Spioniert dich dein Sextoy aus?

Es ist schon witzig… in genau diesem Moment blitzt mich aus der linken Ecke meines Schreibtisches ein kleines Paket an. Sein Inhalt? Ein nigelnagelneues Sextoy, das mir vor kurzem netterweise als kleines Gadget ins Office geschickt wurde. #LoveMyJob 😜 Denn dieses Sextoy hat ein paar ganz besonders nette Vorzüge. 😏

Wenn man nämlich Lust darauf hat, kann man das schlüpfrige Teil (dank magnetischem Clip) ganz einfach an seinem Höschen befestigen, die mitgelieferte Fernbedienung dem Partner überlassen und sich auf ein prickelndes Abenteuer ins Freie begeben. Klingt aufregend, oder? Ja, das ist es ganz sicher auch… solange die Kontrolle eben auch in der richtigen Hand bleibt.

Denn denkt doch nur mal darüber nach, plötzlich würde irgendjemand wie bei Katherine Heigl und ihrem vibrierenden Unterhöschen in „Die nackte Wahrheit“ die Fernbedienung zwischen die Finger kriegen (unvergessliche Szene!! 😂) und machen, was immer er auch will.

Klar, im ersten Impuls muss man natürlich über diese Szene lachen, doch je länger man darüber nachdenkt, desto g-r-u-s-e-l-i-g-e-r wird es eigentlich. Denn versucht euch doch nur mal kurz vorzustellen, wie es wäre, wenn plötzlich ein wildfremder Mensch die Kontrolle über einen SO intimen Moment übernimmt. Euch quasi in der Hand, oder wohl eher am Höschen hat. JA, das IST gruselig!

Und diese Gedanken sind offenbar gar nicht mal komplett abwegig.

Denn Sextoy-Hacking scheint heutzutage tatsächlich so ein Ding zu sein.

Oder könnte es zumindest immer mehr werden. 😳 Ja, Sextoy-Hacking. Ihr habt schon richtig gelesen. Denn genau wie bei meinem Sextoy auf dem Schreibtisch (das beim Tippen dieses Artikels übrigens schon gar nicht mehr SO verlockend aussieht…), kann man mittlerweile viele sexy Spielzeuge mit einer App verknüpfen und so steuern

» Fakt ist: Was mit dem Internet verbunden ist, kann auch gehackt werden. «

Was in erster Linie natürlich gerade für Fernbeziehungen super praktisch ist (wenn der Freund auch Kilometer entfernt, die Zügel in die Hand nehmen kann ➡️mehr hier), doch gerade für Hacker gleichzeitig auch die perfekte Angriffsfläche bietet. Denn Fakt ist nun mal: Was mit dem Internet verbunden ist, kann auch gehackt werden.

Ob Klimaanlage, Alexa… oder eben auch Sextoys. Und dass wir oftmals gar nicht wissen, welche Informationen im „Internet der Dinge“ (kurz IdD) abgegriffen und vielleicht sogar (gegen unseren Willen) verwendet werden (Datenanalysen des Herstellers etc.), ist mittlerweile schließlich längst kein Geheimnis mehr. Doch an Sextoys denkt dabei ja wohl keiner sofort. Dabei sollten wir das vielleicht alle tun.

Wenn der intimste Moment nicht intim bleibt…

Und wie sehr, machen nur ein paar Vorfälle aus dem Netz deutlich. So wurde beispielsweise vor knapp zwei Jahren darüber berichtet, wie ein neuseeländisches Hacker-Duo es geschafft hat, sich in einen Bluetooth-fähigen Vibrator zu hacken. Auf diese Art konnten sie nicht nur die Kontrolle über das Gerät an sich reißen (!!!), sondern auch persönliche Informationen abfangen. Wie beispielsweise über die Häufigkeit der Nutzung. 

Und auch die amerikanische Elle, über die wir auf das Thema aufmerksam geworden sind, schreibt von einem Fall, bei dem Forscher herausfanden, wie leicht es offenbar wäre, sich in einen Vibrator mit Kamera (von dem Siime Eye Vibrator von Svakom war die Rede) zu hacken. Das Einzige, was sie dazu nämlich hätten machen müssen, war, sich in der WiFi-Reichweite des Geräts zu begeben und das Passwort zu entschlüsseln. Und zack, schon konnten sie auf das Filmmaterial (das eigentlich nur für den Partner oder wen auch sonst immer bestimmt sein sollte) zugreifen. 

Creepy AF! 😳 Klar, wir reden an dieser Stelle erstmal nur von „geplanten Hacks“, die von Sicherheitsexperten oder so genannten gutwilligen Hackern (White Hat) in einem kontrollierten Umfang durchgeführt wurden. Doch diese Beispiele zeigen trotzdem nur allzu deutlich, welches Sicherheitsproblem bei vernetzten Geräten besteht, bzw. bestehen kann. Sagt auch Amie Stepanovich, IdD-Sicherheitsexpertin, zu Elle. Denn jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, könne eben auch auf irgendeine Weise ausgenutzt werden.

Und dass das besonders bei Sextoys eine extreme Verletzung der Intimsphäre ist, muss man an dieser Stelle wohl niemandem erklären. Denn das Schlimme am „screwdriving“ – wie die Sex-Tech-Sicherheitswelt laut Elle den Vorgang bezeichnet, wenn ein Außenstehender die Steuerung eines Geräts übernimmt – ist sowieso, dass die Person es meistens erst merkt, wenn es schon zu spät ist. Und ja, es ist eine extreme Bezeichnung, doch viele würden das sicherlich schon als sexuellen Übergriff, wenn nicht sogar Vergewaltigung bezeichnen.

▶️So, und an dieser Stelle machen wir mal einen kleinen Cut. Denn Angst geschürt werden, soll hier ja schon mal gar nicht. Und das alles soll natürlich auch nicht zur Folge haben, dass ihr jetzt alle euer liebstes Toy direkt in den Müll haut. Denn erstens: Ihr müsstet euer Spielzeug ja sowieso erstmal mit einer App, also dem Internet, verbinden, um überhaupt erst gehackt werden zu können. Rein hypothetisch. Wenn ihr das nämlich gar nicht macht oder vorhabt, seid ihr sowieso ungestört und fein. (Es sei denn, ihr lasst irgendwie eine Fernbedienung fallen 😅)

Und zweitens: Solltet ihr solche Pärchen-Apps doch nutzen, soll dieser Artikel eben vielmehr dazu dienen, dass ihr einfach vorsichtig mit euren Daten und Geräten umgeht. Damit die schönste Toy-Nebensache der Welt eben auch die schönste Nebensache bleibt – und zwar für dich, deinen Partner und keine Person mehr! ❤️

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