Glatte Haut? Mein Selbstversuch (+ der meines Boyfriends)

Text: Franziska Frank

Ich gebe zu, manchmal kann ich was Schmerzen betrifft eine ganz schöne Memme sein. Natürlich verrate ich das niemandem, nach außen bin ich tapfer und lächele jedes Wehwehchen weg. Versuche ich zumindest. Dabei fällt mir gerade auf: Mein Schmerzempfinden ist mit zunehmendem Alter schlimmer geworden – kann das sein, ist das normal? 😅 Hm. Wie auch immer, zurück zum eigentlichen Thema. Nein, nicht zu mir als Memme, sondern dazu, wie ich mich – mithilfe des Braun Silk-épil 9 Flex – getraut habe, meine Beine zu epilieren. Jaja, lacht ruhig. Für mich ist GETRAUT aber genau der richtige Ausdruck. Zum Glück habe ich Unterstützung: Mein Freund traut sich nämlich auch. 😜 Nein, nicht an den Epilierer (Ihr glaubt ja wohl nicht, dass irgendein Mann dieser Welt es aushalten würde, wenn man ihm die Haare zupft?), sondern an ein Home-IPL-Gerät (den Silk-expert Pro 5 IPL) für Männer. Damit will er seinen zehn Brusthaaren an den Kragen gehen.

Ich muss (natürlich) den Anfang machen. Als Vorsichtsmaßnahme und in der großen Hoffnung Tipps zu finden, die die Prozedur weniger schmerzhaft machen könnten, habe ich erstmal ausgiebig recherchiert und folgendes über das Epilieren erfahren:

 

  • Trockene Haut macht das Ziepen unangenehmer, deshalb ist es ratsam die zu epilierende Körperstelle bestenfalls schon einige Tage vor der Anwendung fleißig einzucremen.
  • Genau wie wir das vom Selbstbräuner kennen, kommt einen Tag vor dem Epilieren ein ausgiebiges Peeling zum Einsatz. Es befreit die Haut von abgestorbenen Hautzellen und eingewachsene Härchen haben kaum eine Chance.
  • Es mag verlockend klingen, aber Alkohol ist am Tag der Enthaarung tabu! Durch ihn verengen sich die Poren und die Haare lassen sich schwerer (und deshalb schmerzhafter) entfernen.
  • Es gilt: Je kürzer die Haare, desto geringer der Schmerz. Für das Epilieren mit dem Braun Silk-épil empfiehlt sich eine Ideallänge von 0,5 bis 5 Millimeter. Denn der Epilierer erfasst selbst Sandkorn-kleine Härchen.
  • Damit die Haut Zeit hat sich nach der Anwendung zu erholen und niemand außer man selbst mögliche entstandene Irritationen sehen muss, sollte man abends zum Epilierer greifen und danach direkt ins Bett hüpfen – und das am besten nackig, denn Kleidung kann die gereizte Haut so gar nicht leiden.
  • Epilierer mit Massage-Funktion stimulieren die Haut während der Enthaarung, tricksen damit das Gehirn aus und mildern so das Schmerzempfinden.
  • Um dem Schmerz noch mehr aus dem Weg zu gehen, kann man die Haare unter der Dusche oder in der Badewanne entfernen. Durch das warme Wasser wird die Durchblutung angeregt und die Schmerzrezeptoren in unserer Haut abgelenkt. Hierfür lohnt sich die Investition in einen wasserdichten Epilierer, wie den Braun Silk-épil 9 Flex.
  • Die Haut während der Anwendung schön straff ziehen.
  • Immer mit der Ruhe: Fährt man mit dem Epilierer langsam, entgegen der Wuchsrichtung, über die Haut, ist die Wahrscheinlichkeit, dabei auch feinste Härchen zu erwischen, größer und man verhindert, dass die Haare an der Wurzel abbrechen, statt gezupft zu werden.
  • Der Körper hat ein Schmerzgedächtnis. Je öfter man epiliert, desto weniger tut es weh.
  • Hat man es geschafft und alle Haare sind gezupft, unbedingt eine beruhigende Feuchtigkeitspflege auftragen, um der Haut bei der Regeneration zu helfen.

Los geht’s:

Der Epilierer und ich

Also mache ich mich an alle Vorbereitungen, setze mich in die Badewanne, peele abgestorbene Hautzellen von meinen Beinen und setze den Epilierer an. Mein Freund lacht, als er mein Gesicht sieht. Ich sei eine Memme, sagt er. Als wenn ich das nicht selbst wüsste. Tapfer sein, atmen… Die Walze rotiert, ich fahre langsam mein Schienbein hoch. Und bin erleichtert. Ja, es ziept, aber es ist gut auszuhalten. Der „Schmerz“ verändert sich jedoch von Stelle zu Stelle.

