Chrissy Teigen kocht für John Legend Miso-Spaghetti-Carbonara – und ich musste es direkt nachmachen!

I’m pretty adventurous with food, so I’m not afraid to try anything!“ Ohoooooo, das ist ein sehr breit interpretierbares Zitat vom US-amerikanischen R&B-Musiker, Schauspieler und Oscarpreisträger John Legend. Abenteuerlustig im Genre „Essen“ also. Erzähl‘ mir mehr, denn zu dieser Sorte Mensch würde ich mich selbst auch zählen. Die verrücktesten Käse-Experimente, brasilianisches Barbecue (fragt nicht, was ich da wirklich gegessen habe) oder Gigis Wodka-Pasta – ich habe schon eine Menge abenteuerlustige Rezepte auf meinem Teller vorgefunden. Was wohl so jemand wie John Legend auf seinem Teller serviert bekommt?!

Ich bin mir sicher, der Schmuse-Sänger kann uns von so manchen Star-like Food-Erfahrungen berichten. Spontan fällt mir da Ehefrau Chrissy Teigens scharfe Miso-Spaghetti-Carbonara ein, die die Cravings-Autorin (z.dt. Heißhunger) am Dienstagabend für die beiden zubereitet und ausführlich zum Nachkochen in ihrer Instagram-Story gepostet hat. 🤤

Miso-Carbonara? Die japanische Paste, die hauptsächlich aus Sojabohnen besteht und die Grundlage der traditionellen Miso-Suppe ist, fusioniert also mit dem italienischen Speck-Eier-Klassiker aus der in Mittelitalien gelegenen Latium-Region.

Wow, mein Mund wässert sich, wenn ich nur daran denke und deswegen habe ich sie natürlich sofort nachgekocht. 

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‚Cause all of me loves all of you
Love your curves and all your edges
All your perfect imperfections

John Legend – All of me

(die Miso-Carbonara gibt seinem Song eine ganz neue Interpretationsmöglichkeit)

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Eine einfache Einkaufsliste mit kleinen Hindernissen

Die Kombination unterschiedlicher Esskulturen und Kochkünsten, die sogenannte „Fusionsküche“, ist längst mehr als nur ein Trend, sondern genießt, allen voran mit asiatischen Einflüssen, in den Großstädten bereits Tradition-Status. Landestypische Zutaten aus verschiedenen Regionen verschmelzen. Aber auch scheinbar nicht zusammenpassende Zutaten fusionieren köstlich in einem Gericht miteinander. Aufregende Geschmackskombinationen sind das beliebte (und anfangs oftmals irritierende) Resultat. Hättet ihr gedacht, dass eine Miso-Chili-Knoblauch-Sauce zu einer klassischen Carbonara passt? 😜

Zack. Zack. Schnell zum Edeka um die Ecke und alles einkaufen, dachte ich. Denn das klassische Gericht mit asiatischem Touch benötigt neben den Spaghetti so gut wie nur vier Zutaten – hauchdünnen Speck, Chili-Knoblauch-Sauce, Miso-Paste und Parmesan. 

Aus „Zack. Zack“ wurde dann schneller als erwartet „Was genau ist das und wo finde ich es?“ Denn im Supermarkt angekommen verzweifele ich alleine schon an den dünnen, feinen Speck-Streifen. Die abgepackten (auch die veganen Alternativen) sind eher grob als fein. Die Dame an der Frischetheke hat mir weitergeholfen und sehr dünne Scheiben Speck geschnitten, die ich daheim dann weiter in feine Streifen geschnitten habe. Chili-Knoblauch-Sauce verkauft mein Supermarkt des Vertrauens nicht. Dafür Sambal Oelek (eine dickflüssige, aus Indonesien stammende Würzsauce auf Chili-Basis, die mir erst eine Verkäuferin in der Asia-Abteilung raussuchen musste). Direkt daneben befindet sich die Miso-Paste. Schaut notfalls in einem Asia-Supermarkt für die exotischen Zutaten vorbei. Spaghetti und frischer Parmesan sollten keine Schwierigkeiten darstellen.

