Warum „I Feel Pretty“ genau der Film ist, den wir alle so dringend brauchen

Oh mein Gott, wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen. Vielleicht damit, dass wir „I Feel Pretty“ schon jetzt zu einem DER Top-Filme 2018 küren würden? So, jetzt ist es direkt raus. Doch besser hätten wir unsere Gedanken zu dem Kino-Spektakel eigentlich gar nicht zusammenfassen können.

Denn dass dieser Film in einer Zeit, in der Body Positivity immer größer geschrieben wird, genau den Nerv der Zeit – und ganz nebenbei auch mitten in unser Herz – treffen würde, war eigentlich fast schon zu erwarten.

Doch persönlich davon überzeugen, mussten wir uns natürlich trotzdem noch. Also ging es letzte Woche zur Vor-Premiere (Deutschland-Start 10. Mai 2018) in Hamburg, um uns Amy Schumer in der Rolle der Renee Bennett mal ganz in Ruhe zu Gemüte zu führen.

Und was sollen wir sagen? Wir haben jede! einzelne! Minute! genossen!

Haben gelacht, mal aus purem Witz, mal vor ehrlicher Ergriffenheit, haben mitgelitten und uns irgendwie fast in jeder Szene gedacht: Hey, das könnten auch wir sein.

Denn diesen Moment, in dem man nach einem echt miesen Tag vor dem Spiegel steht, ein Makel nach dem nächsten entdeckt und sich am liebsten in eine neue Haut wünschen würde, kennen wir doch alle. Und Renee ganz besonders …

„I Feel Pretty“ – Ein Film zum Verlieben

Denn Renee gehört ganz klar zu den Frauen, die sich in ihrem Körper so überhaupt nicht wohl fühlen und quasi in Dauerschleife von Unsicherheiten und Zweifeln geplagt werden. Ganz à la: Mit diesem Körper ein Date bekommen? Oder beruflich die Karriereleiter raufklettern? No way!

Es ist also auch kein Wunder, dass wir völlig mitfühlend in unserem Kinosessel auf- und abgerutscht sind, als sich Renee auf der Leinwand zwischen all den Size-Zero-Püppchen im Fitnessstudio wie ein Elefant im Porzellanmuseum gefühlt oder am Ende eines Horror-Tages mal wieder völlig frustriert (und im eingeschnürten Spanx) im Spiegel betrachtet hat. Verfolgt von diesem einen Gedanken im Kopf: Ich will dünn sein. 

Lange hielt unser Mitleid allerdings nicht an. Nachdem sich die quirlige Blondine in der nächsten Szene nämlich mal wieder in die Hölle auf Erden wagt (klar, wir reden natürlich vom Fitnessstudio), kommt im wahrsten Sinne des Wortes schlagartig der KNALL!

Denn Renee stürzt nicht nur mit voller Wucht vom Fitnessrad (Auuuuutsch!😅), sondern auch noch mitten rein in ein neues Leben. Ein Leben als schlanke, wunderschöne Frau! Eben genau DIE Frau, die sie immer sein wollte. Das zumindest nimmt Renee wahr – und zwar NUR sie.

Denn das Witzige ist: Für Renees Umfeld ist sie immer noch die Alte – und keine 1,80-Blondine mit Modelmaßen, so wie sie sich plötzlich sieht. Und ihr merkt schon, ab diesem Punkt wird es witzig – und zwar nicht nur für die Charaktere im Film, sondern vor allem auch für uns. 😄

Bei diesem Film bleibt kein Auge trocken

Natürlich wollen wir nicht schon alles vorwegnehmen… Doch nur so viel: Wenn die „neue“ Renee plötzlich völlig von sich überzeugt vor ihrer Chefin und deren Supermodel-Angestellten behauptet, sie könne ja „sofort auf den Laufstegen dieser Welt verschwinden“ oder mit einer fetten Portion Selbstbewusstsein beim Bikini-Contest ihre Kurven zu „Swalla“ shaked (inklusive Wasser-Dusche natürlich!!), kann man gar nicht anders als laut loszulachen😂 – und doch immer mit dem Gedanken im Kopf: „Was für eine coole Frau!!“.

Ja, wer sich von der leicht überspitzten Hollywood-Aufmachung des Filmes nicht ablenken lässt (zugegeben, den Gedanken hatten wir an der ein oder anderen Stelle dann doch) wird ganz klar auf seine Kosten kommen. Doch dafür sorgt eigentlich auch schon Amy Schumer allein, der wir die Renee mit ihrer super selbstbewussten Art wirklich hundertprozentig abnehmen – und zwar in jeder Szene!

Denn für Renee ist genau dieses neue Selbstbewusstsein der Schlüssel zum Glück und Erfolg! Denn sie ergattert nicht nur ihren Traumjob als Sekretärin bei ihrem Idol Avery LeClaire (und bringt mal ganz nebenbei mit ihren Ideen die Kampagne der neuen Beauty-Linie voran), sondern schnappt sich auch noch ihren Traummann (klar, den gibt’s natürlich auch).

Und mal eben ein kleiner Fun-Fact nebenbei: Ratet mal, wer an entscheidender Stelle das Licht im Bett ausgeschaltet hat. Genau, ER! So, da haben wir es nochmal schwarz auf weiß. Männer machen sich nämlich genauso viele Gedanken wie wir, Girls.

Nach „I Feel Pretty“ fühlst du dich pretty – versprochen!

Doch zurück zur Story. Denn natürlich geht es nicht die ganze Zeit so rosig für die Sekretärin weiter… immerhin sprechen wir hier ja auch von einem Hollywood-Streifen erster Klasse. Nein, da gehört ein bisschen Drama natürlich dazu. Und im Fall von Renee kommt das mit dem Knall zurück in die Realität – und zurück zu ihrem alten Bewusstsein als kurvige Frau.

Was dann passiert, behalten wir aber für uns. Nur so viel noch am Schluss: Natürlich begreift auch Renee irgendwann, dass sie es nicht soweit geschafft hat, nur weil sie wunderschön ist (denn das ist sie auch ohne Size-Zero-Maße), sondern weil sie an sich geglaubt und dieses Selbstvertrauen auch nach außen getragen hat.

Ein Selbstvertrauen, das gerade heutzutage – in einer Zeit, in der uns aus allen Ecken perfekt gephotoshoppte Girls entgegenlächeln – gerne mal flöten geht.

Und gerade deswegen ist „I Feel Pretty“ genau DER Film, den wir alle brauchen. Denn Renee alias Amy Schumer zeigt uns auf eine so herrlich komische und doch ehrliche Art und Weise, dass wir mit ein bisschen mehr Mut und Selbstvertrauen einfach alles schaffen können. Und dass wir (und zwar egal ob dünn oder etwas kurviger, ob groß oder klein) schön sind, und zwar genau so wie wir nun mal sind.

Und liebe Leute, eines müssen wir euch noch sagen: Als wir aus dem Kino spaziert sind, haben wir genau dieses Gefühl mitgenommen. Und damit hat „I Feel Pretty“ ja wohl alles erreicht, oder nicht?

Also Girls: Diesen Film müsst ihr sehen – es lohnt sich wirklich! Denn er ist nicht nur Futter für eure Lachmuskeln, sondern vor allem auch Balsam für die Seele. ❤️

Kleiner Vorgeschmack gefällig? Dann schaut euch hier den Trailer zum Film an:

Credits: 2018 Concorde Filmverleih GmbH
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