Hilfe, ich bin süchtig nach Mänteln

„Sag mal, wie viele Mäntel hast du eigentlich?“ Könntest du diese Frage auf Anhieb beantworten. Ja? Dann ist bei dir alles in Ordnung. Nein? Willkommen im Club der (nicht ganz) anonymen Mantelsüchtigen!

Ich bin übrigens die erste Vorsitzende diesen fragwürdigen (aber meist stylischen) Selbsthilfe-Vereins. Woher ich mir dieses Recht herausnehme? Ganz einfach: Soll ich an der Garderobe meinen Mantel abgeben, fühlt es sich an, als würde man mir mein Herz bei lebendigem Leib herausreißen. Und während andere nicht genug von Handtaschen und Schuhen bekommen, sind es bei mir Camel-Coat, Doppelreiher & Co. die mein Herz höher schlagen lassen.

Warum das so ist, habe ich mich bisher noch nie gefragt. Aber je länger ich darüber nachdenke, könnt es daran liegen: Wenn ich einen Mantel anziehe, verwandle ich mich in eine andere Person. Die Frage, wer bin ich und wenn ja wie viele, lässt sich bei mir am besten in Mantel-Typen beantworten: Meinen grauen Over-Size-Coat trage ich, wenn ich eigentlich am liebsten im Bett geblieben wäre. Meinen blauen Boyfriend-Zweireiher, wenn ich einen Business-Termin habe und mich stark fühlen will. Und den Wickel-Mantel in Coral? Wenn mir alles Grau in Grau erscheint.

» Bis auf einen Trench ohne was drunter würde ich jeden Mantel immer und zu allem tragen «

Außerdem kann man drunter noch so rumpelig angezogen sein, Mantel drüber und schon wird aus Trash Trend. Kurz: Bis auf einen Trench ohne was drunter (Hallo, Flitzer!), würde ich Mäntel immer und über allem tragen. Sommerpause gibt’s bei mir nicht: Da trage ich einen weißen Smoking-Mantel zugeknöpft als Kleid. Und für den Herbst habe ich dünne Übergangs-Mäntel – übrigens ein sehr unschönes Wort, da muss mal ein Neues her. Kann ich ja für die nächste Gruppen-Sitzung anberaumen. Aber zurück zum Wesentlichen:

Sämtliche Therapie-Versuche (Aussortieren = Exorzismus)) und Ersatzdrogen (Capes, nix für mich) sind bisher gnadenlos gefloppt und so nenne ich aktuell 18 (!) Mäntel mein eigen. Tendenz steigend. Am selben Laptop, in den ich gerade diesen Text tippe, sind parallel zehn Tabs mit neuen Mänteln geöffnet, die nur darauf warten von mir adoptiert, äh, bestellt zu werden.

Die Strahlender-als-Perlweißen haben es mir gerade besonders angetan. Deshalb muss ich jetzt leider auch aufhören – nicht, dass sie mir jemand vor der Nase wegschnappt. Ach und zur Frage oben: Natürlich weiß ich immer ganz genau, wie viele es gerade sind. Aber manchmal ist es besser, den Mantel des Schweigens über meine Mantelsucht zu legen.

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