Très Click
13.07.2017 von Très Click

So findest du den Job, der WIRKLICH zu dir passt

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Du weißt es ja selbst: Die meiste Zeit des Tages verbringst du nicht im Bett, mit deinen Freunden oder bei Netflix & Chill (schade eigentlich), sondern auf der Arbeit. Kennst du zufällig auch das äußerst unangenehme Gefühl, das einen immer gegen Sonntag Mittag überkommt, wenn klar ist: Morgen ist Montag und morgen muss ich zurück zur Arbeit. Stell dir mal vor, das wäre anders und du würdest sonntags abends mit dem guten Gefühl ins Bett gehen: Ich mag meinen Job und freue mich auf die neue Woche. Geht nicht? Doch sehr wohl! Und zwar mit den Tipps von Karriere-Coach und Beraterin Ragnhild Struss.

Ragnhild, was bedeutet Karriereberatung für dich?

Ganz ehrlich: Eine Mischung aus Sherlock spielen und Magier sein. Ich darf Menschen und ihre Geschichten kennenlernen, verborgene Talente ans Licht bringen, Puzzleteile aus Eigenschaften und Fähigkeiten zusammensetzen und ein Bild der Zukunft zaubern. Weil ich vor der Beratung nie wissen möchte, welche eigenen Ideen jemand hat, sehe ich am Ende, ob das Rätsel gelöst ist. Ein wundervoller Job!

Was machst du genau mit deinen Klienten?

Ich nehme mir Zeit für sie – und zwar einen ganzen Tag. Der besteht zur Hälfte aus Tests, die sich mit der Persönlichkeit beschäftigen. Damit finde ich heraus, wie jemand tickt. Also was er braucht, um gut arbeiten zu können, welche Umfelder passen und womit er sich gerne beschäftigt. In der anderen Tageshälfte stehen Gespräche auf dem Programm. Wenn ich einem Kunden gegenübersitze, merke ich schnell, was für ihn wichtig ist und warum. Außerdem gibt es Aufgaben mit Wissens- und Logikfragen. Und eine Zeichenübung. Schließlich müssen Ausbildung oder Studium nicht nur zur Persönlichkeit, sondern auch zu den Fähigkeiten passen. Die Infos fasse ich auf einem Flipchart zusammen und leite daraus ganz konkrete Empfehlungen ab. Meist etwa fünf bis sechs. Denn es gibt nie nur einen Weg. Wenn es in Richtung Studium geht, gebe ich ihm für jedes Fach Tipps, welche Hochschulen im In- und Ausland passen – persönlich und fachlich.

Was ist die häufigste Frage?

„Wie haben Sie das gemacht?“, hören mein Team und ich oft. Viele Kunden fragen sich, wie es möglich ist, sie in nur einem Tag als Mensch zu verstehen und eine für sie individuell passende Perspektive zu entwickeln. Insbesondere Eltern denken das oft.

Was ist das häufigste Problem?

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten: Gap Year, Ausbildung, Studium, FH, Uni, Inland, Ausland… Vielen fällt es schwer, herauszufinden, was für sie das Beste ist. Das liegt auch ein bisschen daran, dass der Fokus auf dem Umfeld liegt. Was machen meine Freunde? Welcher Job sieht fancy aus auf Instagram? Deswegen helfen wir dabei, den Blick auf sich selbst zu richten. Je besser ich mich kenne, desto genauer kann ich meine innere Stimme wahrnehmen und ihr folgen.

Wie viele Jugendliche sind unzufrieden mit ihrem Studium/ Job?

Fast 30 Prozent brechen ihr Studium ab. Am höchsten ist die Abbrecherquote unter den Studenten der sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bei Auszubildenden lässt sich das nicht so leicht sagen. Je nach Ausbildungsrichtung werden Ausbildungsverträge häufiger oder seltener gelöst – besonders oft im Restaurant- und Hotelfach. Aber nicht immer bedeutet das auch einen Ausbildungsabbruch. Manchmal wird nur der Betrieb geschlossen, sodass ein neuer Arbeitgeber gefunden werden muss.   

Wie finde ich raus, was wirklich zu mir passt? Was ist dein Erste-Hilfe-Plan?

Leg dir eine Checkliste an. An erster Stelle steht der Punkt Persönlichkeit. Schreib auf, welche Eigenschaften dich auszeichnen, worauf du stolz bist und wie du dich anderen vorstellen würdest. Dann fragst du Freunde, wie sie dich beschreiben würden, warum sie mit dir befreundet sind und für welche Kategorie sie dich im Abi-Buch nominieren würden. Zusätzlich kannst du Tests im Internet machen. Es gibt kostenfreie Angebote wie den Baden Württembergischen Studienorientierungstest oder den Interessenstests der Zeitung DIE ZEIT und auch welche, die ein bisschen was kosten, aber eben auch mehr bieten. Dazu gehören z.B. der Test vom geva-Institut und die Web App BeBrilliant 

Wenn das erledigt ist, kannst du den ersten Punkt abhaken und dich den nächsten widmen: deinen Fähigkeiten und Hobbies, deinen Zielen und Visionen. Lass dich von der Liste nicht abschrecken, sondern nutz sie kreativ, indem du Gedanken einzeichnest, eine Collage klebst oder bunte Post-its beschreibst. Über das Ausfüllen kommst du deinem Ziel näher.    

Was kann ich tun, um happy im Job zu sein? Welche Fragen sollte ich mir stellen?

Du kannst dazu beitragen, dass die Atmosphäre und der Teamspirit stimmen. Das gelingt dir am besten, wenn du deinen Blick auf die positiven Aspekte richtest. Der Fokus bestimmt dein Gefühl und das wiederum deine Einstellung. Positiv zu sein bedeutet auch, Dinge in die Hand zu nehmen. Denk daran, was möglich ist – statt an das, was nicht geht. Mach selbst Vorschläge und gestalte deinen Job so, dass er zu dir passt. Frag dich zum Beispiel, was du tun kannst, um deine Fähigkeiten optimal einzusetzen. Wenn du tust, was dir liegt, macht dir die Arbeit auch Spaß. Überleg dir, was dich motiviert. Wenn dir zum Beispiel Feedback wichtig ist, kannst du deinen Chef oder Kollegen darum bitten. Kennst du dich, kennst du deinen key to happiness.

Was war dein größtes Erfolgserlebnis?

Für mich ist jeder Kunde ein Erfolg, der nach der Beratung gestärkt, mit einem positiven Blick auf sich und seine Möglichkeiten aus unserem Büro geht. Aber klar gibt es auch Einzelbeispiele, wie einen Jungen, den ich kürzlich beraten habe. Er wollte das Abi schmeißen und hat wenig Chancen für sich gesehen. In seiner Persönlichkeit steckte wahnsinnig viel Kreativität, die er gar nicht gesehen hat. Zusammen mit den Ergebnissen unserer Skill-Tests, in denen er super abgeschnitten hat, konnte ich ihm tolle Perspektiven zeigen, die ihn richtig motiviert haben. Gerade neulich habe ich eine E-Mail von ihm bekommen: Er hat sich noch mal reingekniet, fast um eine Note verbessert und den Studienplatz bekommen, den ich ihm vorgeschlagen habe. So was macht mich stolz.

Mehr über: Job, Karriere, Studium
Credits: Le 21ème
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