Mit diesen Tricks schaffst du in deinem Kleiderschrank endlich wieder Ordnung – und zwar dauerhaft!

Dieses Problem kennt wohl jede Frau: Man steht morgens vor dem Kleiderschrank, will schnell ins passende Outfit für den Tag schlüpfen und merkt dann aber, dass man absolut NICHTS zum Anziehen hat. Nichts. Nada. Niente.

Dass wir in solchen Fällen allerdings meistens (ok, immer) vor einem bis obenhin vollgestopften Schrank stehen, müssen wir an dieser Stelle wohl ganz ehrlich zugeben.

Ist es also reine Überforderung, die uns am frühen Morgen schnell mal in den Wahnsinn treibt und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen lässt?

Oder – oh Gott, noch viel schlimmer – müssen wir uns vielleicht einfach mal eingestehen, dass wir zu viele Klamotten haben? 😅 Berge an Klamotten, die sich noch dazu irgendwie so gar nicht mit unserem Mini-Schrank und unserem nicht vorhandenen Ordnungsgefühl zusammenbringen lassen?!

Ja, vielleicht müssen wir da tatsächlich mal ehrlich zu uns sein. Und ganz besonders zu unserem kleinen, inneren Schweinehund, der diese Tatsache möglicherweise noch nicht so ganz einsehen will. Platz, sagen wir an dieser Stelle nur! ☝️ Denn gerade jetzt sollten wir uns mal ganz dringend mit unserem kleinen Schrank-Problem auseinandersetzen. (Hände hoch, wer sich auch angesprochen fühlt🙋)

Schließlich ist der Sommer-Sale in vollem Gange und die Gefahr, noch einen weiteren Haufen suuuuuper wichtiger Klamotten über unsere Türschwelle zu tragen, ist so groß wie nie. Ahhh, da kommen direkt wieder die kleinen Shopaholics in uns durch. Es muss sich also was ändern!

Endlich den Kleiderschrank ausmisten – ein Fahrplan!

Gut, das hätten wir schon mal eingesehen. Bleibt allerdings immer noch die Frage, WIE wir das Ganze anstellen. Einfach die Kleiderbügel umdrehen, für die Teile, die man angezogen hat und die anderen Dinge aus dem Schrank verbannen? Ja, solche kleinen Nebenbei-Tricks gibt es en masse, doch was wir wollen, ist eine langfristige Lösung, die Ordnung in unseren Schrank – und damit ja irgendwie auch in unser Leben bringt.

Und genau deswegen haben wir jetzt mal für euch – und uns natürlich – mit der Berliner Stylistin Maren Assmus gesprochen, die sogar schon den ein oder anderen Promi für die Kamera eingekleidet hat. Wir sind also in guten Händen und können direkt rein in unser kleines, persönliches Schrank-Chaos springen. 😉

Doch bevor es ins Detail geht, zuallererst mal, herzlichen Glückwunsch! Du hast auf diesen Artikel geklickt, bist bis hier gekommen und scheinst damit auf jeden Fall schon mal vorzuhaben, Ordnung in deinen Kleiderschrank zu bringen. 😄 Die perfekte Voraussetzung also. Jetzt musst du nur noch ein bisschen Willensstärke zeigen. Aber keine Sorge, du bist nicht allein. Wir sind bei dir. Gut, dann geht’s jetzt los!

Folge den Magic Points

Zuallererst steht auf dem Fahrplan, die richtige Vorbereitung zu treffen. Denn Klamotten ausmisten geht nicht zwischen Tür und Angel und mal eben zwischendurch. Nein, damit die Sache wirklich funktioniert, muss der Kopf frei und der Kalender leer sein. Am besten also schon einen festen Zeitpunkt für das Ausmisten einplanen, damit auch wirklich nichts dazwischen kommt.

Wenn es dann soweit ist, musst du eigentlich nur noch für die richtige Atmosphäre sorgen. Heißt: Lieblingsmusik an und Handy weg. Denn Ablenkung können wir beim Ordnung schaffen natürlich so gar nicht gebrauchen. Nope!

