Ich habe „Sex Education 2“ an einem Wochenende durchgesuchtet – und das solltet ihr auch!

+++ ACHTUNG, Spoiler zur 2. „Sex Education“-Staffel nicht ausgeschlossen +++

Es gibt doch nichts Schöneres, als sich an einem Freitagabend nach einer gefühlten 1000-Stunden-Woche aufs Sofa zu schmeißen, Netflix anzumachen und festzustellen, dass es frisches Serienfutter gibt.

Und noch viel schöner ist es, wenn diese Serie es dann auch noch tatsächlich schafft, dich nicht sofort wegpennen zu lassen, und stattdessen bis in die tiefe Nacht wachhält. 😄 Jaaa, liebe Freunde, genau so erging es mir am Wochenende mit der zweiten Staffel von „Sex Education“, die ich hier gerade am liebsten einfach nur in Grund und Boden feiern würde. 🎉👏🏼

Um es also direkt mal in aller Deutlichkeit vorwegzunehmen: JA, Season 2 bleibt ein Streaming-Höhepunkt der Extraklasse, der seinem Vorgänger definitiv in nichts nachsteht. Es bleibt genauso hot, wild und ehrlich wie in Staffel 1. Wenn nicht sogar noch eine Spur wilder. (Kleiner Hint: Macht euch auf drei intensive (sehr intensive) Minuten zu Beginn der ersten Folge gefasst… und versucht nur für einen Moment mal nachzuempfinden, welch groooßeeer Struggle den ein oder anderen Herren beim Neuentdecken seiner sexuellen Triebe doch so erwarten kann. Ich hatte ja keine Ahnung. 😁)

„Sex Education“ – Worum geht’s nochmal?

Aber das ist kein Thema, das ich hier jetzt groß ausbreiten will. Nee, nee… lasst uns lieber mal zum Inhalt kommen. Denn vielleicht ist ja noch nicht jeder der Anwesenden bereits ins „Sex Education“-Becken abgetaucht. Also fix nochmal ’ne kurze Recap zur ersten Staffel: In der Serie geht es um Otis, den man wohl so ziemlich genau als den typischen Außenseiter beschreiben kann. Er ist schlaksig, eher unscheinbar, Jungfrau und von einem begehrten Frauenschwarm so weit entfernt wie ich von einer 1,80-Meter-Blondine.

So, und ausgerechnet seine Mutter ist nun auch noch die Sexualtherapeutin der Stadt. Heißt, Otis hat die Welt der Sexualität quasi schon mit der Muttermilch aufgenommen und wird unfreiwillig tagtäglich im Elternhaus damit konfrontiert. Sei es durch kluge Ratschläge oder auch gerne mal dank zahlreicher Orgasmus/Vagina-Kurse im Wohnzimmer. Wirklich reizend.

Und wie es der Zufall schließlich so will, tut sich der Außenseiter irgendwann ausgerechnet mit Maeve, dem Badass-Girl der Schule zusammen, um seinen Mitschülern an seinem Wissen teilhaben zu lassen – Sexualtherapie gegen Geld. Und das Business boomt! Denn surprise, surprise… fast jeder Teenie hat Fragen, zu denen manchmal nicht mal Freund Google eine passende Antwort hat. Und natürlich entwickeln sich beiläufig auch noch amouröse Spannungen zwischen Otis und Maeve, doch die Beziehung der beiden bleibt bis zum Ende vor allem eins: kompliziert.

Warum ihr „Sex Education“ nicht verpassen dürft

Es schafft Aufmerksamkeit

Und das ändert sich auch in der neuen Staffel nicht. Wer sich also auf eine heitere Maeve/Otis-Romanze freut, der wird wahrscheinlich enttäuscht. Und jaaa, auch wenn ich mir deswegen vielleicht das ein oder andere Mal kurz mal auf die Zunge gebissen und irgendwas à la „Das gibt’s doch nicht… warum kriegen die das nicht hin?“ in mich reingenuschelt hab, hat mich dieser Umstand nicht lange geärgert. Im Gegenteil! Denn „Sex Education“ hat so viel mehr zu erzählen… als eine „einfache“ Teenie-Romanze.

