Natalie Portman setzt mit ihrem Dior-Cape die feministischste Botschaft der Oscars

Es glitzerte und funkelte, strahlte und blinkte. Ja, die Crème de la Crème der (Hollywood-)Prominenz ließ sich auch bei den gestrigen Oscars nicht lumpen. Die Red-Carpet-Looks raubten uns den Atem, die musikalischen Acts (wait, what … Eminem?!) noch ein Stückchen mehr. Und die After-Show-Outfits erst!!

Trotzdem trübt ein entscheidendes Detail die gute Stimmung eindeutig mehr, als es uns im Jahr 2020 lieb wäre. Denn auch in diesem neuen Jahrzehnt ist unser Blick auf die Vielfalt und Diversität der PreisträgER gerichtet. Alright, das allein sagt wohl schon mehr als tausend Worte. Zu weiß und zu männlich lautet erneut die Anklage. Und tatsächlich gingen auch bei den 92. Academy Awards gerade einmal 32 Prozent der Nominierungen an Frauen, noch weniger, nämlich 16 Prozent, an People of Color (mehr dazu hier).

Liebe Oscars-Strippenzieher*Innen, wir haben offenbar noch immer ein Diversitätsproblem. Um so wichtiger also, dass es den glamourösen roten Teppich der Veranstaltung gibt. Denn der wäre wohl längst nicht so bedeutend, wenn ihn nicht mindestens eine Person als Bühne nutzen würde, um die fehlende Repräsentation anzuprangern. In diesem Jahr? Übernahm Natalie Portman (38) diese Aufgabe. Sehr subtil – und doch sichtbarer denn je.

Natalie Portman lässt ihr Cape für sich sprechen

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Um die Namen der weiblichen, unnominierten (!!) Regisseurinnen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, verewigt die Schauspielerin sie kurzerhand auf ihrem bodenlangen Cape. Und schreitet damit würdevoll an den Fotografen der Oscars vorbei. Ein absoluter Hingucker, so viel steht fest.

Denn es sind gleich mehrere Namen. Jede Frau dahinter produzierte 2019 einen grandiosen Film – und fand sich dennoch nicht in der Nominiertenliste für „Beste Regie“ wieder. Keine einzige weibliche Regisseurin tat das, wohlgemerkt. Grund genug für Natalie Portman, um mit ihrer schwarz-goldenen Haute-Couture-Robe von Dior stilecht darauf hinzuweisen.

Darauf angesprochen erklärt die Schauspielerin: „Ich wollte all die Frauen, die für ihre unglaubliche Arbeit in diesem Jahr nicht anerkannt wurden, auf subtile Weise sichtbar machen.“

Es ist DAS Statement für mehr Repräsentation bei den Oscars

Die empowernde Botschaft kommt an. Und setzt hoffentlich ein langfristiges Zeichen – auch im Hinblick auf nachfolgende Preisverleihungen. Denn bisher wurden über die ganzen Jahre hinweg tatsächlich nur fünf Frauen in der Kategorie „Beste Regie“ mit einem Oscar ausgezeichnet. Im Vergleich dazu? Müssen es demnach offenbar 87 Männer gewesen sein.

Und neiiiiin, das ist nicht der Tatsache geschuldet, dass Frauen keine oscarwürdigen Filme produzieren würden. Greta Gerwigs Historiendrama „Little Women“ war beispielsweise in der Kategorie „Bester Film“ nominiert, sie selbst allerdings nicht als beste Regisseurin. Und damit wir genau sie und all die anderen grandiosen Frauen ab sofort nachhaltig im Kopf behalten, kommen hier ihre Namen – und die Runde verdienter Applaus von uns.

👏🏻👏🏼👏🏽👏🏾👏🏿

Gerda Gerwig, „Little Women“; Lulu Wang, „The Farewell“; Lorene Scafaria, „Hustlers“; Melina Matsoukas, „Queen & Slim“; Marielle Heller, „A Beautiful Day in the Neighborhood“; Mati Diop, „Atlantics“; Alma Har’el, „Honey Boy“ und Céline Sciamma, „Portrait of a Lady on Fire“

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