Warum Kakerlaken-Milch zum neuen Superfood werden könnte…

Wenn von „Superfood“ die Rede ist, denken wir vermutlich an Beeren oder Quinoa oder Chia-Samen… und seit kurzem vielleicht auch wieder an Sellerie. Insekten dagegen gehören eher nicht auf unseren Ernährungsplan – und schon gar nicht auf einen gesunden.

Allerhöchstens haben wir vielleicht mal auf Reisen eines der kleinen Tierchen probiert oder, wie unsere Redakteurin Anastasia, in Form eines Burger-Patties. Aber ausgerechnet Kakerlaken (denen wir DEFINITIV nicht im lebenden Zustand begegnen wollen!!) den gehypten Superfood-Stempel aufzudrücken?! Auf die Idee wären wir bisher wohl nicht gekommen.

Eine Forschungsarbeit verschiedener Biologen, die in der Fachzeitschrift „International Union of Crystallography“ veröffentlicht wurde, könnte diesen Eindruck jetzt aber ändern. Denn so viel steht fest: Je mehr Menschen es gibt, desto besser müssen wir mit unseren Lebensmitteln haushalten und desto wichtiger werden umweltfreundliche Alternativen, mit denen wir im besten Fall die ganze Welt ernähren können. Und eine dieser Alternativen könnten definitiv Insekten sein.

Aber was macht die Kakerlake denn nun zum Superfood?

Die Forscher fanden schon vor einiger Zeit heraus, dass eine ganz bestimmte Art, nämlich die „Diploptera punctata“, im Gegensatz zu anderen Kakerlaken ihren Nachwuchs säugt – und dementsprechend auch Milch produziert. Oder besser: Milchproteinkristalle.

Und die enthalten tatsächlich mehr als dreimal so viel Protein wie herkömmliche Kuhmilch. Außerdem sind darin wichtige Aminosäuren, Lipide und weitere Nährstoffe enthalten, die wichtig für den menschlichen Organismus sind. Klingt also wirklich irgendwie gesund. Wenn da nur das Wörtchen „Kakerlake“ nicht wäre…

Müssen wir Kakerlaken ab jetzt also „melken“?

Glücklicherweise können uns die Forscher, was diese unschöne Vorstellung angeht, sehr schnell Entwarnung geben. Denn sie haben es geschafft, die Milchkristalle, die die Kakerlake in ihrem Darmtrakt herstellt, künstlich im Reagenzglas nachzuzüchten. Wir trinken also gar kein „Insekt“ – im Gegenteil: Bei der Herstellung sind überhaupt keine lebenden Tiere beteiligt!

Naaa, haben wir jetzt ein paar mehr von euch gecatcht? 😏 Zukunftsweisend ist diese neue Form der Proteinzufuhr auf jeden Fall! Vor allem, weil die Milchkristalle durch Hefe gestreckt und vervielfältigt werden können – und so auch tatsächlich in Massen herstellbar sind.

Bis es so weit ist, dass wir Kakerlaken-Milch tatsächlich zum Kaffee-Date bestellen können, dauert es aber vermutlich noch eine ganze Weile. Wir sind trotzdem schon jetzt irgendwie gespannt – und nur noch ein ganz kleines bisschen angeekelt. 😜

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