Du hast noch Resturlaub? Wie wäre es dann mit drei Tagen Provence?

Ob wir es wahr haben wollen oder nicht: Der Sommer ist over. Ha, kein Thema, „goldener Herbst, olé!“, denkst du dir jetzt? Richtige Einstellung. Leider funktioniert das mit dem spätsommerlich warmen, goldenen Herbst bei uns in Deutschland jedoch ja nur eher selten. Während der September glücklicherweise oft noch sonnig und mild ist, fällt uns im Oktober bei all der kriechenden Kälte und Nässe spätestens Ende des Monats die wärmende Decke auf den Kopf. Was also tun? Fliehen! Zack, Flugticket gebucht und mit dem Billigflieger schön irgendwo in den Süden jetten, lautet vor lauter Frust oft die Devise. Doch wieso wählen wir als spätsommerlichen Zufluchtsort nicht mal ein Ziel innerhalb Europas? Allein schon wegen des Sorgenkinds namens CO2-Fußabdruck… Wie wäre es stattdessen mit einem Roadtrip in die wunderschöne Provence, der „natural beauty“ Südfrankreichs, für ein paar Tage „Amour, vin rouge und savoir-faire“?

Simon Jacquemus zeigte seine letzte Kollektion nicht ohne Grund in Valensole inmitten der Provence: instagrammable af!

Wenn die Tage lauer werden und die Blätter anfangen, sich bunt zu verfärben: Dann taucht die tieferstehende Sonne die südfranzösische Landschaft in das magische Licht, das seinerzeit Maler wie van Gogh und Cézanne so sehr begeisterte und inspirierte… Du denkst, mit dem Auto in die Provence zu fahren, sei zu weit? Oder die Provence zu touristisch? Weder noch – du musst nur die richtigen Tipps und Tricks kennen: 

Wir nehmen dich mit auf einen Roadtrip ins sonnige, spätsommerliche Südfrankreich und zeigen dir, was du in nur 3 Tagen dort alles erleben kannst. Welche Strecke die schönste ist, wo du die coolsten Übernachtungs-Spots findest, das leckerste Essen und die schönsten Boutiquen zum Shoppen. On y va!

Los geht’s: Abfahrt in München gen Süden

Wir beginnen unseren Roadtrip am Nachmittag von München aus und fahren Richtung Süden in die Schweiz. In Lausanne haben wir unser erstes Ziel erreicht und werden hier die Nacht verbringen. Weshalb hier? Weil wir somit schon den größten Teil unserer Fahrtzeit hinter uns haben (ca. 5/6 Stunden) und Lausanne, direkt am Genfer See gelegen, ein wunderschöner erster Stopp ist.

Erster Zwischen-Stopp: Lausanne am Genfer See

Wir übernachten in einem super süßen AirBnb-Zimmer in einer luxuriösen Villa, welche uns, direkt am Hang gelegen, mit phänomenalem See-Blick verwöhnt, bestellen Pizza und stoßen mit unserem ersten Glas Rotwein auf unseren bevorstehenden Provence-Roadtrip an. Santé!

Übernachtung im Airbnb (nur 43€ für 2 Personen).

Am nächsten Morgen stehen wir früh auf – Vorfreude sei Dank – und hüpfen pünktlich um 8 Uhr in unser Mini Cabrio. Noch ist es leider zu frisch, um offen zu fahren, doch bald sollte es soweit sein …

Wir passieren Genf und Grenoble und kommen unserem provenzalischen Ziel immer näher… Die Luft wird langsam wärmer, ein Duft von Oliven, Rosmarin und Thymian weht uns um die Nase. Dann ist es endlich soweit: Wir sind in der Provence! Sofort halten wir rechts an, öffnen das Dach vom Cabrio und drehen das französische Radio lauter!

Bienvenue! Erster Schritt in der schönen Provence: Das Cabrio öffnen

Unser 1. Stopp: Das „Venedig der Provence“, l’Isle-sur-la-Sorgue

Der ideale Ausgangspunkt für eine Reise durch die Provence ist die sympathische Kleinstadt L’Isle-sur-la-Sorgue.

Nicht ohne Grund wird die malerische Stadt auch das „Venedig der Provence“ genannt: Die Altstadt von L’Isle-sur-la-Sorgue gleicht einer Insel und wird von ihrem Fluss, der Sorgue, umringt sowie durchflossen – unzählige romantische Brücken sind das Ergebnis.

Pünktlich zum Mittagessen kommen wir an und tauschen unsere kuscheligen Herbstpullis erstmal gegen luftige Kleidchen.

Nachdem wir durch die verträumten Gassen von l’Isle-sur-la-Sorgue sowie der ein oder anderen Boutique geschlendert sind, finden wir den wohl genialsten Lunch-Spot schlechthin: Direkt an der Sorgue in einem Bistro, welches über Sitzplätze am Rande des Flusses verfügt.

Wir bestellen Antipasti, frisches Baguette und zwei Gläser Rosé und könnten nicht glücklicher sein!

Unser 2. Stopp: Das Baumhaus

Du wolltest schon immer mal in einem Baumhaus schlafen? Hier kannst du es!

