Masturbieren mit erotischen Hörspielen statt Pornos? In der Mittagspause?! Ich hab’s getestet…

Werbung* Das Foto bildet nicht mich ab – leider

Es ist Montag, der 13. Juli 2020 – ein perfekter Tag zum Masturbieren. Dreht die Alte von trèsCLICK jetzt völlig durch? Nein, nein, keine Sorge. Nicht alles in meinem (Berufs-)Alltag dreht sich um Sex. Nur einiges. Und außerdem nennen wir das Investigativen Journalismus! Anders als sonst „Interview mit xy“ oder „Zoom-Konferenz“ oder „digital Pressday“, stand heute für 12 Uhr – also passend zur Mittagspause – nämlich mal was anderes in meinem Kalender: „Selbstbefriedigung“! Plötzlich doch gar nicht mehr so schlecht, der Montag. Ich muss euch nichts vormachen, ein bisschen Dampf ablassen während der Arbeitszeit kann manchmal wirklich guttun. Und dass das auch recht sinnvoll ist, lest ihr hier.
Ach so, und, ich bin im Home Office. Beruhigt euch.

Seit einiger Zeit sind „erotische Hörspiele“ ein Ding. Das bedeutet, dass einem männliche oder weibliche Stimmen – je nach Präferenz – versaute Geschichten ins Ohr erzählen (und stöhnen), um einen beim Masturbieren bestenfalls schlussendlich zum Orgasmus zu befördern. Puh, denke ich mir, ob mir das taugen wird? Denn, ich gebe zu: Ich bin eine Porno-Masturbiererin. Genau genommen, Schande über mein Haupt, eine Stress-Porno-Masturbiererin. Das bedeutet, sobald die Uhr Feierabend schlägt, fällt meine Hose, mein Browser-Tab öffnet sich – und meine Beine auch. Ich weiß, das klingt nicht wirklich sinnlich und auch nicht wirklich besonders prickelnd, und irgendwie war es das in letzter Zeit auch nicht mehr. Ich erinnere mich nicht mal mehr, wann ich mich das letzte Mal selbst berührt habe und als Vorlage lediglich die Fantasien in meinem Kopf benutzt habe. Irgendwie traurig, schließlich war vor den Pornos irgendwann mal wirkliches Storytelling in meinen Gedanken angesagt. Können sexy Hörspiele mich dahin wieder zurückbefördern? Auf der Online-Plattform Femtasy hab ich es ausprobiert (und dabei ganz fest versucht, währenddessen nicht an meine Chefin zu denken, und JA, das klingt fürchterlich falsch) – hier kommt mein Fazit.

Masturbieren mit Erotik-Hörspiel? Mein Erf-aaah-rungsbericht

Kurz vorab, Femtasy ist eine Plattform mit knapp 1.500 Hörspielen (vorgelesen von verschiedenen Stimmen, männlich, weiblich, deutsch, englisch), die speziell für Frauen entwickelt wurden – somit also in keiner Weise demütigend sind und auch wirklich auf deren Bedürfnisse ausgelegt. Also keine 30-Minüter über Blowjobs, von denen am Ende nur einer profitiert – der Typ. Fetter Pluspunkt schonmal hierfür. In ca. 5- bis 20-minütigen Stories gibt’s dann geballte Sexualität mit fantasievollen Handlungen auf die Ohren, sortiert in verschiedenen Kategorien. Von „romantisch“ über „Anal“ oder „Dreier“ bis hin zu „BDSM“ ist alles dabei, was das Geschlechtsteil begehrt.

Es dauert ein Weilchen, bis ich mich für eine Geschichte entscheiden kann (ähnlich wie auf Pornoseiten gerät man da schnell mal ins endlose Scrollen), letztendlich wähle ich dann zum Start erstmal eine Massage-Erzählung – mit Happy End natürlich – gesprochen von Nelio. Den kann ich schon mal empfehlen, die Stimme ist angenehm. Bei einigen anderen, die ich zuvor getestet hab, kam ich leider nicht umher, hier und da mal zu lachen. Das war mir dann doch zu viel Ahhhhh, Mhhhh, Ohhhh in Kombination mit dem Versuch, sexy zu klingen. Nelio ist aber okay, der dürfte mir gerne mal ins Ohr flüstern.

15 Minuten lang erzählt er, was er gerade mit mir anstellt – und die Tatsache, dass ich meinen gestrigen Haarwaschtag ignoriert habe und nun mit Brille, gigantischem, schmerzenden Pickel an der Oberlippe, mottendurchfressener Leggings und einem alten Shirt meines besten Freundes auf der Couch liege, ist nicht wirklich hilfreich für den Gedanken, dass Nelio dass gerade wirklich gerne mit mir machen würde.

Egal. Ich kann nicht leugnen, ich würde gerne vorspulen. Das ganze Brimborium mit Blickkontakt und sowas überspringen, direkt zur Sache kommen. Wann passiert denn jetzt mal was? Erst in der Mitte des Hörspiels, Mist.

