5 Tage lang nichts essen?! Ich habe für euch den gehypten Juice Detox getestet

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Es ist so ein ewiger Zwiespalt, in dem ich lebe: Die Liebe für alles, was ungesund ist und einfach pervers gut schmeckt – und die feste Überzeugung, dass ein gesunder Lifestyle the only way to go ist, um wirklich glücklich zu sein. Happy Body = Happy Mind, und so. Meistens schaffe ich diese Balance ganz gut, würde ich behaupten: Ich verzichte generell weitgehend auf industriellen Zucker, koche viel und gerne frisch, mache Sport und trinke selten mal einen über den Durst. Aber naja, ihr wisst ja, wie das so ist, wenn Stress und Hektik im Alltag die Überhand gewinnen und man sich dann doch immer häufiger auf die ungesunde Seite des Lebens reißen lässt…

Ein Lunch-Date folgt auf das nächste, die Wasserzufuhr kommt viel zu kurz, Sport machen heißt nur noch, seinen Pflichten nachzurennen, von den empfohlenen acht Stunden Schlaf will ich gar nicht erst anfangen. Folglich schüttet man immer mehr Koffein hinterher – und ehe man sich versieht, befindet man sich in einem Teufelskreis, der mit #healthy so gar nichts mehr zu tun hat. Diese „Entgleisung meines Lebens“, um es mal ganz hart zu sagen, passiert mir circa so zweimal jährlich. So eben auch die letzten Wochen. Ich habe mich mental und körperlich nicht gut gefühlt, wie eine Müllhalde für alles Toxische. Mein Blähbauch war quasi Dauerzustand. Bäh. Also kam mir die Idee: Juice Detox! Ich entschied mich für den Anbieter Frank Juice, auf den meine Schwester schon seit Jahren schwört und bestellte Säfte für eine Dauer von 5 Tagen. Das heißt: 5 Tage keine feste Nahrung, 5 Tage keinen Alkohol, 5 Tage keinen Kaffee (AAAH!), 5 Tage kein Nikotin – dabei spielt mir Gott sei Dank in die Karten, dass ich 4 Wochen zuvor sowieso aufgehört hatte, (Kette) zu rauchen. 5 Tage also all das nicht tun, was ich normalerweise immer tue. This is gonna be TOUGH.

Was sind die Benefits einer Saftkur?!

Um den größten Irrglauben direkt mal vorwegzunehmen: Es geht hierbei nicht um irgendeine Crash-Diät, bei der man in möglichst kurzer Zeit möglichst viel abnehmen kann. Nein! Vielmehr hat eine Saftkur den Sinn, den Körper zu entgiften, dem Magen für ein paar Tage eine Menge Arbeit abzunehmen und ihm die Möglichkeit zu geben, mal so richtig aufzuräumen. Während du für einen selbstgewählten Zeitraum von 1,3,5 oder 7 Tagen ausschließlich kaltgepresste Obst- und Gemüsesäfte, Wasser und ungesüßten Tee zu dir nimmst – 6 Stück à 500ml pro Tag–, kann dein Körper seine Energie wieder für die Regeneration nutzen. Am Ende soll man sich fühlen, als hätte man einen „Reset-Knopf“ gedrückt. In meinem Fall much needed.

Los geht’s – ich starte meinen Detox-Selbsttest 🍍

Tag 1: Sämtliche Lebensmittel in meinem Kühlschrank mussten 30 Flaschen Saft weichen. Ich starte an einem Montag mit meinem Experiment und bin hochmotiviert, wenn auch ein wenig nervös. Als ich um 6 Uhr morgens in der Küche stehe, greift meine Hand automatisch in Richtung Kaffeemaschine. Nope, not today. Die erste Hürde.

Was mir aber sofort positiv auffällt: Ich muss nicht überlegen, was ich frühstücke, kein Mittagessen für die Lunchpause vorkochen. Stattdessen schnappe ich mir einfach die fertigen Säfte und bin den ganzen Tag über gewappnet. Nice! Im Office angekommen, kann ich es kaum abwarten, den ersten Saft zu trinken und starte – wie von Frank Juice empfohlen – mit einem der grünen (es wird euch eine Reihenfolge vorgegeben, an die ihr euch halten könnt, aber nicht müsst). Schmeckt!

