Rossmann testet Nachfüllstationen für Hygieneartikel … und wir wollen mehr davon!

Ja, wir geben es (ungerne) ehrlich zu: Plastikverpackungen haben unser Leben jahrelang maßgeblich erleichtert. Wir eilen in den nächsten Supermarkt, ohne darauf vorbereitet sein zu müssen. Wir laden Waren in den Wagen, ohne uns über den Transport Gedanken zu machen. Und wir verfrachten jedes Produkt zuhause in den jeweiligen Schrank – ohne uns immer über das Ausmaß der immensen Müllproduktion im Klaren zu sein.

Es ist eben bequem … und so viel praktischer, als mit Beuteln und Gläsern bepackt die Fahrt in einen Unverpackt-Laden anzutreten. Und doch lohnt sich jede noch so unbequeme Alternative. Weil wir lernen müssen, mit den Ressourcen dieser Welt sparsamer und schonender umzugehen. Im besten Falle alle gemeinsam. Endverbraucher und Unternehmen. Politiker und Konzerne.

Rossmann geht mit gutem Beispiel voran

Wir alle tragen unseren Teil dazu bei. Und die Verantwortung darf nicht allein auf den Schultern der Einzelperson lasten. Immerhin sind es die großen Player, die an unserer Bequemlichkeit Geld verdienen. Doch inzwischen denken immer mehr Menschen um. Und mit uns auch so manch ein Unternehmen.

Wie der Drogeriemarkt Rossmann beispielsweise. Der zwar weiterhin etliche Produkte in Plastikverpackungen anbietet, aber in Zukunft auch vermehrt Alternativen schaffen will. Damit die Kundschaft eine Wahl bekommt, wie sie Hygieneartikel denn nun zukünftig einkaufen möchte.

Bisher war die Auswahl überall relativ gering – und wenig konkurrenzfähig zu herkömmlichen Produkten. Wer kein Shampoo oder Waschmittel im Plastikbehälter nutzen wollte, musste mit großem Aufwand umsteigen. Doch genau diesen unbequemen Schritt will Rossmann jetzt erleichtern. Mit einer eigenen Nachfüllstation in mehreren Märkten, die gerade in Tschechien getestet werden.

In Zusammenarbeit mit Henkel gibt es dort seit November 2019 Waschmittel, Shampoo, Seife, Duschgel und Spülmittel unverpackt einzukaufen. Was dafür einzig und allein benötigt wird? Ist der mitgebrachte Behälter – so viel Mühe muss sein.

Damit könnte der Markt gemeinsam mit den Verbraucher*innen etliche Umverpackungen aus Plastik einsparen – die ansonsten unbedacht in der Tonne landen würden. Ohne große Chancen auf eine Wiederverwertung.

Auch dieses Problem will der Markt bis 2025 allerdings angehen. So sollen bis dahin alle Verpackungen recyclingfähig, kompostierbar oder wiederverwendbar sein. Ein ambitioniertes Ziel … das mitsamt den Nachfüllstationen nur allzu gerne auch in Deutschland etabliert werden darf. Denn wenn es erstmal die nötigen Alternativen und Anreize gibt, sind die meisten ganz bestimmt gewillt dazu, den nachhaltigen Umstieg anzugehen. Yes, daran glauben wir ganz fest! 🙏🏼

Her mit den Nachfüllstationen! Wir sind on 🔥

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