Und dann heißt es eigentlich auch direkt: immer den Magic Points hinterher! Klingt schon gut, ist es auch! Und eigentlich bedeuten sie nichts anders, als sich bestimmte Kategorien vorzunehmen. Und wir sollten immer mit den Dingen beginnen, mit denen wir am wenigsten emotional verbunden sind. Ein Vorgang, bei dem sich Maren Assmus übrigens von der Beraterin Marie Kondo und ihrem Werk „Magic Cleaning“ hat inspirieren lassen.

Ich habe zum Beispiel mit Socken angefangen. Also suchst du dir aus allen Ecken in der Wohnung deine Socken zusammen. Damit kriegst du erstmal ein Gefühl dafür, wie viele du eigentlich tatsächlich besitzt. Denn oftmals verliert man darüber mit der Zeit den Überblick. Und dann sortierst du nur die Sachen raus, die dir auch ein gutes Gefühl geben“, so die Stylistin im Interview mit trèsCLICK.

Und mal ehrlich, genau so ist es doch auch mit den restlichen Sachen in unserem Schrank, oder? Bei all der Menge und all dem Durcheinander vergessen wir schnell mal, wie viele Teile wir von einer bestimmten Sorte besitzen und wie wenig wir davon tatsächlich noch benutzen.

Und genau an dieser Stelle kommen die unterschiedlichen Kategorien ins Spiel. Wenn ihr euch also an einem Tag Hosen vornehmt, klappert ihr alle Unterkategorien (von Jeans über Culotte etc.) hintereinander ab.

Tipp von Maren Assmus: Nie länger als 2-3 Stunden für eine Kategorie einplanen. Irgendwann lässt die Konzentration eh nach!

 

Und am Ende solltest du dann nicht mehr 15 hellblaue Jeans, die eh alle gleich aussehen, im Schrank hängen haben, sondern nur eine Lieblingsjeans. Und das gilt für jede Kategorie.

Wichtig hierbei ist auch, dass du dir jedes Teil wirklich ausführlich vornimmst und du genauestens schaust, ob die Teile überhaupt noch aktuell sind und zu dir und deinem aktuellen Typ oder Lebensstil passen. Nur so findest du auch deine persönlichen It-Pieces im Schrank.

Die Sache mit der Wertschätzung und Intuition

„Man muss dann wirklich jede Kategorie hintereinander anprobieren. Das heißt, du ziehst ein Teil an und schaust, ob es dir ein gutes Gefühl gibt. Es ist wichtig, dass man erst einmal den wahren Wert von den Sachen erkennt. Du nimmst es also in die Hand und überlegst dir, welche Bedeutung es für dich hat und was für eine Rolle dieses Teil noch in deinem Leben spielt“, verriet uns die Berlinerin weiter. Ja, hier ist ganz klar deine Intuition gefragt. Also nimm dir ruhig Zeit.

Und eigentlich wären wir damit auch schon direkt beim nächsten wichtigen Thema: Wertschätzung! Denn die ist beim Ausmisten ebenfalls das A und O. Wertschätzung ist total wichtig und gut, um sich von Sachen zu lösen. Du musst überlegen: Was will mir dieses Teil sagen? Was war die Aufgabe? Am Ende fällt es einem so leichter, Tschüss und Danke zu sagen und die Dinge auszusortieren.“

» Am Schluss sollten nur noch Lieblingsteile in deinem Kleiderschrank sein «
Maren Assmus

Das bedeutet also, wenn die Zeit von einem Kleidungsstück gekommen ist, muss man sich auch davon lösen können. Egal, wie hoch der materielle Wert vielleicht auch mal war. Und nein, auch die Jeans, in die du schon seit drei Jahren nicht mehr reinpasst (es ja aber vielleicht bald wieder könntest😁), muss verschwinden. Und die haben wir schließlich alle…

„Am Schluss sollten nur noch Lieblingsteile in deinem Kleiderschrank sein. Nur noch Sachen, die dir ein gutes Gefühl geben.“ Aber keine Sorge, hör einfach auf deine Intuition!

Und falls du bei einigen Dingen doch noch unentschlossen sein solltest, lass die Vielleicht-Teile einfach nochmal gegen deine Lieblingsstücke antreten. Und rate mal, wer wohl gewinnen wird?!