Und auch alle, die danach kommen, sind super lecker, obwohl sie durch ihren hohen Gemüseanteil natürlich nicht schmecken wie der typische Smoothie, den ihr euch sonst im Supermarkt holt.

Übrigens: In nur einer Flasche stecken circa 2-3 KILO verarbeitetes Obst und Gemüse. Stellt euch das vor! Alles in allem überstehe ich den ersten Tag ganz gut – trotzdem fühle ich mich ein wenig schlapp und sehne mich mit jeder Zelle meines Körper nach Kaffee. Mein Highlight am Abend ist der weiße Saft mit u.a. Kokoswasser, Mandel, Banane und Vanille. Ein Traum.

Tag zwei: Heute steht für mich ein ewig langer Uni-Tag an. Da ich die ganze Zeit nur von Saft zu Saft, also im Zwei-Stunden-Takt, denke, geht der aber zu meiner Überraschung recht schnell vorbei. Da ich es zu verführerisch finde, in der Mittagspause als einzige mit Flüssignahrung da zu sitzen, entscheide ich mich stattdessen für einen kleinen Spaziergang um die Außenalster – alleine – und merke plötzlich, dass sich das fast viel besser anfühlt, als in einer überfüllten Mensa rumzusitzen. Bis auf ein Nachmittagstief und die damit einhergehenden Gelüste, fange ich langsam an, mich an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen.

Tag drei: Okay, ich weiß nicht so ganz, wie ich das erklären soll, ohne bescheuert zu klingen, aber so langsam wird aus diesem eigentlich physischen Experiment eher ein seelisches. Ich bekomme das Gefühl, dass sich nicht nur mein Magen-Darm-Trakt von Giftstoffen verabschiedet, sondern auch mein Kopf beschäftigt sich zunehmend mit unschönen Dingen. Man hat auf einmal einfach so viel Zeit zum Nachdenken?! Und ohne meine gewohnten Laster komme ich mir immer mehr vor, als sei ich „nackt“. Außerdem realisiere ich so langsam, wie viel Sozialleben wegbricht, wenn man sich nicht kurzerhand mal mit Freunden „auf einen Drink“ oder „einen Kaffee“ treffen kann und generell einfach bei fast jeder Verabredung Getränke und Speisen involviert sind, argh! Naja – ich nehme es bewusst als Teil des Prozesses hin und beobachte all diese Gefühle ganz genau. Während ich mich von sowas normalerweise irgendwie ablenken lassen würde, halte ich es dieses Mal einfach mal aus.

Tag 4: Ich wache zum ersten Mal seit Wochen wieder mit einem flachen Bauch auf – und das freut mich nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern hauptsächlich, weil sich das eben so anfühlt, wie sich der Körper mit einem intakten Stoffwechsel und einer guten Verdauung morgens eigentlich anfühlen sollte. Ich fahre heute – bepackt mit den restlichen 12 Säften – in meine Heimatstadt von Hamburg nach Karlsruhe, was bedeutet: 6 Stunden nur rumsitzen. Erneut fällt mir positiv auf, wie viel Zeit ich durch das fehlende Planen meiner Mahlzeiten spare! Langsam denke ich zwar immer seltener an Kaffee (obwohl ich nie dachte, dass das überhaupt möglich sei), dafür fällt es mir aber noch schwerer als sowieso schon, meinen Nikotinentzug durchzuziehen. Zu meiner Überraschung fühle ich mich trotz der fehlenden festem Nahrung aber nicht schlapp sondern gesund, fit und „leicht“.

Tag 5: Der letzte Tag ist angebrochen und ich frage mich: Wo zur Hölle ist die Zeit hin? Während ich anfangs noch dachte, 5 Tage ohne Essen würden sich sicherlich anfühlen wie ein ganzer Monat ohne Luft zum Atmen, verging die Woche bisher doch relativ fix. Und anders, als man es vielleicht erwarten würde, sehne ich mich für den Folgetag nicht etwa nach fettiger Pasta oder Pizza, sondern einfach nur nach einem herrlich frischen Salat aus Mamas Garten. No Joke. Außerdem habe ich so viel Energie, dass ich ziellos Fahrradfahren gehe, obwohl man mich damit eigentlich jagen kann. Und ich bin endlich endgültig das Foodbaby los, das ich gefühlt die letzten 4 Wochen mit mir herumgetragen hatte. Als ich abends meinen letzten Saft trinke, den weißen, den ich so liebe, bin ich fast ein bisschen traurig, dass es der letzte ist.

