Deine Periode ist momentan NOCH schlimmer als sonst? Dann hat das einen guten Grund…

Mir gehen langsam die originellen Intros zum Thema Periodenbeschwerden aus…

Haha, Spaß, never gonna happen! Egal, wie oft ich schon darüber geschrieben habe, ich tue es liebend gerne immer und immer und immer wieder. Schließlich denke ich mir auch alle 4 Wochen erneut: Alter, diesen Monat ist es BESONDERS schlimm. Und ich weiß genau, dass viele von euch sich haargenau so fühlen, bevor sie ihre Periode bekommen und während sie sie haben.

Und kann es sein, dass 2020 nicht nur generell gesellschaftlich einfach ein Riesenhaufen Mist ist, sondern auch unsere Körper durchdrehen? Dass die Menstruationsschmerzen noch doller sind, die Stimmungsschwankungen noch krasser, die Heul-Attacken noch unvorhersehbarer, der Zyklus (falls hormonfrei) noch unregelmäßiger und die Depris noch stärker? JA – kann es. Das beobachte ich nicht nur an mir selbst, sondern auch an den Mädels in meinem Umkreis und zahlreichen Userinnen auf Twitter. Da fallen Sätze wie: „Ich hatte noch nie so schlimme Perioden, gerade musste ich drei Binden auf einmal tragen. Diese Pandemie strapaziert nicht nur meinen Geist, sondern auch meinen Körper“ oder „Die Angst vor Corona hat meine Periode in einen Hater verwandelt, der meint, einfach auftauchen zu wollen, wann er Bock hat“.

Und es gibt sie wirklich, die Korrelation zwischen Virus und Periode, wie Gynäkologin Dr. Shee Datta gegenüber Tyla erklärt.

Warum das Coronavirus auch deine Periode verrückt macht

Der Alltag steht auf dem Kopf, wir alle mussten uns innerhalb kürzester Zeit von Gewohntem auf Neues umstellen. Die persönliche Freiheit ist eingeschränkt, viele kämpfen mit finanziellen Sorgen, Existenzängsten oder der Angst, geliebte Menschen zu verlieren. Das alles hat Auswirkungen auf den Körper.

„Obwohl die Studienlage bezüglich der Auswirkungen der Pandemie auf Perioden begrenzt ist, besteht kein Zweifel daran, dass verschiedene Umweltfaktoren Perioden beeinflussen können“, so die Ärztin. „Einige Studien legen nahe, dass insbesondere Stress die Regelmäßigkeit von Perioden beeinträchtigen oder sogar zum Stillstand bringen kann. Im letzteren Fall ist auch möglich, dass die nächste Periode nach der verpassten dann besonders stark ist.“ 

Das Ausbleiben der Periode nennt man im Fachjargon übrigens Amenorrhoe – und die tritt eben dann auf, wenn man Traumata oder Stress durchmacht.

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Stress verändert den Hormonhaushalt im Gehirn – genauer gesagt: Er aktiviert die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA), die dann Cortisol freisetzt – passiert das in überdurchschnittlichen Mengen, beeinträchtig das den Eisprung und somit auch den restlichen Verlauf der Periode inkl. Beschwerden – fachlich korrekt benannt als Dysmenorrhoea.

Und noch ein Faktor spielt hier eine Rolle

Ihr wurdet in der Isolation ein wenig „bequemer“? Habt euer Sportprogramm öfter mal durch das Netflixprogramm ausgetauscht? Und aus Frust eure normale Ernährung über Bord geworfen? Absolut verständlich und legitim. Dennoch könnte uns das ein wenig zum Nachteil werden, was die Periode angeht:

„Ein hoher BMI (verursacht durch Bewegungsmangel oder Gewichtszunahme) kann sich auch auf den Testosteron-, Östrogen- und Insulinspiegel im Blut auswirken. Diese Hormone beeinträchtigen die Periode zusätzlich“, so Datta. „Der Menstruationszyklus kann ein Spiegelbild der allgemeinen reproduktiven Gesundheit und ein Schlüsselindikator für jeden zugrunde liegenden Stress sein.“

Na toll, und jetzt?

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Jetzt heißt es: Stress lindern! Und ja, ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber eben unbedingt nötig, damit es uns nicht einmal im Monat aus den Latschen haut. Bewegung tut gut, auch wenn wir manchmal keine Lust auf sie haben – mir persönlich hilft Yoga ganz besonders während dem PMS und auch während der Blutung, um mental und körperlich ausgeglichener zu sein, da könnt ihr aber natürlich frei wählen. Findet eine gesunde Mischung aus Ruhe und Aktivität, gesunder Ernährung und hier und da ein wenig Soulfood. Vielleicht meditiert ihr, wenn ihr merkt, der Stress nimmt die Überhand, oder legt mal für einen Abend das Handy weg.

Weitere tolle Tipps bei schmerzhaften Perioden gibt’s hier von unserer Expertin Dr. Mandy Mangler oder auch hier dank dieser pflanzlichen Helferlein.

So, und jetzt erst mal ’ne Runde chillen. Ist gesund. 🩸💆‍♀️

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