Jaaaa, genau so sieht der Plan aus, Leute! Und klar, so ein paar Kleidungsstücke, von denen wir uns partout nicht trennen können (der Pulli vom Ex, das Kleid vom Abschlussball) hat jeder, doch die gehören nicht in den Schrank. Dafür solltest du dir vielmehr eine extra Box besorgen, in die du immer mal wieder schauen kannst, wenn dir danach ist. Wie ein „Fotoalbum für Kleidung“ eben.

Ordnung im Kleiderschrank schaffen – und das dauerhaft!

Alles klar, wenn du bis zu diesem Schritt gekommen bist, hast du schon viel geschafft. Und jaaaa, es ist schwer. Sooo schwer! Das weiß auch Maren Assmus: Veränderung braucht Zeit! Man darf da nicht zu streng mit sich sein!“ Leichter gesagt, als getan. Doch über Nacht wird nun mal kein Kleiderschrank-Minimalist aus dir. Nein, das braucht schon Zeit. Und die darfst du dir auch nehmen.

Wenn der Kleiderschrank allerdings erstmal „leer“ ist, wirst du schnell merken, wie gut es tut und wie hilfreich es ist. „Es ist einmal schwer, doch wenn du es geschafft hast, dann wirst du auch dauerhaft Ordnung halten, versicherte die Stylistin uns. Alles klar, dann sind wir mal optimistisch, oder?

» Klare Linien beruhigen den Geist! «
Maren Assmus

Apropos, Ordnung. Denn auch wenn sie erstmal da ist, müssen wir sie natürlich auch irgendwie halten. Und das klappt laut Maren Assmus am besten, „wenn du Sachen visualisierst“. Heißt, die Klamotten ebenfalls nach Kategorien und Farben sortieren. Cool sind auch gleiche Kleiderbügel oder beschriftete Boxen, bei denen du sofort weißt, wo du was findest.

Hauptsache, du bekommst ein gutes Gefühl, wenn du den Schrank aufmachst und wirst nicht von einem bunten, zerwürfelten Haufen übermannt. Klare Linien beruhigen den Geist“, so die Zweifach-Mama. Und ja, damit hat sie wohl Recht.

Fehlkäufe vermeiden!

Kommen wir zum letzten Punkt auf der Liste. Ja, du hast es fast geschafft. Denn auch wenn wir unseren Schrank aufgeräumt bekommt haben, sind wir natürlich trotzdem noch nicht von fiesen Fehlkäufen geschützt, die unser ganzes System wieder ins Wanken bringen.

An dieser Stelle bringt Maren Assmus eine Shopping-Liste ins Spiel. Einfach genau aufschreiben, welche Teile noch im Schrank fehlen und wozu man sie kombinieren möchte. Auch Details sind hier wichtig, damit du nicht mit einem langen Blazer nach Hause kommst, obwohl du einen kurzen wolltest.

„Wenn du ein innres Bild davon hast, was du brauchst und auch noch eine Liste zu Hause hast, bist du gut gegen Fehlkäufe gewappnet.“ Und auch für, naja, oder eher gegen, Impulskäufe hat sie einen Tipp. Wenn du verschiedene Jeanshosen anprobierst, direkt in der Umkleidekabine ein Foto davon machen und den Laden dann erstmal wieder verlassen. Für einen kleinen Kaffee zwischendurch zum Beispiel.

Damit trickst du das „Kaufrausch-Gefühl“ aus, das dich ansonsten schnell mal überkommen könnte. Mit etwas Abstand siehst du die Dinge nämlich klarer und du kannst dich beim Swipen durch deine Fotos so auch für die richtige Jeans entscheiden. Es geht darum, sich mit Kleidung intensiv zu beschäftigen, um sich dann auch wichtigeren Dingen zuwenden zu können.“ Und das wollen wir Frauen doch alle, oder? Unbedingt! 

Und ja, das sind jetzt natürlich viele Punkte auf einmal und vielleicht bekommen wir nicht alles auf einmal hin. Aber das ist auch nicht schlimm. Veränderungen brauchen nun mal Zeit. Doch wir alle sollten immer im Kopf behalten, wie toll das Leben wahrscheinlich mit einem aufgeräumten Schrank so wäre. Nie wieder stundenlanges Anprobieren am Morgen. Schließlich hängen ja nur noch unsere Lieblingsteile im Schrank. Verlockende Vorstellung und die wahrscheinlich beste Motivation ever, oder? YES!

In diesem Sinne: Fröhliches Ausmisten! 😜

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