click
12.10.2020 von Très Click

Frag‘ Kate: Kann man sein Kind eigentlich zu sehr verwöhnen?

Ab sofort beantwortet Kate Gelinsky, Influencerin, coole Mum & heiße Anwärterin auf den „Miss Germany“-Posten (gerade hat sie es unter die Top 5 aus Niedersachsen geschafft – hier lest ihr ihr Programm) exklusiv bei trèsCLICK Moms eure Fragen rund um Babys, Kinder und das Mama-Sein!

Diesmal: Kate, kann man sein Kind zu sehr verwöhnen?

Mit zu viel Nähe, zu viel Spielzeug, Fernsehen, etc.?

Neulich fragte mich mein Sohn, ob ich nicht auch mal wieder beruflich verreisen könnte. Etwas überrascht erfuhr ich wenig später, dass mein Kind nicht wirklich möchte, dass ich wegfahre – sondern nur, dass ich ihm etwas Spielzeug mitbringen soll. Sein Freund Paul würde so schließlich jede Woche an neues Lego kommen.

Nun erklär einer mal einem 6-Jährigen, dass Zeit viel wertvoller ist als neues Lego. Und dass ein schlechtes Gewissen, diese Zeit mal wieder nicht gehabt zu haben, mit nichts in der Welt zu ersetzen ist.

Man kann sein Kind verwöhnen, ja. Ich tue dies in Maßen. 😉 Beschränke mich mit Geschenken auf Anlässe und besondere Momente. Keine Regelmäßigkeiten. Fahre ich regelmäßig weg, hüte ich mich, diese Mitbringsel einzuführen. Denn es gibt nichts Schöneres als strahlende Kinderaugen bei der Heimkehr, wenn sie strahlen, weil sie sich freuen, dass DU zuhause bist.

Lernen von den eigenen Eltern

Ich habe eine sehr pragmatische Erziehung genossen und schon früh gelernt, dass ich, wenn ich etwas besitzen möchte, dafür arbeiten muss. Für eine BRAVO wusch ich Papas Auto, für meine ersten Buffalos kellnerte ich in der Eisdiele um die Ecke. Mit 16 zog ich dann aus, um meine Ausbildung zu beginnen. Mit zwei weiteren Nebenjobs finanzierte ich mir mein erstes eigenes Auto.

Diese Bodenständigkeit und ein gutes Gefühl für Geld und Wertschätzung möchte ich auch meinen Kindern mit auf den Weg geben.

Ich bin vielleicht nicht ganz so konsequent, wie es meine Eltern damals waren, dennoch behalte ich das so oft es geht im Hinterkopf.

» Es gibt ein magisches Band, das die Kinder immer wieder zu uns zurückbringt. Wir müssen es nur auf Spannung lassen. «
Kate Gelinsky

Wie sieht es aus mit Liebe und Nähe?

Davon bekommen meine Kinder mehr als genug. ❤️ Ich möchte, dass sie sich geliebt fühlen, dass sie wissen, dass sie besonders und einzigartig sind. Ich sage ihnen oft, dass sie alles erreichen können, was sie wollen. Und dass etwas, was man oft genug sagt und denkt auch in Erfüllung geht. „Geht nicht gibt’s nicht!“, ist mein Lebensmotto – und auch ihres.

Wichtig ist, glaube ich, dass die Kinder wissen, dass man hinter ihnen steht. Dass, auch wenn man sich mal nicht sehen kann, man sich sicher ist: Wenn ich mich umdrehe, ist da wer, der immer an mich glaub.

Jedoch, einige Wege müssen sie alleine gehen. Hinfallen und aufstehen oder Fehler machen und dafür einstehen – das müssen sie alleine lernen. Es gibt ein magisches Band, das die Kinder immer wieder zu uns zurückbringt. Wir müssen es nur auf Spannung lassen. Loslassen können, ist glaube ich das richtige Wort. Dann gibt es einen Boomerang-Effekt.

Und wie sieht es mit Fernsehen aus?

Fernsehen hat nichts mit Verwöhnen für mich zu tun. Eher damit, es sich einfach zu machen. Bevor ich den Fernseher anmache, ziehe ich die Bastelschublade auf, wähle gemeinsam mit den Kindern ein Thema und ermutige sie dazu, kreativ zu werden. Ich sitze dann nicht daneben und schneide vor. So habe ich auch etwas Zeit für mich und ein viel besseres Gefühl. Was nicht bedeutet, dass meine Kids nie fernsehen dürfen. Doch, doch, zu festen Zeiten, z. B. abends nach dem Zähneputzen für eine kurze Folge oder sonntagmorgens, wenn wir zu viert noch etwas im Bett kuscheln.

Wo bin ich streng? Wo eher locker?

Ich bin super konsequent, wenn es um soziale Eigenschaften geht. Höflichkeit, Pünktlichkeit, aber auch Ordnung. Keine Angst, das klappt nur in Maßen gut. Ich glaube aber fest daran, dass man nur am Ball bleiben muss, bis es verinnerlicht ist. Wichtig ist, dass sich die Eltern einig sind und dass Erziehungsansätze nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Ich bin locker mit dem Essen und mit der Kleidung. Meine Kinder wissen, dass sie Bauchschmerzen bekommen, wenn sie zu viel Süßes essen – und dass ein Zahnarzt-Besuch echt blöd wäre. Sie haben gelernt auch mal „NEIN“ zu sagen. Das liebe ich! Ich habe hier auf mein Bauchgefühl gehört und es hat geklappt.

Bei der Kleidung suche ich gemeinsam mit den Kids die Sachen aus bzw. zeige ihnen eine Vorauswahl beim Shoppen. So können sie morgens selbst entscheiden ohne dass es zu Konflikten kommt, weil eben alles in Ordnung wäre. Wenn sie meinen, sie müssten keine Strumpfhose/ Hose tragen im Winter, bitte ich sie kurz mal vor die Tür zu gehen. Das klappt ganz gut. 😌

Die 3 besten Tipps für Neu-Mamis

 

  1. Geduld haben und aufs eigene Bauchgefühl hören. Es ist egal, wie es die anderen Muttis aus der Krabbelgruppe machen. Ich bin irgendwann nicht mehr hingegangen.
  2. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus, jede Mutter im Übrigen auch. Auch all meine Ratschläge sind bloß Vorschläge.
  3. Wenn die Kinder schlafen oder spielen, tue sinnvolle Dinge, die dich glücklich machen. Ich habe oft Mails beantwortet oder Bilder bearbeitet, für manch anderen ist es das Gefühl, eine saubere Küche zu haben. Wenn du schlafen willst, dann schlaf – aber beschwer dich hinter her nicht, dass du nichts geschafft hast!

Danke & alles Gute,

Kate

P.S.: Du hast auch eine Frage an Kate? Dann schreib uns an info@tres-click.com oder schreibe Kate in ihren Stories, wenn sie dazu aufruft.

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