Tina Gablenz
19.09.2017 / Update: 20.09.2017 von Tina Gablenz

Hinter diesen absoluten Traumhaaren steckt eine fast unglaubliche Geschichte

 

Rapunzel lebt! Das war zumindest unser erster Gedanke, als wir die Bilder von Anastasiya Sidorova gesehen haben. Ihre Wallemähne ist wirklich märchenhaft schön. Kaum zu glauben, dass die 23-Jährige vor ein paar Jahren noch unter schlimmem Haarausfall gelitten hat. Doch wie ist es möglich, dass ihre Haare jetzt Überlänge haben?

Im Alter von 18 Jahren bemerkte Anastasiya Sidorova, dass ihr mehr und mehr Haare ausgingen – Diagnose: androgenetische Alopezie. Das bedeutet: Im Bereich des Mittelscheitels dünnen die Haare immer weiter aus, bis schließlich die Kopfhaut sichtbar wird.

Da ihre sämtlichen Bemühungen, das Haarwachstum wieder anzuregen, erfolglos blieben, ging Anastasiya schließich zu einem Trichologen (Spezialist für Haarausfall). Nach der ärztlichen Behandlung und ihren unzähligen Selbstversuchen weiß die Russin aber, worauf es ankommt. Das sind ihre ultimativen Tipps:

  • Niemals ein Glätteisen oder einen Lockenstab benutzen.
  • Die Haare zu 60 Prozent an der Luft trocknen lassen, bevor der Föhn zum Einsatz kommt.
  • Sulfathaltiges Shampoo benutzen (Schock, aber Anastasiya rät wirklich dazu).
  • Omega-3 und Vitamin D einnehmen.
  • Nach jeder (!) Wäsche die Haare mit einer Keratin-Maske pflegen.

Auch zum Friseur sollte man laut Anastasiya so selten wie möglich gehen, denn ein Haarschnitt kurbelt das Wachstum ihrer Meinung nach nicht an, er lässt die Haare lediglich gesünder aussehen.

Hmm … die Meinungen in der très click-Redaktion sind geteilt, darum haben wir zwei Experten gefragt, ob bzw. was an der Rapunzel-Mähne wirklich dran ist?

Dass Haare nach einer Alopezie mit Hilfe einer medizinischen Behandlung wieder (nach-)wachsen ist laut Dr. Hans-Peter Schoppelrey vom Haut- und Laserzentrum an der Oper in München durchaus möglich. „Menge der Haare, Länge, Dicke und Wachstum sind allerdings genetisch vorgegeben“, so der Dermatologe, „das lässt sich durch ein Shampoo nicht ändern. Es kann den Haarwuchs unterstützen und gesunde Haare fördern, indem es sie nicht austrocknet und mit Vitaminen versorgt – aber alleine durch die Verwendung von Haarpflege-Produkten ist eine solche Mähne nicht möglich.“

Ähnlich sieht das auch L’Oréal Paris Haar-Profi Eren Bektas, der viel von Wirkstoffen wie Silizium, Zink, Vitaminen oder auch Minoxidil hält. „Durch sie wird die Durchblutung der Kopfhaut angekurbelt, die Haarwurzeln werden mit Nährstoffen versorgt und das Haar wächst gesünder und gekräftigt nach. Mit schnellerem Wachstum oder mehr Länge hat das alles aber nichts zu tun.“

Unser Fazit: Haarpflege und gute Produkte sind wichtig, ebenso eine gesunde Ernährung. Und Föhn, Glätteisen und Co. sollten von Zeit zu Zeit eine Stylingpause einlegen – dann können sogar unsere Haare mega-mäßig aussehen!

Mehr über: Haare, Mähne, Rapunzel

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