Manchmal merke ich kaum etwas, an anderen Partien ist es schon etwas unangenehm. Ich erinnere mich ans Straffen der Haut und stelle fest, dass es sogar an den Beinen einen riesigen Unterschied ausmacht. In nur rund drei Minuten habe ich den ersten Unterschenkel geschafft. Mein Bein fühlt sich glatt an und ich bin erleichtert, endlich die unschönen Stoppel der letzten Tage los zu sein. Beim zweiten Bein bin ich dann schon viel entspannter und ruckzuck fertig. Dank des flexiblen Kopfteils des Silk-épil 9 Flex, kommt man auch an schwerzugängliche Stellen ganz entspannt ran und erwischt so mehr Haare in nur einem Zug. Als ich aus der Badewanne komme, ist meine Haut mit roten Punkten übersäht, ich sehe ein wenig aus, als hätten sich Sandflöhe über mich hergemacht (ja, leider kam ich schon mal in den Genuss…). Ich greife schnell zur beruhigenden After-Sun-Lotion und creme mich großzügig ein. Schon drei Stunden später sind die Rötungen fast verschwunden. Rote Punkte hin oder her, ich freue mich am meisten über den Gedanken, mehrere Wochen Haar-Pause zu haben! 😌

Jetzt, wo die Angst besiegt ist, kann ich mir gut vorstellen, dass ich zum Heavy-User mutiere. Jedenfalls an den Beinen. Für die Achseln oder gar den Intimbereich bleibt die Memme in mir vorerst wohl erhalten…

Mein Freund und das IPL-Gerät

Übrigens, auch mein Freund hat Schiss. Natürlich würde er das niemals zugeben, aber ich sehe die Angst in seinen Augen, als ich mit dem IPL-Gerät in die Nähe seiner Brust komme. 😬 „Bist du sicher, dass das nicht weh tut?“, fragt er. Jaja, so schnell wendet sich das Blatt.

Doch bevor ich mich an der Brust meines Freundes auslasse, erstmal die Theorie: IPL ist die Abkürzung für „Intensed Pulse Light“ und verrät damit schon, dass hierbei die Haare mit Licht behandelt werden. Ähnlich wie bei der Laser-Haarentfernung leitet man kurze, starke Lichtblitze über die Farbpigmente im Haar, dem Melanin, in die Haarwurzel. Dort werden diese in Wärme umgewandelt, die die Haarwurzeln zum „Einschlafen“ bringt, wodurch sie auf natürliche Weise ausfallen. Es muss sich also erst eine neue Wurzel bilden, bevor ein Haar nachwachsen kann. Zwar spricht man bei IPL von einer dauerhaften Haarentfernung, so ganz stimmt das jedoch nicht. Bricht man die Behandlung ab, wachsen einige Monate später nach und nach die Härchen nach. Aber: Man hat wirklich für eine recht lange Zeit seine Ruhe!

Diese Punkte gibt es zu beachten:

 

  • IPL ist nicht für dunkle Haut geeignet. Je pigmentierter der Teint ist, desto schlechter können die Haarfollikel erkannt und das Licht dadurch fehlgeleitet werden. Das wäre schmerzhaft und würde keinen Erfolg bringen. Auch bei roten, sehr blonden, grauen oder weißen Haaren funktioniert das IPL-Gerät nicht. Hier ist kein oder nur sehr wenig Melanin vorhanden, um das Licht zu leiten. Beste Voraussetzungen haben Menschen mit heller Haut und dunklen Haaren.
  • Das Braun Silk-expert Pro 5 ist durch die einzigartige Senso-Adapt™-Technologie besonders sicher. Der integrierte Sensor passt die Lichtintensität automatisch an den jeweiligen Haut- und Haarton an. Die zusätzlichen Hautkontaktsensoren sorgen dafür, dass das Gerät nur bei vollen Hautkontakt Lichblitze abgibt.
  • Am Anfang sollte wöchentlich geblitzt werden. Merkt man, dass die Dichte der Haare weniger wird (nach rund 4 bis 12 Wochen), kann man die Behandlung an den persönlichen Bedarf anpassen.  Manche benötigen nur alle ein bis zwei Monate eine Behandlung, andere sogar nur alle sechs bis zwölf Monate: Damit das Licht gut bis zum Haarfollikel vordringen kann, muss der zu behandelnde Bereich rasiert sein. Geschieht dies nicht, ist die Behandlung weniger wirksam und kann unter Umständen sogar schmerzhaft werden, da zu viel Energie produziert wird.
  • Erste Ergebnisse sieht man nicht wie nach dem Epilieren direkt nach der ersten Anwendung. Hierbei muss man etwas geduldiger sein: Erst nach rund 6 bis 12 Wochen hat man alle Haare in den unterschiedlichen Wachstumsphasen erwischt und eine glatte Haut.
  • Um Pigmentstörungen zu vermeiden, sollte man mindestens 48 Stunden nach dem Blitzen mit dem Sonnenbaden warten – und dann bitte (sowieso) nur mit LSF50 in die Sonne!
  • Bei empfindlicher Haut, sollte man direkt nach der Behandlung auf Sauna, Dampfbad und Solarium verzichten.

Und dann geht’s los. Mein Freund kneift die Augen zusammen und traut sich nicht hinzuschauen. Das Braun-Gerät erfasst den Hautton, bestimmt die dadurch nötige Lichtintensität ganz automatisch und blitzt fleißig drauflos (laut Hersteller mit rund 125 Lichtblitzen pro Minute!). Dabei funktioniert das Gerät aber nur, wenn es komplett aufliegt. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, damit die Blitze nirgends landen, wo sie nicht hingehören – wie etwa die Augen. In nur rund fünf Minuten bin ich fertig. „Das war’s schon? Okay, das war ja wirklich gar nicht schlimm“, sagt mein Freund erstaunt. Nur ein wenig warm sei es geworden. Und an den paar Stellen, die er nicht ordentlich rasiert hat, kräuseln sich kleine verkohlte Härchen. Ups. Aber er hat es überlebt. Dann kann er zur zweiten Behandlung nächste Woche ja selbst das IPL-Gerät schwingen. 😉 Und ich hoffe währenddessen, dass er nicht so in den Flow kommt, dass bald kaum noch Haare übrig sind …

Die Pros für glatte Haut:

Diese Beauties helfen bei der Vor- und Nachbereitung:

Credits: Pexels, Privat

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