Ich hab’s geschafft und hier kommt mein Fazit

Samstagmorgen wache ich auf und der erste Gedanke, den ich habe, ist: I’m fucking proud! Ich hab’s geschafft – 5 Tage Detox, Wellness für Körper und Geist, und das trotz aller alltäglichen Verführungen. Während meines Experimentes, das an meinem Umfeld und an meinen Followern natürlich nicht unbemerkt vorbeigezogen ist, haben mich so einige Fragen erreicht, von denen ich die am häufigsten gestellten jetzt beantworten will:

Hattest du nicht ständig Hunger? Ich würde es nicht „Hunger“ nennen, eher Gelüste. Prinzipiell haben mich die Butterbrezeln beim Bäcker und die Tortellini der Kollegin natürlich schon angelacht, allerdings war das durch die kurzen Abstände der Säfte wirklich viel besser auszuhalten als ich anfangs dachte!

Grünkohl, Brokkoli und Spinat zum Trinken – kann das schmecken? Yes! Trotz des hohen Gemüseanteils der Juices und ungewöhnlichen Zutaten wie u.a. Cayenne Pfeffer sind die Säfte wirklich, wirklich lecker. Die grünen sind vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber für den Körper einfach Gold wert. Zum Test habe ich meine Freundin von allen kosten lassen, für die Obst und Gemüse normalerweise eher Fremdwörter sind, und sogar sie hat approved!

Was fiel dir während der 5 Tage am schwersten? Tatsächlich war das meine Emotionswelt. Wie am dritten Tag schon beschrieben, kam bei diesem Selbsttest neben den körperlichen Aspekten so einiges in meiner Gefühlswelt auf, womit ich nicht gerechnet hätte. Ich war definitiv sensibler als sonst, fühlte mich verletzlicher und habe noch mehr Overthinking betrieben als sowieso schon. Mir war aber klar, dass das eben dazugehört, wenn man sich auf einmal einer so drastischen Alltags-Veränderung aussetzt.

Hast du abgenommen? Vorweg: Ich habe schon seit 6 Jahren nicht mehr zu Waage und Maßband gegriffen – weil das für mich bedeutungslose Zahlen sind. Meine einzige Maßeinheit sind mein Spiegelbild und Wohlbefinden. Ja, ich schätze, ich habe neben einer gewissen Menge Wasser auch ein wenig Fett verloren, das ist natürlich ein schöner Nebeneffekt. Ausschlaggebend ist für mich aber das unglaublich gute Gefühl, mich endlich wieder flach und sportlich zu fühlen! Für die Ex-Raucher unter euch: In Bezug auf die Verdauung kennt ihr sicherlich alle den Vorteil des Rauchens. 😅 Den vermisst man dann plötzlich schmerzlichst, wenn man damit aufhört. Meine Verdauung war seither jedenfalls komplett lahmgelegt. Dank der Kur habe ich hier also mal wieder alles auf Vordermann gebracht!

Die Frage aller Fragen: Würde ich es nochmal tun?!

Ohne viel Palaver: Ja, ja, ja! Die Challenge war definitiv kein Zuckerschlecken – literally, haha – hat sich für mich aber in jeder Hinsicht gelohnt. Alleine der Gedanke, dass ich meinem Körper pro Tag durchschnittlich 15 Kilo (!!!) kaltgepresstes Obst und Gemüse mit all deren naturgegeben, wundervollen Benefits geschenkt habe, ist so gut! Es ist, als hätte ich mein Wohlbefinden auf „Werkseinstellungen“ zurückgesetzt und in meinem Bauch und Kopf mal so richtig durchgefegt. Das fühlt sich wahnsinnig erleichternd an. Auch diese ungewohnt vielen Emotionen einfach mal zuzulassen und mich komplett „nackt“ zu machen war eine Erfahrung, die ich definitiv nicht missen will. Alles in allem gibt es für mich für die Kur von Frank Juice einen FETTEN Daumen nach oben! Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. 😍

Wenn auch ihr Lust bekommen habt, die Saftkur auszuprobieren, findet hier alle Angebote und Infos im Detail. Happy Juicing!

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