Warum auch du dein Obst und Gemüse jetzt vielleicht besser „coaten“ solltest

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„Coating“? Klingt im ersten Moment wohl eher nach einem heißen, hypeverdächtigen Beauty-Trend. Ist tatsächlich aber etwas ganz anderes: Die neueste, innovative Verpackung für Obst und Gemüse nämlich.

NOCH MEHR Verpackung?! Brauchen wir das denn wirklich? Schließlich sind wir gerade noch mühsam dabei, von all dem Plastikmüll und der doppelten und dreifachen Einpackschicht überhaupt erst so richtig loszukommen. Zurück zur wohl natürlichsten aller Verpackungen: der Schale.

Die sollte bei Bananen, Äpfeln, Möhren und Co. doch eigentlich ausreichend sein, um uns Sicherheit, Hygiene und einen sauberen Transport zu ermöglichen. Oder etwa nicht?!

Die Supermarktkette Rewe scheint unsere Haltung in diesem Punkt zu teilen. Und das zeigt sich auch in den Geschäften: Immer mehr Gemüse und Obst kommt inzwischen ohne Plastikhülle aus. Immer mehr Tüten werden durch Mehrweg-Frischenetze ersetzt. Es sind Innovationen, die nötig sind – und die, um sie für die breite Masse attraktiv zu machen, vom Hersteller initiiert werden müssen.

„Coating“: Wieder eine Verpackung, aber in besser

Ähnlich innovativ soll jetzt auch der Prozess des „Coatings“ sein. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das einem ganz bestimmten Problem den Kampf ansagt: der Lebensmittelverschwendung. Loses Obst und Gemüse hat oftmals nämlich einen nicht zu verachtenden Nachteil. Es wird häufiger aussortiert und weggeschmissen. Denn die Haltbarkeit und Frische leidet unter dem ständigen angefasst-werden. Und eine matschige Avocado? Die will am Ende leider niemand mehr kaufen.

Also schmeißen Supermärkte kiloweise Obst und Gemüse weg. Jeden Tag. Auch tropische Früchte sind häufig betroffen. Und dabei haben gerade sie durch ihren langen Transport doch bereits sowieso einen furchtbar hohen CO2-Fußabdruck. All die schlechte Ökobilanz, für den sicheren Weg in die Tonne? Bitte nicht!

Was Rewe also gerade in einer ersten Testphase umzusetzen versucht, sind essbare Alternativ-Verpackungen, das berichtet unter anderem der „Business Insider“. Solche, die aus Zuckerresten, Zellulose und pflanzlichen Ölen hergestellt werden. Solche, die in einem Verfahren der Firma „AgriCoat Natureseal“ direkt auf die frischen Produkte gesprüht werden. Der gut verträgliche Überzug reduziert die Zellatmung und sorgt so dafür, die Produkte länger haltbar zu machen. „Coating“ eben. Ein fancy Begriff für die einfache Möglichkeit, Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren. Die im besten Fall auch noch effektiv jeden Plastik-Vorgänger ersetzen kann.

Rewe will Lebensmittel haltbarer machen

Sollte die Methode, die gerade an ausgewählten Obstsorten getestet wird, positive Ergebnisse erzielen, könnte das Modell auf weitere Produkte der Rewe- und Penny-Märkte ausgeweitet werden. Und auch wir sind auf diese Ergebnisse gespannt. Denn wenn es etwas gibt, das wir nicht wollen, dann ist es eine erneute Problemverlagerung. Daher ist uns wichtig, vorab geklärt zu haben: Wird die neue, essbare Verpackung in ihrer Herstellung wirklich klimaneutraler sein? Wie gesund ist die Hülle tatsächlich für uns? Und gäbe es vielleicht noch einen ganz anderen Weg, um Lebensmittel nicht verschwenden zu müssen? Wir feiern die Idee, Plastikverpackungen durch umweltfreundliche Optionen zu ersetzen. Immer. Trotzdem bleiben wir ebenso gerne auch weiterhin kritisch – und beobachten die Entwicklungen aufmerksam!

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