Denn sind wir ehrlich, wann ist es das schon mal… einfach?! Als Teenie? Wahrscheinlich niemals. 😂 Das kennen wir doch alle von unseren eigenen Anfängen. Plötzlich ist alles neu… man lernt seinen Körper kennen, hat Sex und auf einmal tausende Fragen im Kopf, die aber niemand so wirklich beantworten kann. Immerhin müsste man sich dafür ja die Blöße geben und nachfragen. Unangenehm.

Doch genau dieses Denken will „Sex Education“ ändern. Die Serie will Awareness schaffen und vor allem dazu anregen, dass es gut und sogar wichtig ist, über die Dinge zu sprechen. Und zwar egal, mit wem. Therapeut oder Freundin. Mutti oder die Kollegin deines Vertrauens. Egal! Schließlich sitzen wir alle im selben Boot und waren alle schon mal an genau diesem Punkt. Und dabei ist es auch ganz egal, ob es nun um die Angst vor dem ersten Mal geht, neue sexuelle Neigungen, Oralverkehr, Vaginismus oder auch Analduschen (jup, nur ein paar der Themen, die in „Sex Education“ angeschnitten werden), Reden hilft immer. Es baut den Druck ab und vereint.

Und auch wenn meine Teenie-Zeit und meine sexuellen Anfänge (Gott sei Dank!! 😅) schon ein Weilchen zurückliegen, hat selbst mir diese Message gut getan. Wir sollten alle einfach aufhören, uns den Kopf über Dinge zu zerbrechen, die nun mal so sind, wie sie sind… und anfangen, uns mehr auszutauschen. Bewusstsein zu schaffen. Und uns immer wieder vor Augen führen, dass wir gut sind, wie wir sind.

Wenn ihr also darauf stehen solltet (nun folgen ein paar Serien-Insider 😅), warmes Obst zu ficken, ihr Sorge habt, dass eure Schamlippen irgendwie komisch aussehen könnten (by the way: Bullshit) oder euch das achtzehn Mal Masturbieren am Tag doch etwas viel vorkommt, dann lasst euch von „Sex Education“ bitte eine herrliche Portion Selbstbewusstsein verpassen! Und wenn ich schon beim Thema herrlich bin…

Es ist so herrlich echt…😜

Ja, genau dieser Punkt hat mich wahrscheinlich auch dieses Mal wieder an „Sex Education“ gekickt. Denn hier wird nichts verzerrt oder überschön dargestellt, wie es die Hollywood-Streifen und Pornos dieser Welt doch immer so schön versuchen. Nope. In „Sex Education“ läuft nirgends eine Schweißperle im perfekten Takt zur Hintergrundmusik runter… nein, hier werden beim Sex Kissen aufs Gesicht geknallt, Grimassen gezogen, die man nicht mal beim Drücken aufm Klo so hinkriegen würde, und Dirty-Talk-Floskeln ausgepackt, die ihr SO ganz sicher noch nie gehört habt. 😂 Doch dafür ist das alles authentisch und einfach mal erfrischend anders. 

Ich hab’s geliebt, bis zur letzten Minute… und saß definitiv bis zum Schluss mit einem fetten Grinsen im Gesicht da. Mal vor Lachen, mal peinlich berührt… und manchmal halt auch beides in einem. Ja, in dieser Serie steppt das Leben… so viel steht fest. Perfekt unperfekt eben. 😁

Und dank der großartigen Schauspieler (Maeve aka Emma Mackey, gib mir bitte was von deiner coolen Attitude ab!! 😄), der ehrlichen Storyline und der wirklich, wirklich coolen Message macht „Sex Education“ einfach nur Bock! Also Leute… verabredet euch schon mal mit eurem Laptop. Diese Serie dürft ihr nicht verpassen.

Credits: Netflix, Instsgram/ sexeducation

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