Julia Kiener
25.05.2017 von Julia Kiener

Darum vergeht uns bei Liebeskummer immer der Appetit

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„Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling.“ Den Satz haben wir sicherlich schon jeder Freundin mit Liebeskummer gesagt, ihn mindestens genauso häufig selbst zu hören bekommen und dennoch hat man ihn. Er ist unkontrollierbar, man kann machen, was man will, aber das einzige was wirklich verlässlich hilft, ist Zeit und Ablenkung.

Steckt man aber noch mittendrin, in der Liebeskummer-Phase, will man sich am liebsten den ganzen Tag verkriechen, kann aber auch nicht schlafen und an Essen ist auch nicht wirklich zu denken. Und das, obwohl die BFF mit einem Eimer unserer Lieblings-Eissorte und ganz viel Schokolade aufheitern will. Was ist denn bloß so?

» Eine Liebe zu verlieren, bedeutet Stress. Das heißt, dass die Herzfrequenz schneller wird und die Cortisol- und Adrenalinlevel steigen. «

Warum unser Magen sich bei Liebeskummer einfach in ein einziges, riesiges Wollknäuel verwandelt, das unentwirrbar scheint und es unmöglich macht, auch nur an irgendeine Nahrung (außer vielleicht Vodka pur) zu denken, das wollten auch die Redakteure von Munchies wissen. Und haben nachgefragt. Der niederländische Professor für Neurobiologie, Gert ter Horst, erklärt das Phänomen folgendermaßen:

„Eine Liebe zu verlieren, bedeutet Stress. Das heißt, dass die Herzfrequenz schneller wird und die Cortisol- und Adrenalinlevel steigen. Beides führt zu schlaflosen Nächten, außerdem zieht sich der Magen zusammen und verweigert die Nahrungsaufnahme.“

Der Körper befindet sich, so erklärt er weiter, im Überlebensmodus. Der Puls geht hoch, die Pupillenreaktion wird langsamer und vor allem wird die Nahrungsaufnahme zur Nebensache, schließlich geht es ums pure Überleben (so fühlt sich richtig schlimmer Liebeskummer auch wirklich an).

Aber nicht nur unser Körper spielt verrückt, sondern auch unsere Emotionen. Logisch, wenn unser Herz ganz unverhofft gebrochen wurde. Wir sind traurig, depressiv und sauer, was alles einen zusätzlichen, schlechten Einfluss auf unseren Hunger hat. „Die Teile des Gehirns, die für Emotionen und emotionale Schmerzen zuständig sind, regulieren auch, wie wir essen, unseren Bedarf etwas zu essen und was wir schmecken. Die Zonen liegen direkt beieinander und haben Einfluss aufeinander.“

Kommt der Hunger zurück, ist das Verlangen nach Junk Food groß …

Aber, das kennt ihr sicherlich auch, wenn der Hunger zurückkommt, dann kommt er richtig. Um das Kaloriendefizit auszugleichen, so erklärt ter Horst, ist das Verlangen nach Junk Food viel höher, als nach etwas Gesundem. Und nicht nur der Liebeskummer ärgert uns, sondern auch der Fakt, dass wir Mädels viel eher als die Bad Boys dazu tendieren, dass wir erst nichts und dann die ganze Welt essen könnten. Schließlich leiden wir ja wohl schon unter dem Herzschmerz mehr als genug, oder?

Mehr über: Liebe, Trennung, Liebeskummer, Wissenschaft, Hormone, Trennungsschmerz
Credits: Unsplash/Milada Vigerova
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