Lisa Marie Knitter
23.05.2017 von Lisa Marie Knitter

„Gaslighting“ ist das wohl gefährlichste Beziehungsphänomen ever

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Eine neue Woche, ein neues Beziehungsphänomen. Nach Ghosting, Benching, Mooning, Breadcrumping und Haunting kommt jetzt: „Gaslighting“.

Ja, so langsam haben auch wir den Überblick über die ganzen Synonyme für verquere Beziehungs- bzw. Trennungsmodelle verloren. Aber bevor wir um den heißen Brei reden, hier erstmal die Erklärung: „Gaslighting“ ist eine Form der emotionalen Manipulation und Gehirnwäsche. Dabei bringt dich dein Gegenüber durch gezielte Äußerungen und Handlungen dazu, dass du anfängst an dir selbst zu zweifeln und zunehmend dein Selbstbewusstsein – oder sogar deine Identität – verlierst. Bei „Gaslighting“ geht es also nicht um Herzschmerz im klassischen Sinne, sondern um eine Form von psychischer Gewalt beziehungsweise Missbrauch.

Den Namen hat das Beziehungsphänomen von dem Film „Gaslight“ aus den 40er Jahren, in dem ein Mann seiner Frau weiß machen will, dass sie den Verstand verloren hat. Die Geschichte kommt euch bekannt vor? Stimmt, denn um eine ähnliche Situation geht es auch in dem Beststeller „Girl On The Train“. Hier wird der jungen Frau Rachel durch ihren Ex-Mann Tom jahrelang eingeredet, dass sie verrückt und alkoholkrank sei bis sie es selber glaubt und sich selbst aufgibt.

Doch „Gaslighting“ kommt nicht nur in Partnerschaften vor, es kann auch zwischen Freunden oder am Arbeitsplatz passieren. Jede asymmetrische Kraft zwischen zwei Menschen, bei der eine Person seinem Gegenüber unbegründet Vorwürfe an den Kopf wirft oder ihm ständig aggressiv begegnet, ist am Ende nichts weiter als eine gezielte emotionale Manipulation – und damit sehr wahrscheinlich auch ein Fall von „Gaslighting“.

Preston Ni, Autor des Buches “How to Successfully Handle Gaslighters and Stop Psychological Bullying” hat für die Website „Babe“ sieben Symptome zusammengefasst, an denen man einen emotionalen Missbrauch erkennt. Solltet ihr also bei folgenden Punkten denken „Mensch, das kommt mir bekannt vor“, dann tut uns bitte einen Gefallen und entfernt euch sofort von der vermeintlichen Person. Denn „Gaslighting“ ist wirklich gefährlich. Opfer erleiden häufig psychische Erkrankungen, verfallen in eine Depression oder entwickeln eine dissoziative Störung. Und anders als im Film „Girl On The Train“ läuft das echte Leben meist nicht nach Drehbuch …

7 Anzeichen dafür, dass dein Gegenüber ein „Gaslighter“ ist:

Verbreitung von Unwahrheiten

„Gaslighter“ versuchen ihr „Opfer“ oft in negative Geschichten zu verstricken, indem sie in ihrer Gegenwart nur negative (und oft unwahre) Dinge über ihr Gegenüber zur Sprache bringen. So gerät die andere Person in Erklärungsnot und es wird der Anschein erweckt, dass sie verrückt ist und sich rechtfertigen muss.

Wiederholte Anschuldigungen

„Gaslighter“ wiederholen ihre Lügen gegenüber ihren „Opfern“ so oft, bis ihr Gegenüber diese selber glaubt und sich selbst in Frage stellt. Dazu zählt auch das Andichten von negativen Eigenschaften, die die Person eigentlich gar nicht besitzt.

Schnelle Eskalation

„Gaslighter“ sind sich ihrer Schuld durchaus bewusst, leugnen ihr Fehlverhalten aber konsequent, sodass die Situation oft aus der Provokation heraus eskaliert. Dabei stellen sie sie andere Person häufig als nicht zurechnungsfähig dar. Beispiel: Sie erwischt ihm beim Schreiben mit einer Anderen. Sie beschuldigt ihn. Er sagt, es sei nichts passiert, sie bilde sich alles nur ein und sei offensichtlich verrückt.

Dauerhafte Gehirnwäsche

„Gaslighter“ manipulieren ihre „Opfer“ oft über einen langen Zeitraum. Ihre manipulative Art ist dabei oft bis ins letzte Detail ausgeklügelt.

Äbhängigkeit vom Partner

„Gaslighter“ besitzen nicht nur die Fähigkeit, ihr Gegenüber emotional zu erniedrigen, sondern auch, ihm Nähe, Geborgenheit und Sicherheit zu schenken. Sie haben also die Macht, zu entscheiden, was sie ihr „Opfer“ in welchem Moment fühlen lassen wollen.

Falsche Hoffnungen

„Gaslighter“ machen ihren Opfern oft falsche Hoffnungen, um ihnen das Gefühl zu geben, dass alles wieder gut wird und sie an sie glauben. Damit ihre emotionale Manipulation nicht nur negativ und dadurch unglaubhaft wirkt, werfen sie immer wieder wohlwollende Floskeln ein wie „Ach, das wird schon wieder mit dir“ oder „Ich bin doch da und helfe dir“.

Dominanz und Kontrolle

„Gaslighter“ haben ihr Gegenüber durch ihre emotionale Manipulation komplett im Griff. Sie brauchen das Gefühl, den Anderen zu dominieren und kontrollieren. Dabei versuchen sie stets, ihr „Opfer“ auf einem gleichbleibenden Level der Unsicherheit, Zweifel und Ängste zu halten.

Mehr über: Sex, Liebe, Beziehung, Partnerschaft, Ghosting, Benching, Mooning, Breadcrumping, Gaslighting, Haunting
Credits: Unsplash/Alice Donovan Rouse
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