Befindet sich alles im Einkaufskorb ist das Rezept einfach zuzubereiten.

Alles, was wir zum Nachkochen benötigen!

Die berühmten Zutaten:

2 Esslöffel Olivenöl

1 Tasse dünn geschnittener Speck

3 Esslöffel Chili-Knoblauch-Sauce (oder Sambal Oelek und 1/2 Teelöffel Chili-Flocken)

2 Esslöffel leichte Miso-Paste

2 Esslöffel heißes Wasser

3 Eier

500 Gramm Spaghetti (oder Linguine oder Fettuccine)

1 Tasse fein geriebener Parmigiano Reggiano Käse 

1 Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer,  (wer mag: 1/2 Tasse geschnittenes Frühlingszwiebeln)

Dauer: ca. 45 Minuten; Portionen: 3- 4 ( eher 3 😁)

Italien trifft auf Japan 🍝

„Magisch“. So beschreibt John Legend die asiatische Carbonara, nachdem Chrissy sie 30 Instagram-Story-Schnipseln lang fertig zubereitet und er eine große Gabel aufgerollter Spaghetti verkostet hat.

Worauf warten wir:

  1. Großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und abdecken. Olivenöl bei mittlerer Hitze in einer großen Pfanne erwärmen und Speckstreifen neun bis zehn Minuten lang anbraten, bis er knusprig ist und das Fett aufgebraucht ist.
  2. Die Pfanne vom Herd nehmen und aufbewahren. Chili-Knoblauch-Sauce, Miso und heißes Wasser vermengen und glatt rühren. Die Eier einzeln unterrühren.
    Spaghetti gemäß der Packung al dente kochen. Vor dem Abtropfen, eine halbe Tasse Nudelkochwasser aufbewahren.
  3. Die Nudeln in die Pfanne mit dem Speck geben und mischen. Bei mittlerer Hitze erhitzen, bis alles schön heiß ist. Die Chili-Miso-Eier-Mischung hinzufügen. Hitze auf niedrig stellen und 2 Minuten ziehen lassen.
  4. Parmesan-Käse, Pfeffer und das Nudelwasser nach Wunsch hinzufügen, bis die Sauce den gewünschten Geschmack und die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
  5. Auf dem Teller verteilen und nach Belieben mit Frühlingszwiebeln und Parmesan garnieren.
  6. ENJOY ❤️

Kleines Besides-Learning zum Schluss: In der Italienischen Küche gibt es von Region zu Regionen kulinarische Spezialitäten. Deswegen wird sprichwörtlich eine Reise durch die Regionen Italiens als eine kulinarische Entdeckungsreise bezeichnet. Natürlich mögen die Italiener Pasta, Pizza und Prosciutto, aber daneben gibt es in jeder der zwanzig Regionen Italiens eine schier unglaubliche Vielfalt an Spezialitäten, für die sie bekannt wurde. Spaghetti alla Carbonara ist eine weltberühmte Nudelspezialität aus Latium. Das Original-Rezept hat niemals Miso oder eine Chili-Knoblauch-Sauce gesehen. Genauso wenig Kochsahne – die haben wir Deutschen in unseren Interpretationen dazugemogelt. Wer mag, kann das Rezept am folgendem Tag, mit etwas Sahne vermischt, nochmals erhitzen und genießen.

Ich muss gestehen, dass mir die aufgewärmte Portion mit Sahne noch besser als das „Original“ von John und seiner Frau geschmeckt hat. Das cremige vermischt sich sehr fein mit dem Salzigen und Scharfen der Sauce. Sie zaubert eine angenehme dickflüssige Saucen-Konsistenz. Probiert es aus! Das Rezept ist bereits eh „Fusion“, da kommt es auf die eine Zutat mehr nicht mehr an. 😬

どうぞお召し上がりください, Buon Appetito und Guten Appetit.

x Fine

Credits: Instagram

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