Fünf Minuten mit dem Auto von der Altstadt entfernt, finden wir einen ganz besonderen Ort: Das Camping Sorguette, wo wir in einem drei Meter hohen Baumhaus übernachten. Das kuschelige „Vogelhaus“ befindet sich direkt neben einem kleinen Bach. Von unserem Baumhaus-Balkon hören wir ihn leise plätschern. Hier picknicken wir abends und genießen dabei den atemberaubenden Sternenhimmel über unseren Köpfen. La vie est belle!

Namasté: Yoga am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen!

Den nächsten Morgen beginnen wir mit einer Runde Meditation und Yoga auf unserem Balkon – mal wieder vom Plätschern des Baches sowie bei Tageslicht nun auch vom Zwitschern der Vögel umgeben. Zum Frühstück werden uns frische Croissants, Baguette, selbstgemachte Marmelade und heißer Kaffee in einem Picknick-Korb ans Baumhaus geliefert… Génial!

Wie im Traum: An einem Seil befestigt, ziehen wir den Korb zu uns hoch und genießen ein letztes Mahl in unserem süßen Baumhaus (nur 103€ für 2 Personen).

Unser 3. Stopp: Gordes

Goodmorning Goodvibes: Besseres Cabriowetter hätten wir uns nicht wünschen können!

Aus dem Baumhaus ausgecheckt, geht es um 9 Uhr von l’Isle-sur-la-Sorgue weiter ins berühmte Gordes. Mit offenem Dach und strahlendem Sonnenschein düsen wir vorbei an Weinbergen und Olivenhainen, Bergdörfern mit charmanten Steinhäusern sowie unzähligen Lavendelfeldern. Dreißig Minuten später in Gordes angekommen, parken wir unseren Mini und erkunden die Stadt.

Wir schlendern durch die romantischsten kleinen Gassen, trinken einen Café au Lait und schießen die wohl schönsten Erinnerungsfotos für unser Fotoalbum, äh, den Instagram-Feed.

Im Nachhinein angemerkt – Gordes war von all unseren besuchten Städten die touristischste. Plant hier also nicht allzu viel Zeit ein. Durchlaufen und Fotos machen, top, Mittag oder Abendessen eher Flop.

Unser 4. Stopp: Roussillon

Bonjour Roussillon, Stadt des Ocker!

Weiter geht’s nach Roussillon: Das malerische Dorf ist für seine rötlichen Ockerfelsen bekannt, um welche es gebaut wurde sowie für den Colorado provençal, einer beeindruckenden wüstenähnlichen Landschaft mit gelben und roten Felsformationen. Mittendrin befinden sich alte sowie noch aktive Ockergruben – die Wanderwege, die man öffentlich betreten darf, um sich das farbenfrohe Naturspektakel von der Nähe aus anzusehen, sind jedoch leider sehr überfüllt – wir haben deswegen den ultimativen Geheimtipp für euch, der besonders das Herz von Pferdeliebhabern höher schlagen lässt: Ein Ausritt durch Saint-Saturnin-lès-Apt.

Das Glück der Erde liegt auch in der Provence auf dem Rücken der Pferde (hier buchen)…

Vorbei an Lavendelfeldern (Juli und August ist die Lavendelblüten-Hochsaison, im Herbst sind die gemähten Felder aber auch wunderschön), über Wiesen galoppierend und als krönenden Abschluss durch (!) die Ockerhöhlen im Colorado provençal reitend. Ollivier, der Besitzer der Pferde, wurde in der Provence geboren, sagt er konnte als Kind früher reiten als laufen, kümmert sich so liebevoll und artgerecht um seine Pferde (die Tiere verbringen die meiste Zeit auf riesigen Koppeln, im Stall sind sie nur ganz selten) und zeigt uns alle seine „Secret Spots“, an die man als Tourist niemals kommt, mit den wohl schönsten Ausblicken, sodass wir unser Glück kaum fassen können. Wer Pferde liebt, sollte diesen Ausritt unbedingt einplanen – it’s magic!

Unser 5. Stopp: Banon

Bevor es wieder Richtung Deutschland geht, frönen wir noch ein bisschen dem Cabrio und Sonnenschein und fahren ins provenzalische Hinterland. Savoir-faire: französische Lebenslust at its best!

Im süßen Dörfchen Banon kehren wir ein und stärken uns mit frischen Honigmelonen, Serranoschinken, Ziegenkäse und einem kalten Glas Rosé. Dann geht’s heimwärts Richtung Norden.

Unser letzter Stopp: Chambéry

Für die Rückfahrt haben wir unsere Übernachtung in Chambéry eingeplant, weil das sympathische französische Städtchen mit 3 Stunden 45 Minuten die perfekte Entfernung hatte und wir ein günstiges, stylisches Hotel fanden, das mitten im Zentrum liegt und einen Pool zum Entspannen hat. Yay. Übernachtung im Hotel Cinq (nur 89€ für 2 Personen)

Am nächsten Morgen geht es über Genf wieder zurück nach München. Als wir mittags ankommen, strahlen wir bis über beide Ohren dank all der wunderschönen Eindrücke der letzten Tage, des guten Wetters und der atemberaubend schönen Natur. Merci beaucoup, geliebte Provence – wir kommen wieder!

Credits: Giphy, PR, Instagram Jacquemus
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