Nina Ponath
24.12.2015 von Nina Ponath

Für euch enthüllt: DAS sind die Sex-Trends 2016

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Neues Jahr, neues Glück. Auch, was unser Sexleben angeht, wenn wir es richtig anstellen. Was können wir aber tun, damit 2016 UNSER JAHR wird? Exklusiv für euch haben wir beim Psychologen und Paartherapeuten, Michael Cöllen aus Hamburg, nachgefragt. Mit dem Buchautoren sprachen wir über aktuelle Entwicklungen der Sexualität, Trends und Tendenzen für 2016:

Herr Cöllen, welche Entwicklungen konnten Sie in den letzten Jahren in unserem Sex-Leben beobachten?

Der Umgang mit Sexualität ist insgesamt viel lockerer geworden. Frauen sind um einiges selbstbewusster geworden als noch vor ein paar Jahren und wissen ganz genau was sie wollen. Das geht so weit, dass sie ihre Partner regelrecht damit überfordern. In Beziehungen klaffen die Erwartungen immer weiter auseinander; das geht von „Ich kriege gar nicht genug von Sex“ und „Lass mich bloß in Ruhe damit“. Manche ziehen sich ganz zurück und haben unkomplizierten Sex im Internet. Für viele ist Sex heute regelrecht ein Mittel der Selbsterfüllung im Leben.

Was für Probleme bringen diese Entwicklungen mit sich?

An und für sich sind die Entwicklungen nicht problematisch. Es müssen jetzt nur völlig andere Dinge verhandelt werden, als vor zwanzig, dreißig Jahren. Beziehungen sind nicht mehr moralischen Zwängen unterworfen, sondern werden nur noch geführt, wenn wir sie sinnvoll finden. Sie sind heute ein kreatives Mittel der Lebensgestaltung und nicht mehr an traditionelle Formen gebunden. Auch Treue hat einen anderen Stellenwert als früher: Weil wir uns in unserer Sexualität erfüllen wollen, werden Partner häufig schon bei ersten Problemen oder Streit ausgewechselt und Seitensprünge werden immer häufiger. Besonders bei Frauen ist ein Anstieg zu beobachten. Das alles ist aber nicht nur negativ:

 

» Heute können wir unsere Sexualität ausleben wie nie zuvor «

Heute können wir uns ins Ruhe überlegen, wie wir Intimität ausleben wollen. Wer sich den Stress mit Beziehungen und ONS sparen will, probiert es jetzt mit Internet-Sex. Der ist unverbindlich und man muss sich für niemanden und nichts entscheiden. Sofern man so unverbindlich leben will.

Welche Möglichkeiten stehen un dafür 2016 zur Verfügung?

Wie gesagt, suchen Menschen beim Sex Selbsterfüllung. Da geht es nicht nur um die körperliche Befriedigung; die hat man vielleicht ein Jahr lang, aber danach wird’s schnell Gewohnheit. Damit man sich dauerhaft beim Sex wohl fühlt, braucht es auch eine seelische Komponente. Die bekommt man nur, wenn man mit dem Partner offen spricht und verhandelt. „Was wünsche ich mir von dir?“„Wie kommen wir beide zum erfüllten Orgasmus?“ – „Befriedigen wir auch unsere tiefste Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit? Das sind Fragen, die man sich in einer Beziehung stellen muss. Gerade damit tun sich Paare aber sehr schwer. Obwohl in der Öffentlichkeit mehr denn je über Sex gesprochen wird, fällt es uns trotzdem immer noch schwer, unsere Gefühle offen zu äußern. Mit dem Gebrauch von WhatsApp und dem Internet geht die Reichhaltigkeit der Sprache verloren, was sich auch in unseren Beziehungen und der Sexualität zeigt. Zärtliche Intimität und tiefe Gefühle, auch Romantik, wird hier immer mehr hinter Coolness versteckt; eigene Bedürfnisse werden nur selten offen geäußert. Ich empfehle deshalb allen, die im Sex Erfüllung suchen, 2016 vor allem die eigene Sexualität und die damit verbundenen Sehnsüchte und Wünsche, aber auch Ängste oder Scham zu erforschen und für diese eine sinnliche Sprache zu finden. Wer sich damit schwer tut, kann seinem Sexualpartner auch einen erotischen Brief zu schreiben. Darin lassen sich Dinge leichter sagen. Einfacher und trotzdem wirksam ist auch, eine erotische Wunschbox aufzustellen. Beide Partner schreiben jeweils auf Zettel erotische Wünsche, Bedürfnisse, Fragen und kritische Punkte für diese Box. Einmal im Vierteljahr wird sie gemeinsam geleert und gelesen. Allgemein sollten wir 2016 unsere Scham ablegen. Ein echtes Bündnis mit dem Partner kommt nur zustande, wenn man offen miteinander umgeht. Dann findet man auch im Sex seine körperliche und seelische Erfüllung. Die Möglichkeiten sind da, wir müssen sie nur nutzen!

Mehr über: Sex, Beziehung, Paare, Sextrends, Sex 2016
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