Wie lange sind Lebensmittel wirklich haltbar? Diese Auflistung klärt die Frage ein für alle Mal

Mein Blick wandert suchend durch den geöffneten Kühlschrank. Scannt die Regale ab, fokussiert an einigen Stellen interessiert… und schweift anschließend doch wieder unbeeindruckt weiter. Wir alle kennen sie, diese Momente der Langeweile, die nicht selten im Hervorkramen eines verloren geglaubten Joghurts aus der hintersten Ecke enden.

Ebenso werden wir alle aber auch folgendes Szenario kennen. Wir greifen genau diesen einen Joghurt, rümpfen die Nase… und öffnen, ohne groß nachzudenken, den nächsten erreichbaren Mülleimer. Schnell rein damit – das Mindesthaltbarkeitsdatum ist schließlich bereits abgelaufen.

So sehr wir also vielleicht sogar bereits darauf achten wollen, Lebensmittel nicht unnötig zu verschwenden, so oft passiert es eben doch genau aus diesem Grund. Irgendwie hat es sich mit der Erziehung doch zu sehr eingebrannt: Was abgelaufen ist, muss weg. Dabei wird inzwischen deutlich genug kommuniziert, dass es sich bei dem  aufgestanzten Wert lediglich um eine Verbrauchsorientierung handelt – und niemals um den tatsächlich Zustand des jeweiligen Nahrungsmittels. Nicht umsonst heißt es MINDESThaltbarkeitsdatum (MHD). MINDESTENS bis zu diesem Datum wird die Qualität also gewährleistet. Anschließend kann (und sollte) nach eigenem Ermessen entschieden werden, ob das Produkt noch frisch und genießbar ist.

Doch wie erkennt man diese Merkmale überhaupt? Wie löst man sich von der Vorstellung, ‚abgelaufene‘ Lebensmittel seien automatisch unappetitlich? Nun, zunächst einmal helfen dabei vermutlich gezielte Informationen. Und genau die gibt es deshalb jetzt und hier von uns für euch. Gemeinsam klären wir ein für alle Mal: Woran sollten wir uns, neben dem MHD, noch orientieren? Und vor allem: Wie lange halten sich verschiedene Lebensmittel im ungeöffneten Zustand eigentlich wirklich?

Lebensmittel sind länger haltbar, als du denkst

Let’s break it down for you (once and for all): Ganz egal ab Joghurt, Butter, Aufstriche, Fleischprodukte, Trockenware oder Konserven – sie alle sind auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar. Und das meist sogar ziemlich lange. Dips (wie Hummus oder Guacamole) etwa, lassen sich bis zu zwei Wochen länger verzehren, einige Milchprodukte sogar weit über ein halbes Jahr.

Wegschmeißen sollte also eigentlich niemals zur ersten gewählten Reaktion gehören. Stattdessen lohnt es sich, das aufgedruckte Datum mit dem tatsächlichen Vefallsdatum zu verrechnen. Für einige der gefragtesten Lebensmittel hat SirPlus daher jetzt, auf Grundlage der Daten eines Langzeittests des „Greenpeace Magazins“, eine hilfreiche Grafik erstellt. Der Konzern selbst rettet abgelaufene Produkte aus Supermärkten – und gibt ihnen vergünstigt in den eigenen Läden eine zweite Chance. Wenn sich also jemand auskennt, dann ja wohl diese tollen Menschen hier. 🙏

Eine Auflistung macht das Retten leicht:

Doch nicht nur Lebensmittel aus dem Kühlschrank sind mit dem irreführenden Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Auch Suppen, Getreideprodukte, Süßigkeiten oder Gewürze bekommt noch vor dem Verkauf einen Stempel verpasst.

Wie immer gilt es natürlich auch hier zu beachten: Im ungeöffneten Zustand – also von äußeren Einflüssen geschützt – bleibt die Qualität meist deutlich länger erhalten. Sind die Lebensmittel einmal angebrochen, kann ein Geruchs- oder Geschmackstest bei der Überprüfung der Frische helfen. Gerade trockene Lebensmittel wie Mehl, Reis, Getreide, Kaffee und Nudeln verlieren bei einer trockenen Lagerung allerdings auch nach vielen Monaten nicht an Qualität. Ebenso wenig wie Marmeladen, Säfte oder alkoholische Getränke.

Vertrauen wir unseren Sinnen – mehr als einem Datum

Dieser vermeintliche Richtwert sollte in Zukunft also niemals wieder für Verunsicherung vor dem Kühlschrank sorgen müssen. Lebensmittel können so viel mehr, als dieses kleine Datum verspricht. Und wir können genau durch dieses Umdenken (spätestens) ab sofort hoffentlich massenhaft Haushaltsmüll (und Haushaltsgeld 👀) einsparen. Wenn das mal nichts ist… 🙏

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