„Sex and the City“ hat’s geschafft, das Denken einer ganzen Generation zu verändern

trèsCLICK-Autorin Anastasia (@goddressthequeen)

Hand hoch, wer auch absolut verrückt war nach den fabelhaften Vier ausSex and the City”? Ich könnte die sechs Staffeln immer wieder von vorn durchschauen – und mache das ehrlich gesagt auch mindestens ein Mal im Jahr, um immer wieder überrascht festzustellen, wie aktuell und auf heute übertragbar all die von Carrie, Miranda, Charlotte und Samantha erlebten Probleme waren, obwohl die Serie (HEUTE!) ihr schon 20-jähriges Jubiläum feiert.

Ja, die vier Freundinnen hatten wirklich ALLES durch und besprochen, (Ist Freundschaft mit dem Ex überhaupt möglich? Brauchen wir das Drama, damit eine Beziehung funktioniert? Wie sage ich meiner Freundin, dass ihr Freund ein Arschloch ist? Wieviel Altersunterschied ist zu viel in einer Beziehung?), und das Interessanteste war, dass jede Frage aus vier völlig unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wurde (wirklich jeder konnte sich in einer der vier Figuren wiederfinden). Carrie und ihre Squad haben es zum ersten Mal wirklich geschafft, eine Welt zu kreieren, in der Frauen die neuen Bachelors sind!, die sich die Männer und Liebschaften aussuchen, wie sie ihnen gefallen.

Dass “Sex and the City” weltweit einschlug wie eine Bombe und noch heute wie aus der Pistole geschossen genannt wird, wenn es um DIE ultimative Frauen-Serie geht, spricht für sich. NICHTS konnte sie bisher toppen (auch wenn Gossip Girl, OC, HIMYM etc. tolle Serien waren – sie waren nie so groß in den Köpfen und Herzen wie Carrie & Co).

SATC ist Kult, weil die Serie das Denken einer ganzen Generation von Frauen verändert hat. Single zu sein in den Dreißigern war plötzlich nicht mehr bemitleidenswert und oll, sondern glitzernd, schick und hoffnungsvoll! Ein Leben voller Abenteuer, Parties und rasend attraktiver Verehrer wartete auf die Mittdreißiger, statt der zuvor gefühlten Abschiebung aufs Alte-Jungfer-Abstellgleis, von wo aus man nur zusehen darf, wie 20-Jährige umworben werden und ihr Leben genießen.

 

trèsCLICK-Autorin Anastasia (@goddressthequeen)

Jeder von uns wird mal 30 – und wer identifiziert sich nicht lieber mit vier von Kopf bis Fuß todschick in Vogue-Labels gekleideten New Yorkerinnen, die auf ihrem Weg der Suche nach der wahren Liebe laufend aufregende Dates haben und mit Bradley Cooper knutschen, statt mit der öden Nachbarin von nebenan, die mit ihrem schnarchigen Ehemann zuhause auf der Couch hockt und zwischen Kindergarten und Beamtentätigkeit es kaum schafft, ihren mausgrauen Dutt zu kämmen.

Ob das in der Serie gezeigte Leben wirklich realistisch war oder nicht, sei dahingestellt, aber sie gab Frauen auf der ganzen Welt ein völlig neues Lebensgefühl, Selbstbewusstsein und Hoffnung. Die fabelhaften Vier nahmen die Panik vorm Single sein ab 30, indem sie genau das Gegenteil porträtierten: Single-Ladies suchen eben nach dem ganz besonderen Mann, nachdem sie ganz verrückt sind, statt sich mit einer Zwischenlösung abzugeben, nur weil die Uhr tickt. Legendär bleibt Carries Zitat aus der letzten Folge der 5. Staffel, der die Essenz ihrer Suche auf den Punkt bringt: “Manche Menschen haben an dem was sie haben genug. Manche Menschen werden genügsam. Und manche Menschen begnügen sich mit nichts weniger… als Schmetterlingen.” Und so wie Carrie, wollten plötzlich alle die Schmetterlinge.

Eigentlich war SATC die Grundlage des heutigen mit den zwei Worten “Generation Beziehungsunfähig” so treffend beschriebenen Lebensgefühls: Nicht mehr die Ehe ist das heilige Gral, sondern viel mehr das Suchen und Finden der einen Person, die wirklich gut zu uns passt und nach der wir vollends verrückt sind. Auch wenn das bedeutet, viel länger zu suchen.

Das gleichnamige Buch von Michael Nast stand wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerlisten – anscheinend hat er allein mit diesen zwei Worten den Nerv einer ganzen Generation getroffen. Und es ist kein Zufall, dass er öfter als “die männliche Carrie Bradshaw” bezeichnet wird.

SATC hat uns beigebracht, dass es nicht nur in Ordnung, sondern sogar absolut unerlässlich sein sollte, auf den Richtigen zu warten und sich nicht mit einem gerade verfügbare Mann abzugeben, nur weil man die Uhr ticken hört. Überhaupt wurde das Ticken der Uhr mit dieser Serie deutlich leiser gestellt und man wollte plötzlich wie Frauen ab 35 sein. Carrie & Co hatten es nicht eilig, weil sie ihre Suche zu sehr genossen. Sie waren sich auch selbst genug und #lifegoals pur.

Ja, SATC hat auch viel zu meinem Lebensgefühl beigetragen und es wundert mich nicht, dass bis heute keine Serie und überhaupt nichts Vergleichbares an diese weltweite Bewegung rankommt. Die komplette Einstellung von so vielen zu verändern schafft nur sehr weniges. Deswegen freue ich mich auch jedes Mal, wenn ich etwas entdecke, was mich so stark an Carrie erinnert, wie einen Tüllrock oder ein Kleid, was an das iconic Naked Dress von Carrie erinnert! Mit diesen Outfits streife ich mir meine kompletten Gefühle gegenüber der für mich großartigsten Serien der Welt über (sogar mein Gang verändert sich gleich dramatisch!) und schwelge nicht nur in Erinnerung an die glorreichen Ende-90er-Anfang-2000er-Dienstage, an dem jeder neuen Folge ganz gespannt entgegengefiebert wurde, sondern fühle bei jedem Schritt das Glitzern, die Aufregung und den Zauber von Carries Welt, die mich seit der allerersten Begegnung so in seinem Bann hält.

trèsCLICK-Autorin Anastasia (@goddressthequeen)

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