Genau darum geht’s ja aber: Mal wieder zuzulassen, es langsam anzugehen. Wirkliches Storytelling zu erleben, von Anfang bis Ende – weshalb ich mich zwinge, nicht zu spulen, die Augen zu schließen und einfach nur zuzuhören. Mir fällt direkt auf, dass die visuelle Komponente fehlt, denn ich bin sie gewohnt. Es fällt mir also nicht ganz leicht, mit den Gedanken überhaupt bei der Sache zu bleiben.

Aber: Der Aufbau der Story ist wirklich nicht schlecht. Und der ist mir als studierte Journalistin schon irgendwie wichtig *Nerd-Alert. Und ja, es erregt mich schon – mein Geschlechtsteil springt jedenfalls auf die hörbaren Reize an, die es empfängt. Als das Hörbuch zu Ende ist und ich theoretisch sicher auch einen Höhepunkt hätte erreichen können, will ich aber noch mehr ausprobieren, und unterbreche kurz. Das war vielleicht in Retrospektive der Fehler, denn ab da fällt es mir wirklich schwer, wieder an den gleichen Punkt zu kommen.

Ich klicke mich also weiter durch, teste weibliche Stimmen – die wirklich alle wunderschön sind, aber für mich persönlich dann doch nicht zielführend – und schließlich englische. Damit komme ich besser zurecht. Vielleicht weil ich generell Worte und Formulierungen, die auf Englisch gesagt werden, in ihrem Klang als „ästhetischer“ empfinde. Und weil ich das Wort „Muschi“ einfach nicht leiden kann. Weder im alltäglichen Sprachgebrauch (sag doch einfach „Vagina“), noch im Dirty Talk. Punkt. Da klingt „Pussy“ eindeutig noch schöner.

Ich höre mir sanfte Dreier-Fantasien an, auch mal härtere BDSM-Vorstellungen (nichts, was dort gesagt wird, ist Frauen gegenüber irgendwie despektierlich, das will ich nochmal betonen) – die Vielfalt finde ich gut, und ich bin mir sicher, hier wird wirklich jede (Mainstream-)Vorliebe abgedeckt, sodass jede Frau auf diesem Portal fündig wird.

Während ich lausche und mich weiterhin anfasse, rutscht mir zwischendurch immer mal wieder ein Schmunzeln raus, horny bin ich trotzdem. Und so langsam komme ich auch dahin, wo ich hinkommen will – Richtung Klimax.

Und dann mache ich eine interessante Feststellung…

5-6 Minuten, bevor ich komme, blende ich das Hörspiel irgendwie aus, mein Kopf fährt jetzt seine eigenen Filme. Es entstehen Bilder, Fantasien, Handlungen spielen sich ab. Wie lange hatte ich dieses Gefühl schon nicht mehr? Wie oben schon gesagt: Der Porno hatte eigentlich jegliche eigene Fantasie in mir gekillt. Jetzt, da ich mich darauf eingelassen habe, scheint es also doch wieder zu funktionieren.

Nach circa 40 Minuten – ja, ich habe mir Zeit gelassen, schließlich will ich ja auch einen fundierten Bericht liefern, ha! – bin ich am Ziel angekommen. Und zwar ohne mein Handy überhaupt noch wahrzunehmen. Which is good! Denn da haben mich die Hörspiele ja überhaupt erst hingeführt, zurück zu mir.

Ich will nicht lügen: Normalerweise komme ich recht schnell zum Orgasmus, einfach deshalb, weil ich weiß, welche visuellen Reize mich ansprechen, wie ich mich berühren muss, in welcher Laune ich dafür sein muss. Das war dieses Mal ein wenig schwieriger. Ich hatte mir aber sowieso vorgenommen, meinen Porno-Konsum künftig zu überdenken und somit auch die Art und Weise, wie ich masturbiere – das ist für mich nämlich ein wichtiger Bestandteil meiner Selfcare (falls das für euch jetzt komisch klingt, sage ich nur: Selbstbefriedigung endlich enttabuisieren!). Vielleicht dazu irgendwann mal mehr in einem weiteren Beitrag. Wenn auch ein kleiner Cringe-Faktor dabei ist, werde ich den Hörspielen künftig definitiv noch weitere Chancen geben. Solange, bis ich dann vielleicht gar keine „Unterstützung“ mehr brauche – oder dann nur noch als Sahnekirsche obendrauf.

Der restliche Arbeitstag geht dann auch einfacher von der Hand!

Heftiges Wortspiel, oder? Aber im Ernst – man kehrt definitiv leichter zurück an den Laptop als vorher. Den Stress quasi weggefingert. Und an der Stelle lohnt sich doch mal zu sagen: Es lebe das Home Office! Wie Femtasy unlängst in einer Umfrage herausgefunden hat, wird aktuell (seit der Isolation) zur Mittagszeit zwischen 11-15 Uhr mehr masturbiert denn je – die Nutzerzahlen liegen zu dieser Tageszeit ganze 86% über dem vorherigen Durchschnitt. Seht ihr, die Alte von trèsCLICK dreht nicht durch, andere tun’s auch! Und am Ende profitiert doch jeder davon. Ich von meinem Orgasmus, meine Chefin von meinem weniger gestressten Ich. Check-check.

Happy masturbating, people! 

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